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Wiederkehr der Säkularisierung? Der Streit um die religiöse Indifferenz
Wiederkehr der Säkularisierung?
Der Streit um die religiöse Indifferenz




Jan-Heiner Tück (Hrsg.)

Reihe: Edition Communio


Herder Verlag
EAN: 9783451025518 (ISBN: 3-451-02551-5)
192 Seiten, hardcover, 13 x 21cm, 2026

EUR 22,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Wie religionslos ist die westliche Gesellschaft?

Die Beiträge des Bandes sichten die aktuelle Diskussion um das Verhältnis von Religion, Glaube und Gesellschaft, die unter anderem unter den Stichworten Religiöse Indifferenz, Postsäkularität, religiöser Neuaufbruch geführt wird. Die prominenten Autoren bieten dabei neue Einsichten in eine komplexe Lage und entwickeln neue Ansätze und Interpretationsmodelle. Der Band stellt den Auftakt zu einer Reihe von Büchern dar, die von der Redaktion der Zeitschrift Communio herausgegeben und verantwortet werden.

Mit Beiträgen von Christian Geyer, Friedrich Wilhelm Graf, Tomáš Halík, Johannes Hoff, Michael Höffner, Hans Joas, Jürgen Kaube, Ulrich H. J. Körtner, Jan Loffeld, Xandro Pachta-Reyhofen, Regina Polak, Detlef Pollack, Marc Röbel, Ursula Schumacher, Jan-Heiner Tück, Andreas Main, Erik Varden

Jan-Heiner Tück, Dr. theol, wurde 1967 geboren und ist Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Er ist Mitherausgeber und Schriftleiter der Zeitschrift „Communio“ und des OnlinePortals www.communio.de; Initiator der Wiener Poetikdozentur „Literatur und Religion“; Mitglied der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz sowie der Theologischen Kommission der Österreichischen Bischofskonferenz. Vielfältige Veröffentlichungen, zuletzt erschienen: Ausverkauf des Konzils. Die Päpste und die Piusbruderschaft (2026); Jesus Christus auf der Spur. Jan-Heiner Tück im Gespräch mit Walter Kardinal Kasper über Fragen der Christologie (2026); Wiederkehr der Säkularisierung. Der Streit um die religiöse Indifferenz (Hg., 2026); Nizäa – Das erste Konzil. Historische, theologische und ökumenische Perspektiven (Hg., 2025).
Rezension
Lange Zeit dominierte im 20. Jahrhundert eine schlichte Säkularisierungsthese, derzufolge Religion sich zunehmend auflöst, durch weltliche Formen und Institutionen abgelöst und ersetzt wird und die Gesellschaft sich zunehmend komplett verweltlicht (säkularisiert). Dieses einlinige Interpretations-Modell zum Verhältnis von Religion, Glaube und Gesellschaft ist längst durch deutlich differenziertere Modelle ersetzt worden unter anderem unter den Stichworten Religiöse Indifferenz, Postsäkularität und religiöser Neuaufbruch. Wie sich die Entwwicklungen ddaabei allerdings tatsächlich vollziehen, bleibt weiterhin äußerst umstritten; denn es findet sich mindestens gleichzeitig beides: religiöser Neuaufbruch insbesondere in fundamentalistischer Hinsicht und Wiederkehr der Säkularisierung z.B. in Form eines sog. neuen Atheismus und zwisschen diesen Polen u.a. völlige religiöse Indifferenz, Religion ohne Institution, Privatreligion u.v.a. Dieser Sammelband leuchtet das differenzierte Verhältnis von Religion/Religiosität und westlicher Gesellschaft aus.

Thomas Bernhard, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Auftaktband der Edition Communio
Kontroverse Beiträge zu einer aktuellen Debatte
Inhaltsverzeichnis
Wiederkehr der Säkularisierung? Präludium zu einer vielstimmigen Debatte 7


I. Positionierungen

Hans Joas - Berlin
Ist die Säkularisierung unaufhaltsam? 16

Jan-Heiner Tück - Wien
Ist Gott nicht mehr gefragt? Zu den tektonischen Verschiebungen des religiösen Feldes 28

Johannes Hoff - Innsbruck
Wir sind nie säkular gewesen. Was deutsche Säkularisierungstheoretiker von ihren anglophonen Freunden lernen könnten 44

Ulrich H. J. Körtner - Wien
Gottvergessen - was nun? Theologie in dürftiger Zeit 51

Christian Geyer - Frankfurt a. M.
Wovon ich rede, wenn ich vom Glauben rede. Religiöse Indifferenz: Warum werden Theologen zu pastoralen Sprücheklopfern, wenn es um die Big Story des Christentums geht? 64


II. Fehlt nichts, wo Gott fehlt?

Tomáš Halík - Prag
Ich habe mir Illusionen gemacht. In der Kirchenkrise gibt es keine einfachen Antworten 70

Ursula Schumacher - Luzern
Doch kein Sehnsuchtswesen? Zu den anthropologischen Implikationen der Debatte um die religiös Indifferenten 76

Michael Höffner - Münster / Marc Röbel - Vechta
Fraglos glücklich? Philosophisch-theologische Rückfragen an „Wenn nichts fehlt, wo Gott fehlt“ (Jan Loffeld) 84

Jan Loffeld - Utrecht
Die Gottesfrage als Zukunftsfrage: Streiflichter infolge einer Debatte 96


III. Wiederkehr der Götter?

Friedrich Wilhelm Graf - München
Wie viele Gesichter hat Christus? Der christliche Gottesglaube überlebt auch, wenn er sich von der Kirchlichkeit löst 112

Detlef Pollack - Münster
Theologische Strategien zur Bestreitung der Säkularisierungsthese 118

Jürgen Kaube - Frankfurt a. M.
Die Religion der Gleichgültigen 125

Friedrich Wilhelm Graf - München / Jan-Heiner Tück - Wien
Die Janusköpfigkeit von Religion in der späten Moderne. Ein Gespräch über die „Wiederkehr der Götter“ 133


IV. Kontrastwahrnehmungen

Jan-Heiner Tück - Wien / Erik Varden - Trondheim
„Es gibt nichts mehr zu säkularisieren“. Ein Gespräch über das Heimweh nach Herrlichkeit 152

Xandro Pachta-Reyhofen - Thalgau
Unsichtbarer Verlust und sichtbares Wachstum. Ein Erlebnisbericht aus Frankreich 160

Regina Polak - Wien
Heilsame Selbstkritik: Österreich - entchristlicht, aber nicht unreligiös 171

Andreas Main - Köln
Katholische Flaneure. Eine gern übersehene Gruppe 184


Die Beiträgerinnen und Beiträger 190