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Zwölf Grundformen des Lehrens Eine Allgemeine Didaktik auf psychologischer Grundlage. Medien und Inhalte didaktischer Kommunikation, der Lernzyklus. 12. Auflage 2003
Zwölf Grundformen des Lehrens
Eine Allgemeine Didaktik auf psychologischer Grundlage. Medien und Inhalte didaktischer Kommunikation, der Lernzyklus.


12. Auflage 2003

Hans Aebli

Klett-Cotta
EAN: 9783608930443 (ISBN: 3-608-93044-2)
409 Seiten, paperback, 14 x 22cm, 2003

EUR 22,50
alle Angaben ohne Gewähr

Rezension
An diesem Klassiker des Piaget-Schülers Hans Aebli kommt kaum ein Lehrer / eine Lehrerin vorbei. Es ist seit 20 Jahren ein Lehrer-Vademecum und hilft bei grundlegenden didaktischen Überlegungen, indem es 12 Grundformen des Lehrens thematisiert, u.a. Erzählen, Lesen, Problemlösen, Wiederholen, Anwenden.

G.B. für lehrerbibliothek.de
Umschlagtext
Hans Aebli verbindet psychologische Erkenntnisse aus der neueren Zeit mit der Erkenntnis seiner Vorbilder: Jean Piaget, John Dewey, Johann Heinrich Pestalozzi; Psychologen und Pädagogen, deren Einsichten allgemein neu diskutiert werden. Das Buch beweist unmittelbar den Wert einer fundierten didaktischen Theorie und es zeigt, wie sie sich in der Praxis des Unterrichtens einsetzen läßt.
Verlagsinfo
Über den Autor:
Hans Aebli wurde 1923 in Zürich geboren. Studium der Psychologie, Philosophie und Pädagogik an den Universitäten Genf und Minnesota/USA. 1962-1966 Professor der Psychologie an der Freien Universität Berlin, 1966-1971 ordentlicher Professor der Psychologie und Leiter der Abteilung Psychologie des Zentrums für Bildungsforschung an der Universität Konstanz und schließlich Direktor der Abteilung Pädagogische Psychologie der Universität Bern. Bis zu seinem Tod im Juli 1990 lebte er in Burgdorf bei Bern. Seine Forschungen betreffen die Entwicklungspsychologie, die Psychologie des Denkens und Handelns und deren Anwendungen auf dae Lehren und Erziehen.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 11
Aus dem Vorwort zur ersten Auflage der „Grundformen des Leh-
rens" 15

I. Das System der zwölf Grundformen und die drei Dimensionen
didaktischer Kompetenz 19

Didaktisches Denken und didaktische Praxis aus der Alltagserfahrung
entwickeln 19
Wie man dieses Buch benützen kann 21
Drei Dimensionen des Lehrens und Lernens 22
Drei Dimensionen der didaktischen Kompetenz 26

ERSTER TEIL: In fünf Medien lehren 31

II. Grundform 1: Erzählen und Referieren 33

Psychologischer Teil
Sprachliche Kommunikation 34
Bedeutungsgehalte im Erzähler: was er zu sagen versucht 37
Bedeutungen und ihre Zeichen: die Worte finden 40
Vorgänge im Zuhörer: vom Wortzeichen zur Bedeutung 42
Zusammenfassung: das Schema der sprachlichen Kommunikation 45

Didaktischer Teil
Zur Didaktik des Erzählens und Referierens 48
Anpassung an den Geist des Kindes und der Klasse 48
Der Kontakt mit der Klasse 51
Die Mitarbeit der Klasse im Rahmen der Erzählung 54
Die Grenzen der Anpassung an die kindliche Eigenart 57
Der freie Vortrag, der auswendig gelernte Vortrag, das Vorlesen 59
Die Vorbereitung von Erzählungen und Vorträgen 61

III. Grundform 2: Vorzeigen 65

Psychologischer Teil
Zur Psychologie des Beobachtungslernens 67
Beobachten als inneres Nachahmen 68
Aus dem Resultat beobachteter Handlungen lernen 70
Wirksame und unwirksame Vorbilder 71

Didaktischer Teil
Vorzeigen und Nachmachen 72
Regeln des Vorzeigens 72
Regele des nachahmenden Übens 77

IV. Grundform 3: Anschauen und Beobachten 81

Psychologischer Teil
Die Erscheinungen der Welt erfassen 81
Zum Begriff der Anschauung und zur Geschichte der Wahrnehmungspsychologie 83
Sinneskontakt als notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung des
Anschauens 85
Das Anschauen als Tätigkeit 87
Komplexe Auffassungstätigkeiten: vom Wahrnehmen zum Analysieren . . 88 Assimilation 95
Hypothesen und ihre Verifikation 98

Didaktischer Teil
Von der Beobachtung zum inneren Bild 100
Dem Gegenstand begegnen (das „Anschauen") 101
Die Vertreter des Gegenstandes 103
Zum Anschauen anleiten 104
Die Beobachtung schulen? 111

V. Grundform 4: Mit Schülern lesen 113

Die Ziele des Lesens 114

Psychologischer Teil
Lesen als Textverarbeitung 117
Sprechen, Schreiben und Lesen 119
Der eigentliche Lesevorgang 121
Methoden des Zusammenfassens, Einprägens und Wiedergebens von
gelesenen Texten 125
Abschluß: Die Verarbeitung und die Wiedergabe von darstellenden Texten . 128

Didaktischer Teil
Zum Umgang mit Texten anleiten 131
In den Text eindringen 132
Lesen im Rahmen umfassender Unterrichtseinheiten 136
Text Verarbeitung im Unterricht 140

VI. Grundform 5: Schreiben-Texte verfassen 148

Psychologischer Teil
Wer schreibt, möchte etwas bewirken 148
Was Texte bei Lesern bewirken: zur Theorie der Textsorten 148
Darstellende Texte 150
Texte mit spezifischer Wirkungsabsicht 151
Zusammenfassung: das BOTE-Schema und das Schreiben in einem
Handlungskontext i 153
Mündliche und schriftliche Kommunikation 156
Der Aufbau des Textes 157
Wie man einen Text verfaßt: Textplanung 160

Didaktischer Teil
Schreiben: ein Handwerk, das man lernen kann 163
Schreiben in definierten Kommunikations-und Handlungssituationen ... 164
Die Klärung von Sache und Wirkungsabsicht 166
Die Planung des Textes 169
Zur Entwicklung der schriftlichen Kommunikation 174

ZWEITER TEIL: Handlung, Operation und Begriff 179

VII. Grundform 6: Einen Handlungsablauf erarbeiten 181

Psychologischer Teil
Der Aufbau und die Verinnerlichung von Handlungen 182
Arten des Handelns 183
Handlungsfolgen, Handlungsschemata 184
Die Struktur der Handlung 186
Der Aufbau neuer Handlungsschemata 191
Die Verinnerlichung (Interiorisation) der Handlung 193

Didaktischer Teil
Handeln lernen 195
Das Problem stellen 196
Die Handlung planen und durchführen 197
Die Handlung verinnerlichen 200
Abschluß: Verstandenes Handlungswissen 202

VIII. Grundform 7: Eine Operation auf bauen 203

Psychologischer Teil
Von der Handlung zur Operation 203
Operationen sind abstrakte Handlungen 203
Die inhärente Struktur der Handlung 207
Beispiele des Operationsaufbaus 209
Allgemeine Züge des Auf baus einer neuen Operation 214
Die symbolische Kodierung der Operation 215
Die Verinnerlichung der Operation 217
Die Automatisierung der Operation 220
Auswendig gelernte mathematische Formeln und Sätze 222
Die psychologische Bedeutung der Automatisierung 224

Didaktischer Teil
Tun, verstehen, verinnerlichen, automatisieren 227
Die Vorbereitung der Lektion 228
Die Operation aufbauen 231
Die Operation durcharbeiten 235
Die Operation verinnerlichen 237
Das Auswendiglernen und das Automatisieren 242

IX. Grundform 8: Einen Begriff bilden 245

Psychologischer Teil
Zur Psychologie der Begriffsbildung 246
Begriffsfindung mit Pilzen 246
Der innere Aufbau eines Begriffs 253
Der Prozeß des Begriffsaufbaus 258

Didaktischer Teil
Begriffe bilden, durcharbeiten und anwenden 261
Die didaktische Analyse eines Stoffes (KLAFKI) 262
Begriffe als Netze von Sachzusammenhängen 265
Den Begriffsinhalt aufbauen 266
Den Begriff durcharbeiten 269
Den Begriff anwenden 270

DRITTER TEIL: Vier Funktionen im Lernzyklus 275

X. Grundform 9: Problemlösendes Aufbauen 277

Psychologischer Teil
Was ist und was bewirkt das Problemlösen? 278
Probleme mit Lücke 279
Interpolations- und Gestaltungsprobleme 285
Psychologische Prozesse bei der Lösung von Problemen mit Lücke 287
Das Umstrukturieren und das Ziehen von Lösungsgedanken aus dem
Erfahrungs- und Wissensrepertoire 288
Probleme mit Widerspruch 290
Probleme mit unnötiger Komplikation 291
Lernmotivation durch Problembewußtsein 293

Didaktischer Teil
Problemlösender, fragend-entwickelnder Unterricht 296
Einen Stoff problemlösend erarbeiten 298
Das Prinzip der minimalen Hilfe 300
Praktische Regeln zur Durchführung des Gesprächs mit der Klasse 300
Selbständiges Problemlösen durch die Schüler 302
Heuristische Regeln 304
Und die Kreativität? 307

XI. Grundform 10: Durcharbeiten 310

Psychologischer Teil
Bewegliches Denken und Handeln 311
Mobiles Denken in Systemen bei PIAGET 312
Beweglichkeit im Verstehen und im Handeln 313
Beweglichkeit beim Verstehen von Veränderungen 314
Beweglichkeit innerhalb von räumlichen Systemen 315
Beweglichkeit innerhalb von begrifflichen Systemen 316
Beweglichkeit im Handeln und Operieren 317

Didaktischer Teil
Das Durcharbeiten von Handlungsplänen, Operationen, und
begriff liehen Systemen 319
Flexible Handlungspläne, Operationen und Begriffe 320
Das Durcharbeiten im Rahmen des Erzählens, Vorzeigens, Anschauens und
Lesens 323

XII. Grundform 11: Üben und Wiederholen 326

Psychologischer Teil
Konsolidierung und Automatisierung (Gesetze des elementaren
Lernens) 328
Die Leistung abhängig von der Zahl der Wiederholungen 330
Verteilte Wiederholungen sind wirksamer als gehäufte Wiederholungen . . 330
G-Methode wirksamer als T-Methode 331
Die Leistung abhängig von der Motivation 333
Intrinsische und extrinsische Motivation 333
O. F. BOLLNOW: Freude am vollkommenen Können in der Übung 335
Erfolg spornt an, Mißerfolg lahmt 336
Die Wirkung des Effekts als Funktion seines zeitlichen Abstandes zum Reak
tionsvollzug 337
Der Verlauf des Vergessens 338

Didaktischer Teil
Allgemeine Regeln zur Gestaltung der Übungsarbeit 339
Üben heißt Wiederholen 340
Die Übungsarbeit motivieren 343
Erfolg ermöglichen 346
GAGNES „Lernhierarchien" 348

XIII. Grundform 12: Anwenden 351

Psychologischer Teil
Der psychologische Begriff der Anwendung 352
„Anwendung" in echten Lebenssituationen 352
Ein geistiges Repertoire, das zum Handeln und Denken, Sehen und
Betrachten befähigt 355
Der Prozeß der Anwendung 356
Anwendung in Textaufgaben 357
Erkennende und herstellende Anwendung 359

Didaktischer Teil
Von der geleiteten zur selbständigen Anwendung 361
GAUDIGS Verdienst 361
GAUDIGS Trugschluß und die Funktion der didaktischen Frage 362
Anleitung im Aufbau, Selbständigkeit in der Anwendung 366
Auf die selbständige Anwendung von Begriffen und Denkoperationen
vorbereiten 368
Neue Erscheinungen selbständig erfassen (Klassengespräch, Gruppenarbeit,
individuelle Arbeit) 370
Zur Sozialpsychologie und Didaktik der Gruppenarbeit 373
Abschluß: Von der Anwendung zum nächsten Aufbauschritt 380

XIV: Eine Standortbestimmung der „Grundformen" 383

Eine Didaktik, die Lernsituationen psychologisch beleuchtet 383
Struktur, Medium und Lernprozeß 385
Vom Handeln zum begrifflichen Denken 386
Kein Psychologismus: Sachverhältnisse; keine Methodik: nur Didaktik . . . 387
Konstruktivismus 389
Aufbau im Lernen: ein Schritt über PIAGET hinaus 391

Bibliographie 395

Namenverzeichnis 403

Sachverzeichnis 406