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Als Mama einmal unsichtbar war
Als Mama einmal unsichtbar war




Julia Rosenkranz, Nele Palmtag

Klett-Kinderbuch
EAN: 9783954702831 (ISBN: 3-9547028-3-5)
32 Seiten, hardcover, 23 x 26cm, Juli, 2023, Bilderbuch

EUR 16,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Hennies Mama ist krank.

Dabei sieht sie anfangs aus wie immer.

Kein Husten. Kein Schnupfen. Kein Bauchweh.

Ihre Krankheit ist anders. Unsichtbar.

Sie macht, dass irgendwie alles verschwindet.

Das Lachen. Die Haare. Fast Mama selbst.

Aber Mama geht nicht, Mama bleibt.



Ein berührendes und tröstliches Buch über Krebs – für betroffene Familien und alle drum herum
Rezension
Nicht zu glauben! Mama erzählt Hennie, dass sie krank ist. Dabei merkt man gar nichts - kein Husten, Schnupfen oder Bauchweh. Krebs heißt die Krankheit und sie hat nichts mit den Krabben am Strand zu tun. Aber Mama hat recht, und bald ändert sich alles. Zuerst verschwinden die Wörter: Die Freunde und Nachbarn wissen nicht mehr, was sie sagen sollen. Auch das Lachen verschwindet. Mama muss regelmäßig ins Krankenhaus und bekommt Medizin, aber trotzdem lässt ihre Kraft nach. Appetit hat sie auch nicht mehr, dann fallen ihre Haare aus, und schließlich schafft sie es noch nicht einmal mehr, Hennie vom Kindergarten abzuholen. Mama ist da und doch irgendwie nicht. Papa hat keine Zeit, weil er alles regeln muss. Und Hennie ist stinksauer...

Hennies Gefühle werden einfühlsam geschildert: Ihre Verunsicherung, ihre Angst, ihre Wut, ihre Traurigkeit. Ihre enge Verbundenheit zu ihrer Mutter wird in Wort und Bild deutlich. Sensibel beschreibt Julia Rosenkranz in Worten und zeichnet Nele Palmtag in Bildern die Gefühlslage des Kindes. Das Ende ist tröstlich und hoffnungsvoll: Hennie sitzt mit ihrer Mama Hand in Hand auf der Hollywoodschaukel; der Papa gießt junge Pflänzchen. Nun können sie alle drei wieder gesund werden.

Empathisch wird die Krebserkrankung der Mutter geschildert. Dass die Mutter sterben könnte, wird nicht thematisiert; dennoch wird die Gefahr deutlich, denn eigentlich ist Mama nicht mehr sie selbst. Und nicht nur sie ist krank, die ganze Familie ist betroffen. Alle werden sie von heftigen Gefühlen erschüttert; das Kind lebt sie am deutlichsten aus. Und allen tut es gut, offen miteinander umzugehen. Hier wird die schwere Krankheit nicht verschwiegen, um das Kind zu schonen, sondern ehrlich angesprochen, und das tut Hennie gut. Manchmal genügt auch ein gegenseitiger Händedruck, damit sie spürt, dass Mama noch da ist. Berührend und tröstlich!

M. Houf für www.lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Hennies Mama ist krank. Dabei sieht sie anfangs aus wie immer. Kein Husten. Kein Schnupfen. Kein Bauchweh. Ihre Krankheit ist anders. Unsichtbar. Sie macht, dass irgendwie alles verschwindet. Das Lachen. Die Haare. Fast Mama selbst. Aber Mama geht nicht, Mama bleibt.

Ein berührendes und tröstliches Buch über Krebs – für betroffene Familien und alle drum herum