|
|
|
|
Von Monroe zu Trump
Eine kurze Geschichte der US-Interventionen in Lateinamerika
Stefan Rinke
Herder Verlag
EAN: 9783534612109 (ISBN: 3-534-61210-8)
160 Seiten, paperback, 13 x 21cm, 2026, Klappenbroschur
EUR 18,00 alle Angaben ohne Gewähr
|
|
Umschlagtext
"Die Hälfte der Welt gehört uns!" - wie die Monroe-Doktrin bis heute nachwirkt
»This is our hemisphere« – mit diesen Worten beschreibt Donald Trump den Anspruch der USA auf ihre Vormachtsstellung in Nord- und Südamerika. Mit der Intervention in Venezuela im Januar 2026 schreiben die Vereinigten Staaten in Lateinamerika ein langes Kapitel der Beeinflussung, Einmischung und der Durchsetzung von Interessen mittels militärischer Gewalt fort. Stefan Rinke erzählt in großen Linien, wie sich das Verhältnis der beiden Amerikas in den letzten Jahrhunderten entwickelt hat, welche Formen des Interventionismus der USA sich beobachten lassen und welche Folgen diese Politik in Lateinamerika, aber auch in den USA und in Europa hatte und hat.
Stefan Rinke, geb. 1965, lehrt seit 2005 als Professor für Geschichte Lateinamerikas am Lateinamerika-Institut und am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin. Er gilt als ausgewiesener Kenner der Geschichte des amerikanischen Kontinents.
Rezension
Das Verhältnis der USA zu Lateinamerika, das in diesem Buch ausgeleuchtet wird, war immer schon von der Doktrin bestimmt, daß Mittel- und Südamerika zur unmittelbaren Einflußsphäre der Vereinigten Staaten gehören, - der amerikanische Kontinent insgesamt also unter US-Kontrolle steht ("US-amerikanischer Hinterhof"). Dazu erscheint es den USA legitim, vielfältig wirtschaftlich und militärisch in Lateinamerika zu intervenieren, was regelmäßig geschieht. Jüngst schreiben mit der Intervention in Venezuela im Januar 2026 die Vereinigten Staaten in Lateinamerika ein langes Kapitel der Beeinflussung, Einmischung und der Durchsetzung von Interessen mittels militärischer Gewalt fort. Der Autor umreißt die Geschichte der US-Interventionen in Lateinamerika in den letzten 200 Jahren und verdeutlicht, welche Formen der Interventionismus der USA in Lateinamerika hinterläßt.
Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Der amerikanische Interventionismus in Lateinamerika
Die Geschichte hinter Trumps Mittel- und Südamerika-Politik
Kompakte historische Einführung zum Verhältnis zwischen den USA und Lateinamerika
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 7
Kapitel 1
Kolonialreiche und die Erfindung einer amerikanischen Sphäre 13
Kapitel 2
Manifest Destiny und die Erfindung des Interventionsraums 25
Kapitel 3
Panamerika und die neue Sprache der Hegemonie 41
Kapitel 4
Die Anfänge des Imperiums 51
Kapitel 5
Der Aufstieg des Antiinterventionismus 65
Kapitel 6
Von der Weltwirtschaftskrise zur„guten Nachbarschaft” 79
Kapitel 7
Der Kalte Krieg und die Rückkehr des Interventionismus 93
Kapitel 8
Staatsterrorismus und Stellvertreterkriege in der„Dritten Welt” 107
Kapitel 9
Diffuse Bedrohungen seit 1990 121
Ausblick 139
Literatur 147
Karten 156
Anmerkungen 158
|
|
|