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Briefe vom Weihnachtsmann
Briefe vom Weihnachtsmann




John R. R. Tolkien

Klett-Cotta
EAN: 9783608960365 (ISBN: 3-608-96036-8)
192 Seiten, paperback, 13 x 20cm, Oktober, 2016

EUR 12,95
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Jedes Jahr im Dezember kam für die Kinder Tolkiens ein Umschlag mit einer Briefmarke vom Nordpol an. Darin war jeweils ein Brief in seltsam krakeliger Handschrift und eine wunderschöne farbige Zeichnung. Die Briefe vom Weihnachtsmann erzählen phantastische Geschichten vom Leben am Nordpol:

- Wie es dazu kam, dass alle Rentiere ausbrachen und die Weihnachtsgeschenke rundum verstreuten;

- wie der Polarbär, der alte Unglücksrabe, den Nordpol erklomm und durch das Dach mitten ins Esszimmer des Weihnachtsmannes stürzte;

- wie der den Mond in vier Stücke zerbrach und wie deshalb der Mann im Mond in den Garten hinterm Haus fiel;

- wie man sich mit der lästigen Koboldhorde bekriegen musste, die in den Gewölben unter dem Haus lebte.

Von der ersten Nachricht an Tolkiens ältesten Sohn im Jahr 1920 bis zum letzten rührenden Brief von 1943 an seine Tochter enthält dieses bezaubernde Buch alle Briefe und Zeichnungen.
Rezension
J.R.R. Tolkien ist auf der ganzen Welt bekannt als der Autor von "Der kleine Hobbit" und "Der Herr der Ringe". Darüber hinaus hat er noch viele weitere Werke geschrieben. Hier sind einige ganz private Hinterlassenschaften von ihm: Die "Briefe vom Weihnachtsmann", die er seinen vier Kindern geschrieben hat. Er begann damit 1920, als sein ältester Sohn John gerade drei Jahre alt war, und er führte diese Tradition fort bis 1943, als sein jüngstes Kind, Tochter Priscilla, vierzehn und dem Weihnachtsmann-Alter entwachsen war.

Und diese Briefe sind wirklich kleine Kostbarkeiten! Der erste ist noch ganz kurz und enthält ein Bild vom Weihnachtsmann, der mit einem Sack voller Geschenke durch den Schnee stapft. Nach und nach, mit steigendem Alter der Kinder, werden die Briefe ausführlicher. Sie enthalten Geschichten vom Weihnachtsmann, dem Polarbären und dessen Streichen, von Schwierigkeiten beim Verpacken der vielen Geschenke und von kleinen Unglücksfällen - weshalb dann nun leider nicht alle kindlichen Wünsche erfüllt werden konnten. Von lustigen kleinen Abenteuern führt das Buch bis zu Kämpfen mit einem riesigen Koboldheer. Doch zum Glück gibt es ja auch noch den alten Höhlenbären und seine Familie, die Neffen des Polarbären, Schneebuben, Wichtel und Elbchen, die beim Kampf gegen die Kobolde helfen...

In der vorliegenden Ausgabe sind Tolkiens Briefe als Faksimile abgedruckt. So kann man die Originale studieren und die Bilder, die er selbst für seine Kinder gemalt hat, genau betrachten. Die Texte sind von Anja Hegemann und Hannes Riffel übersetzt.

An den Geschichten vom Weihnachtsmann kann man einfach so Freude haben, sich über sie amüsieren und Text und Bild genießen. Wenn man sich für den Autor interessiert, kann man natürlich darüber hinaus auch einen Einblick in sein Familienleben bekommen. Die Briefe wurden zum ersten Mal 1976 herausgegeben, nach Tolkiens Tod. Ich besitze sie in einer Ausgabe von 1993, die inzwischen vergriffen ist. Die neue Ausgabe ist leider im Format etwas kleiner, so dass die Bilder nicht ganz so gut zur Geltung kommen; dafür ist sie aber um viele Briefe erweitert.
Ein kleines Werk, das ich jedes Jahr zur Weihnachtszeit gern einmal heraussuche und genieße!

M. Houf für www.lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
»Die Briefe erzählen umwerfend charmante, poetische Geschichten in bester Lewis-Carroll-Tradition. Ein Traum.«
Bert Bresgen, Buchjournal

Die Briefe vom Weihnachtsmann zeigen den Autor J.R.R. Tolkien von seiner gemütvollsten Seite. Der Familienvater hat diese heiteren, atmosphärisch dichten Geschichten eigens für seine Kinder erfunden. Illustrationen und Briefe sind für Leser jeden Alters und ebenso zum Vorlesen geeignet.
Jedes Jahr im Dezember traf für Tolkiens Kinder ein Umschlag mit einer Briefmarke vom Nordpol ein. Er enthielt einen handgeschriebenen Brief und eine schöne farbig ausgestaltete Zeichnung oder Skizzen.
Die Briefe kamen vom Weihnachtsmann und erzählten wunderbare Geschichten vom Leben am Nordpol: davon, wie sich auf einmal alle Rentiere losgerissen hatten und wild herumsprangen, wie der Polarbär auf die Spitze des Nordpols kletterte, um die Zipfelmütze des Weihnachtsmannes zu holen und schließlich durch das Hausdach vom Weihnachtsmann mitten ins Eßzimmer fiel ...

»Ein Buch, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen bezaubert mit Worten
und Bildern. Es ist für mich das beste Weihnachtsbuch überhaupt, so
eine Magie, ein Zauber und Phantasie ist einmalig. Ein großes Werk eines
großen und bezaubernden Schriftstellers. Unbedingt kaufen, lesen und
sich jedes Jahr erneut darauf freuen.«
Tina Müller, Buchnotizen.com