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Der große Betrug Und was Jesus wirklich sagte und tat.
Der große Betrug
Und was Jesus wirklich sagte und tat.




Gerd Lüdemann

zu Klampen! Verlag
EAN: 9783924245702 (ISBN: 3-924245-70-3)
125 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 12 x 19cm, 1998, 4. Aufl. 2002

EUR 16,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
»Das Ergebnis, das am Ende des Durchgangs durch ausgewählte neutestamentliche Texte steht, ist ernüchternd: Die meisten Überlieferungen, die über Jesus erhalten sind, stehen in einem schreienden Gegensatz zu dem, was er wirklich sagte und tat. Die frühen Christen haben sich Jesus so zurechtgemacht, wie er ihren Wünschen und Interessen entsprach. So ist Jesus unter den Übermalungen des Neuen Testaments über weite Strecken bis zur Unkenntlichkeit entstellt worden. Die Verfälschung der Person und Botschaft Jesu ist teuer erkauft worden. Doch nicht die Christen, sondern die Juden mußten die Kosten für das rauschende Fest tragen, in dessen Verlauf hemmungslos unechte Worte und Taten Jesu erfunden und echte pervertiert wurden. Was übrigbleibt, ist freilich zu wenig, um darauf ein Christentum zu bauen.

Allein Aufklärung kann dem überall pulsierenden Leben auf dieser Erde eine bleibende Statt bereiten. Überlassen wir den Himmel denen, die sich nach ihm sehnen: den Engeln, den Spatzen und den Christen.«



Gerd Lüdemann
Verlagsinfo
Mit dem Buch Der große Betrug verabschiedet sich der evangelische Theologe Gerd Lüdemann endgültig vom Christentum. In einem an Jesus gerichteten Brief begründet er diesen Schritt: "Das Allermeiste, was Du der Bibel zufolge gesagt, bzw. getan hast, hast Du gar nicht getan." In allgemeinverständlicher Weise stellt Lüdemann unechte Jesusworte und -taten vor und vergleicht sie mit den zwar wenigen, aber dafür umso eindrucksvolleren echten Worten und Taten Jesu. Was auf diese Weise von Jesus und seiner Lehre übrigbleibt, reicht freilich nicht länger aus, um damit ein Christentum zu begründen. Deutlich wird, daß Christen sich Jesus zu allen Zeiten so zurechtgemacht haben, wie es ihren Wünschen und Interessen entsprach. Dieses bestürzende Urteil trifft nicht erst auf die Interpreten Jesu in der neuesten Zeit zu, sondern bereits auf die Verfasser der biblischen Schriften. Person und Verkündigung Jesu haben zwar die tiefe Sympathie des Autors, doch kann ihnen nicht mehr die einzigartige Bedeutung zukommen, die sie dem kirchlichen Dogma zufolge nach wie vor besitzen. Es wird deutlich, daß die drei wesentlichen Fundamente des Christentums nicht länger aufrechtzuerhalten sind: Der Gedanke der Schöpfung aus dem nichts, der Glaube an eine Auferstehung sowie die Begründung einer Ethik auf der Grundlage der Verkündigung Jesu. Präzise wird gezeigt, daß die historische Person Jesus über weite Strecken des Neuen Testaments bis zur Unkenntlichkeit entstellt wurde. Nur an wenigen Stellen läßt sich noch ein schhattenhafter Umriß seiner Person erahnen. Lüdemanns Ziel ist es, in verständlicher Sprache über den eigentlichen Ursprung der abendländischen Kultur aufzuklären. Das vorliegende Buch ist eine populäre Zusammenfassung einer Analyse sämtlicher überlieferter Jesusworte und -taten, die 1999 unter dem Titel "Jesus nach 2000 Jahren" im zu Klampen Verlag erschienen sind.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort

I Brief an Jesus

II Wie Echtheit und Unechtheit von Worten und Taten Jesu zu unterscheiden sind: Beispiele und Kriterien

III Unechte Worte Jesu
1. Jesus verdammt Israel und seine Führer
2. Jesus beobachtet das Gesetz vollständig und fordert seine Jünger zur rechten Beobachtung auf 3. Jesus sagt sein Leiden und Sterben voraus
4. Jesus verleiht der Kirche Binde- und Lösegewalt
5. Jesus beauftragt seine Jünger zur Mission
6. Jesus sagt einigen seiner Jünger das Überleben bis zur Ankunft des Gottesreiches voraus
7. Die Worte Jesu am Kreuz

IV Unechte Taten Jesu
1. Jesus setzt das Abendmahl ein
2. Jesus vollbringt Naturwunder

V Echte Worte Jesu
1. Seligpreisungen
2. Eschatologisches Abendmahlswort
3. Die Bitte um das Kommen der Gottesherrschaft in der Zukunft
4. Die Gegenwart des Gottesreiches in der Erfahrung und Kraft Jesu
5. Gegenwart und Zukunft des Gottesreiches in den Gleichnissen Jesu
6. Jesus verschärft das Gesetz
7. Jesus richtet das Gesetz am Menschen aus
8. Jesus ruft radikal in die Nachfolge und kommt mit dem Gesetz in Konflikt
9. Unmoralische Helden in der Verkündigung Jesu

VI Echte Taten Jesu
1. Jesus unterzieht sich der Taufe durch Johannes den Täufer
2. Jesus beruft die Zwölf und andere Jünger
3. Jesus treibt Dämonen aus
4. Jesus hat Kontakt mit zwielichtigen Personen
5. Jesus reinigt den Tempel

Nachwort

Verzeichnis der behandelten Texte