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Völlig schwerelos  Glanz und Elend der deutschsprachigen Popmusik in 99 Songs
Völlig schwerelos
Glanz und Elend der deutschsprachigen Popmusik in 99 Songs




Wolfgang Zechner

Hannibal-Verlag
EAN: 9783854457985 (ISBN: 3-85445-798-7)
324 Seiten, kartoniert, 14 x 21cm, 2025

EUR 25,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Eine Achterbahn durch die deutschsprachige Popgeschichte

Popmusik auf Deutsch funktioniert nicht. Dieser Satz geisterte lange wie ein dunkles Mantra durch die Musikwelt.

Völlig schwerelos und völlig schwerfällig zugleich schwebte das deutschsprachige Pop-Raumschiff durch die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Journalist und Pop-Svengali Wolfgang Zechner hat diese turbulente Reise am Beispiel von

99 Songs aufgezeichnet. Er lotst die Leserschaft durch einen bizarren Irrgarten aus Schlager, Rock'n' Roll, Beat, Krautrock, Deutschrock, Punk, Neue Deutsche Welle, Eurodance, Hamburger Schule und Deutschrap.

Unterwegs begegnet er so unterschiedlichen Acts wie Freddy Quinn, Nina Hagen, Herbert Grönemeyer, Andreas Dorau, Heino, Nena, Alexandra, Blümchen, Falco, Tic Tac Toe, Udo Jürgens, Helge Schneider, Deutsch Amerikanische Freundschaft oder Tocotronic. Zechner feiert Großartiges, geht dorthin, wo es weh tut, sieht Licht und Schatten, bestaunt Glanz und Elend und findet vor allem eines: ganz viel Popmusik, die trotzdem funktioniert.



„Wolfgang Zechner ist gebenedeit unter den Popjournalist innen. Er schreibt gleichermaßen mitreißend wie präzise."

Linus Volkmann
Rezension
Wer hätte gedacht, dass sich fast 50 Jahre deutschsprachige Popgeschichte so lebendig erzählen lassen? Wolfgang Zechner zeigt in "Völlig schwerelos – Glanz und Elend der deutschsprachigen Popmusik in 99 Songs", wie überraschend nah sich Freddy Quinn und Tocotronic, Schlager und Hamburger Schule kommen können. Was sie verbindet, ist der gemeinsame Wille, etwas Eigenes zu schaffen mit all den Umwegen, Brüchen und besonderen Momenten, die Popmusik ausmachen. Das Buch liest sich wie eine sorgfältig zusammengestellte Playlist: Manche Songs hat man sofort im Ohr, andere entdeckt man neu. Gerade diese Mischung macht den Reiz aus. Zechner führt sicher durch Jahrzehnte und Stile, verbindet musikalische Beobachtungen mit kulturgeschichtlichen Linien und schreibt dabei mit spürbarer Leidenschaft für sein Thema. Natürlich kann eine Auswahl von 99 Songs nie vollständig sein. Einige Entscheidungen überraschen, andere laden zum Weiterdenken ein. Vielleicht liegt genau darin die Stärke des Buches: Es öffnet Räume für eigene Erinnerungen, Ergänzungen und Diskussionen. Ein Buch für alle, die Popmusik nicht nur hören, sondern verstehen möchten. Mit Neugier, Offenheit und Freude an den vielen Facetten dieses Genres.

Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Eine rasante Achterbahnfahrt durch fast 50 Jahre deutschsprachige Pop-Geschichte
Als Elvis Presley Mitte der 1950er Jahre den Status quo mithilfe des Rock’n’Roll zertrümmerte, blieb das auch jenseits des Großen Teichs nicht ohne Folgen. Wenige Jahre später veränderten die Beatles erneut die Spielregeln des Pop-Business. Und 1976 folgte mit Punk die nächste Zeitenwende. Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran! Im deutschsprachigen Raum war man mit diesen Entwicklungen zumeist überfordert. Die Schallplattenindustrie war darum bemüht, die neuen angloamerikanischen Pop-Phänomene ins Deutsche zu übertragen oder sich von diesen loszulösen – und scheiterte dabei zumeist spektakulär. Doch gerade in diesem Scheitern lag oft ein seltsamer, ein »incredibly stranger« Zauber, der besonders hell strahlte. Und auch der Untergrund erwachte langsam: Im Schatten des Mainstreams, abseits von massenmedialen Erwartungshaltungen, machten sich immer wieder junge deutschsprachige Künstlerinnen und Künstler daran, alternative Pop-Entwürfe in die Welt zu schicken …

Von Freddy Quinn bis Tocotronic, von Nicole bis Stereo Total, von Deutsch Amerikanische Freundschaft bis zu den Fantastischen Vier, von Connie Francis bis Nina Hagen, von Karel Gott bis Kraftwerk, von Drafi Deutscher bis zu den Goldenen Zitronen: »Völlig schwerelos – Glanz und Elend der deutschsprachigen Popmusik in 99 Songs« ist eine mitreißende Reise durch die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, erzählt anhand von 99 Liedern. Manche sind ikonisch und manche obskur, manche tief- und manche unsinnig, manche groß- und manche kleinartig. Wolfgang Zechner lotst die Leserschaft durch den musikalischen Irrgarten aus Schlager, Rock’n’Roll, Beat, Krautrock, Politrock, Deutschrock, Fun Punk, Neue Deutsche Welle, Eurodance, Hamburger Schule und Deutschrap. Es ist eine gnadenlos-unterhaltsame Spritztour durch die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Pop-Experte verwebt dabei Musikanalyse, Kulturgeschichte, Schwärmerei, Verwunderung, launige Kritik und überraschende Querverbindungen zu einem genauso fesselnden wie widersprüchlichen Porträt der deutschsprachigen Popmusik von 1956 bis 1999.
Inhaltsverzeichnis
Prolog: Was ist Zeit? 11
Die Stunde Null und der Patient Zero: Am Anfang war Pop 13
Freddy Quinn - „Heimweh“ 18
Delle Haensch und die Rockies - „Bei der Firma Rock’n’Roll“ 22
Paul Würges - „Black Boy Jacky“ 24
Conny & Peter - „Teenager Melodie“ 26
Lale Anderson - „Ein Schiff wird kommen“ 29
Connie Francis - „Schöner fremder Mann“ 31
Monika Grimm und Rene Kollo - „Davon träumen alle jungen Leute“ 33
Teddy Parker - „Nachtexpress nach St Trapez“ 36
Manuela - „Schuld war nur der Bossa Nova“ 39
Bambis - „Melancholie“ 43
Drafi Deutscher and his Magics - „Marmor, Stein und Eisen bricht“ 45
Caterina Valente - „Kismet“ 48
The Lords - „Que Sera“ 51
Freddy Quinn - „Wir“ 54
Bernd Spier - „Flowertime in San Francisco“ 57
Alexandra - „Mein Freund der Baum“ 60
Ihre Kinder - „Der Clown“ 62
Karel Gott - „Rot und Schwarz“ 64
Marianne Mendt - „Wie a Glock’n ...“ 66
Chris Roberts - „Die Maschen der Mädchen“ 69
Michael Holm - „Smog in Frankfurt“ 71
Cindy & Bert - „Der Hund von Baskerville“ 73
Floh de Cologne - „Die Luft gehört denen, die sie atmen“ 76
Manfred Krug - „Das war nur ein Moment“ 79
Amon Düül II - „Deutsch Nepal“ 81
Ton Steine Scherben - „Keine Macht für Niemand“ 85
Juliane Werding - „Am Tag als Conny Kramer starb“ 89
Udo Lindenberg & Das Panikorchester - „Alles klar auf der Andrea Doria“ 91
Tina York - „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten“ 95
Frank Zander - „Der Ur-Ur-Enkel von Frankenstein“ 97
Kraftwerk - „Autobahn“ 99
Udo Jürgens - „Ehrenwertes Haus“ 102
Lord Ulli - „Satans Hochzeit“ 105
Kiev Stingl - „Der Sommer ist längst vorbei“ 107
Bernd Clüver - „Mike und sein Freund“ 109
Heino - „Komm in meinen Wigwam (Regenbogen-Johnny)“ 113
Gerd Böttcher - „Tanz noch einmal Rock’n’Roll mit mir“ 116
Strassenjungs - „Ich brauch meinen Suff“ 120
Benny - „Bin wieder frei“ 123
Vader Abraham - „Das Lied der Schlümpfe“ 126
Nina Hagen Band - „Unbeschreiblich weiblich“ 129
Karat - „Über sieben Brücken musst Du gehen“ 131
Ozan Ata Canani - „Deutsche Freunde“ 134
Dschinghis Khan - „Dschinghis Khan“ 137
Male - „Risikofaktor 1:X“ 139
Mittagspause - „Herrenreiter“ 142
Hans-A-Plast - „Rock’n’Roll Freitag“ 145
Peter Alexander - „Schwarzes Gold“ 149
Ideal - „Blaue Augen“ 151
Grauzone - „Eisbär“ 154
Fehlfarben - „Gottseidank nicht in England“ 157
Abwärts - „Computerstaat“ 161
Extrabreit - „Hurra, hurra, die Schule brennt“ 164
padeluun - „Keine Platte“ 167
Deutsch Amerikanische Freundschaft - „Der Mussolini“ 169
Die Doraus und die Marinas - „Fred vom Jupiter“ 173
Palais Schaumburg - „Wir bauen eine neue Stadt“ 176
Dieter Thomas Heck - „Phantom 4“ 179
Die Tödliche Doris - „7 tödliche Unfälle im Haushalt“ 183
Nicole - „Ein bißchen Frieden“ 187
Trio - „Da Da Da ich lieb dich nicht du liebst mich nicht aha aha aha“ 190
Hubert Kah mit Kapelle - „Rosemarie“ 194
Markus - „Ich will Spaß“ 197
Spliff - „DejaVu“ 200
Peter Schilling - „Major Tom (Völlig losgelöst)“ 203
Nena - „99 Luftballons“ 206
Gänsehaut - „Karl der Käfer“ 210
Ixi - „Der Knutschfleck“ 213
Die Ärzte - „Grace Kelly“ 217
Nino de Angelo - „Jenseits von Eden“ 220
Falco - „Junge Römer“ 222
Klaus Lage Band - „1000 und 1 Nacht (Zoom!)“ 225
Family *5 - „Stein des Anstoßes“ 228
Austria für Afrika - „Warum?“ 231
Herbert Grönemeyer - „Kinder an die Macht“ 235
Modern Talking - „Cheri Cheri Lady“ 238
Foyer des Arts - „Schimmliges Brot“ 240
H&N - „Flic-Flac in die Nacht“ 244
Die Toten Hosen - „Verschwende Deine Zeit“ 246
Laibach - „Leben heißt Leben“ 250
Stunde X - „Hoffnungsloser Fall“ 253
Huah! - „Was soll ich mit der Welt?“ 256
Das Ich - „Gottes Tod“ 259
Hape Kerkeling - „Das ganze Leben ist ein Quiz“ 262
Advanced Chemistry - „Fremd im eigenen Land“ 266
Generische Rechtsrockband - „Männertränen“ 271
Blumfeld - „Verstärker“ 274
Die Goldenen Zitronen - „Das bißchen Totschlag“ 278
Tocotronic - „Drüben auf dem Hügel“ 282
Blümchen - „Herz an Herz“ 286
Stereo Total - „Dactylo Rock“ 289
Rammstein - „Heirate mich“ 292
Die Sterne - „Was hat dich bloß so ruiniert“ 293
Bad Religion - „Punk Rock Song (German Language Version)“ 295
Kastelruther Spatzen - „An einem Morgen im April“ 298
Helge Schneider - „Fitze Fitze Fatze“ 301
Tic Tac Toe - „Warum?“ 305
Reinhard Mey - „Der Biker“ 308
Echt - „Du trägst keine Liebe in dir“ 313
Epilog: Was wird sein in 20 Jahren? 316
Zitatnachweise 318
Danksagung und Leseempfehlungen 322