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Warum wir sterben
Die neue Wissenschaft des Alterns und die Suche nach dem ewigen Leben
Die Originalausgabe erschien unter dem Titel »Why We Die« im Verlag William Morrow, einem Imprint von HarperCollins Publishers, 195 Broadway, New York, NY 10 007.
© 2024 by Venki Ramakrishnan
Übersetzt aus dem Amerikanischen
von Sebastian Vogel
Venki Ramakrishnan
Klett-Cotta
EAN: 9783608984927 (ISBN: 3-608-98492-5)
352 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 14 x 22cm, Oktober, 2024, mit Illustrationen
EUR 28,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Werden wir bald für immer leben?
Wir erleben eine Revolution in der Biologie: Unsterblichkeit, einst eine schwache Hoffnung, war noch nie so greifbar für uns. Der Nobelpreisträger für Chemie Venki Ramakrishnan berichtet über die jüngsten Durchbrüche in der wissenschaftlichen Forschung und verändert für immer unser Verständnis über das Altern, das Sterben und den Tod.
Das Wissen um den Tod ist erschreckend - so sehr, dass wir die meiste Zeit unseres Lebens damit verbringen, den Gedanken daran zu verdrängen. Unsere Angst vor dem Sterben hat Religionen hervorgebracht, die Philosophie geprägt und die Wissenschaft vorangetrieben. Mittlerweile hat die Forschung viele neue Erkenntnisse über unser bisher unvermeidliches Ende gewonnen und weiß um die unglaubliche Möglichkeit, dass unser Tod irgendwann nicht mehr oder sehr viel später in unserem Leben eintreten könnte. Venki Ramakrishnan erzählt fesselnd von diesen Einsichten und erklärt, was der Tod ist und wie er aus langwierigen evolutionären Prozessen hervorging. Schließlich legt er dar, inwiefern sich unsere Biologie so anpassen könnte, dass Unsterblichkeit möglich ist - und stellt die gewichtige Frage, ob der Preis der Unsterblichkeit nicht zu hoch ist. Eine spannende Reise durch die Biologie des Todes.
»Absolut faszinierend. Venki Ramakrishnans Fähigkeit, die anspruchsvollsten Themen klar und fesselnd darzustellen, erfüllt mich mit Ehrfurcht.« Bill Bryson
»Eine unglaubliche Reise.« Siddhartha Mukherjee
»Dieses fesselnde und aufschlussreiche Buch richtet sich an alle von uns, die sich fragen, ob Alter und Sterblichkeit die nächsten Grenzen sind, die die menschliche Wissenschaft überschreiten muss. Ist der erste Mensch, der zweihundert Jahre alt werden soll, bereits geboren? Können wir unsere Lebenserwartung wirklich immer weiter verlängern, bis ... bis wann? Unsterblichkeit? 'Warum wir sterben' nimmt uns mit auf eine spannende Reise durch die Wissenschaft des Alterns. Treffen Sie unterwegs Nacktmulle, Wattwürmer, aufkeimende Hefepilze und gruselige menschliche Scharlatane. Venki Ramakrishnan hat eine außergewöhnliche Gabe, Wissenschaft mit Klarheit, Witz und beneidenswert unterhaltsamem Erzählstil zu erklären.« Stephen Fry
Venkatraman „Venki“ Ramakrishnan, geboren 1952 in Chidambaram, Tamil Nadu, ist ein britisch-amerikanischer Ribosomenforscher und Strukturbiologe. 2009 erhielt er den Nobelpreis für Chemie, von 2015 bis 2020 war er Präsident der Royal Society. In der Biochemie zählt er zu den weltweit führenden Wissenschaftlern.
Rezension
Es ist ein alter Traum der Menschheit: Unsterblichkeit und die Überwindung des Todes. Und nicht von ungefähr haben die verschiedenen Religionen dieses Bedürfnis zu befriedigen versucht mit diversen Unsterblichkeits- oder Auferstehungshoffnungen, denen Menschen gerne gefolgt sind. Damit die Menschen das Wissen von der eigenen Sterblichkeit besser bewältigen können, hat sich in allen Kulturen eine Kombination aus Überzeugungen und Strategien entwickelt, deren Zweck es ist, den Tod nicht als etwas Endgültiges zu betrachten. Nun aber in unserer Zeit sind es nicht mehr nur vage Illusionen, die die Hoffnung auf Unsterblichkeit nähren, sondern harte naturwissenschaftliche Erkenntnisse. Die Menschheit entschlüsselt neben den Genomen zunehmend auch die Prozesse von Sterblichkeit und vermag gegenzusteuern, - unabhängig von der Frage, ob das überhaupt sinnvoll und wünschenswert wäre: Der unsterbliche Mensch. Wissen über den Tod setzt die Evolution eines Gehirns voraus, das sich seiner selbst bewusst werden kann. Niedere Lebensformen und auch komplexere wie die Pflanzen nehmen den Tod nicht wahr. Er tritt einfach ein. Tiere und andere empfindungsfähige Wesen dürften Gefahren und den Tod instinktiv fürchten. Sie erkennen, wenn ein Artgenosse stirbt, und in manchen Fällen weiß man sogar, dass sie trauern. Aber nichts deutet darauf hin, dass Tiere sich ihrer eigenen Sterblichkeit bewusst sind. Das Wissen vom Tod ist aber so beängstigend, dass wir Menschen es während eines großen Teils unseres Lebens leugnen. Mittlerweile aber hat die Forschung viele neue Erkenntnisse über unser bisher unvermeidliches Ende gewonnen und weiß um die unglaubliche Möglichkeit, dass unser Tod irgendwann nicht mehr oder sehr viel später in unserem Leben eintreten könnte. Ein zentrales Thema des Buches ist die Frage, ob der Tod als biologisches Schicksal tatsächlich unumgänglich ist oder ob die Wissenschaft Wege finden könnte, die menschliche Lebenserwartung drastisch zu verlängern oder sogar die Unsterblichkeit zu erreichen. Der Autor aber gibt nicht spektakuläre Ausblicke auf ein Ende des Alterns. Er erläutert, warum wir altern und sterben - und dass sich daran in näherer Zukunft nichts ändern wird.
Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 9
1. Das unsterbliche Gen und der Wegwerfkörper 21
2. Schnell leben, jung sterben 39
3. Zerstörung der Schaltzentrale 65
4. Das Problem mit den Enden 91
5. Neustart der biologischen Uhr 103
6. Abfall-Recycling 131
7. Weniger ist mehr 155
8. Was wir von einem bescheidenen Wurm lernen können 177
9. Der blinde Passagier in uns 205
10. Schmerzen, Beschwerden und Vampirblut 223
11. Spinner oder Propheten? 241
12. Sollten wir ewig leben? 271
Danksagung 295
Anmerkungen 297
Register 343
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