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Was die Zeit nicht nimmt Roman
Was die Zeit nicht nimmt
Roman




Marek Torcik

Anthea-Verlag
EAN: 9783899984569 (ISBN: 3-89998-456-0)
320 Seiten, hardcover, 13 x 21cm, Februar, 2026

EUR 25,00
alle Angaben ohne Gewähr

Rezension
Marek Torčík gelingt hier ein außergewöhnlich einfühlsamer Roman, der den Leser mitnimmt in die Gefühls- und Lebenswelt eines queeren Teenagers, der in der wirtschaftlich fragilen Nachwendezeit in Tschechien aufwächst. Die Erinnerungen steigen empor, als Marek - so auch der Name des Protagonisten - nachts mit seiner Mutter telefoniert. Erinnerungen an die schwierige Jugendzeit, an die bedrückende familiäre Situation, die harte Fabrikarbeit der Mutter.
Mit jeder Seite taucht der Leser mehr in Mareks Welt ein. Dem Sog der Geschichte konnte ich mich schon nach wenigen Kapiteln nicht mehr entziehen.
Gerade für die Behandlung queerer Themen im Deutschunterricht liegt hier in der hervorragend lesbaren Übersetzung von Mirko Kraetsch ein Roman vor, der die hierzulande häufig unbekannte Seite queeren Lebens in den sog. Ostblockstaaten präzise und zuweilen auch schonungslos darstellt.
Verlagsinfo
Ein Anruf in der Nacht – und die Vergangenheit kehrt zurück.

Ein nächtliches Gespräch mit der Mutter führt Marek wieder in seine Jugend. Zurück in eine Familie mit dysfunktionalen Mustern und in ein Umfeld, das Andersartigkeit bestraft. Als queerer Junge in einer konservativen Industriestadt ist Mobbing Mareks ständiger Begleiter. Und die politischen und wirtschaftlichen Umbrüche von 1989 belasten nicht nur ihn, sondern die ganze Familie – in Form von Armut, Alkoholismus und Gewalt.
Melancholisch, fragil, vor allem aber hoffnungsvoll beschreibt Torčik die Identitätssuche eines jungen Mannes mit dem Mut, zu sich selbst zu stehen.

"Was die Zeit nicht nimmt" wurde bisher in 27 Sprachen übersetzt und ist der international erfolgreichste tschechische Roman seit Jahrzehnten.