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Staatshilfe für Eltern Brauchen wir das Betreuungsgeld?
Staatshilfe für Eltern
Brauchen wir das Betreuungsgeld?




Klaus Hurrelmann, Tanjev Schultz (Hrsg.)

Juventa Verlag
EAN: 9783779927525 (ISBN: 3-7799-2752-7)
268 Seiten, paperback, 13 x 21cm, März, 2013

EUR 19,95
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Deutschland ist ein Wohlfahrtsstaat, bei dem traditionell die Familie im Zentrum steht. Viele staatliche Leistungen, wie Kindergeld und Elterngeld, fließen den Familien direkt zu. Dennoch ist der Anteil von Familien, die in relativer Armut leben, im internationalen Vergleich hoch, und der Bildungserfolg von Kindern hängt eng mit der sozialen Lage der Eltern zusammen. Dieses Buch greift die Debatte über ein Betreuungsgeld auf und fragt grundsätzlich: Welche Staatshilfen brauchen Eltern und Kinder wirklich? Wohin soll das Geld fließen?
Rezension
Die neue Reihe der "Pädagogischen Streitschriften" aus dem zur Beltz-Gruppe gehörenden Juventa-Verlag bringt Bewegung und frischen Wind in pädagogische und bildungspolitische Debatten. Das gilt auch für den hier anzuzeigenden Band, der sich kritisch im Pro und Contra mit dem umstrittenen staatlichen Betreuungsgeld (polemisch wird auch von „Herdprämie" gesprochen) auseinandersetzt: Warum wir das Betreuungsgeld (nicht) brauchen - so lauten die zentralen Kapitel. Dieses Buch greift die Debatte über das Betreuungsgeld auf und fragt grundsätzlich: Welche Staatshilfen brauchen Eltern und Kinder wirklich? Wohin soll das Geld fließen? Es wird aber im Schlußkapitel auch darauf eingegangen, wie es übehaupt zur Einführung des Betreuungsgeldes gekommen ist.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Deutschland ist ein Wohlfahrtsstaat, bei dem traditionell die Familie im Zentrum steht. Viele staatliche Leistungen, wie Kindergeld und Elterngeld, fließen den Familien direkt zu. Dazu kommen noch steuerliche Entlastungen. Dennoch ist der Anteil von Familien, die in relativer Armut leben, im internationalen Vergleich hoch, und der Bildungserfolg von Kindern hängt eng mit der sozialen Lage der Eltern zusammen. Beruf und Familie lassen sich hierzulande nur schwer verbinden.
Dieses Buch greift die Debatte über ein Betreuungsgeld auf und fragt grundsätzlich: Welche Staatshilfen brauchen Eltern und Kinder wirklich? Wohin soll das Geld fließen: in Kitas und Schulen oder direkt zu den Familien? Namhafte Wissenschaftler, Pädagogen, Politiker und Publizisten streiten mit starken Argumenten für und gegen das Betreuungsgeld.

Klaus Hurrelmann, Jg. 1944, Dr. rer. soc. pol., ist Professor of Public Health and Education an der Hertie School of Governance in Berlin. Er war zuvor Professor für Sozialwissenschaften und
Gründungsdekan der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld.
Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Sozialisations- und Gesundheitsforschung sowie der Kindheits- und Jugendforschung.

Dr. Tanjev Schultz ist Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung.
Inhaltsverzeichnis
Klaus Hurrelmann und Tanjev Schultz
Staatshilfe für Eltern - warum diese Streitschrift? 13

Staatshilfe für Eltern:
Welche Unterstützung brauchen Mütter und Väter?


Felix Berth und Thomas Rauschenbach
Welche Unterstützung Eltern erhalten - und welche sie benötigen 28

Hans Bertram
Zeit - Geld - Infrastruktur. Was braucht eine nachhaltige Familienpolitik? 46

Birgit Pfau-Effinger und Steven Saxonberg
Bezahlte Familienzeiten: Ihre Wirkungen im europäischen Vergleich 60

Warum wir das Betreuungsgeld brauchen

Birgit Kelle
Keine Familienpolitik an den Interessen der Mütter vorbei! 72

Dorothee Bär
Kulturkampf über die Familienpolitik? Die freie Wahl zählt 86

Rainer Böhm
Das Kleinstkind gehört zu seinen Eltern - die Sicht des Sozialmediziners 96

Bettina M. Wiesmann
Das Betreuungsgeld - ein vernünftiger Schritt zu mehr Familienfreiheit 108

Albert Wunsch
Gegen das unwürdige Gezeter zum Betreuungsgeld 124

Warum wir das Betreuungsgeld nicht brauchen

Rita Süssmuth
Familienförderung ist mehr als Geldpolitik. Was wir aus der Geschichte lernen können 138

Rosemarie Nave-Herz
Mütter waren schon immer erwerbstätig. Soziologische, historische und modernisierungstheoretische Argumente gegen das Betreuungsgeld 148

Christoph Buttenvegge
Vorwärts in die Vergangenheit? Refamiliarisierung und Reprivatisierung der Kinderbetreuung 158

Yilmaz Gümüf
Das Betreuungsgeld und die Erziehungsideale des Islam 177

Adolf Timm
Lieber Elterntraining statt Betreuungsgeld 186

Wie und warum kam es eigentlich zum Betreuungsgeld?

Jan Heidtmann
Die Genese des Betreuungsgeldes. Eine machtpolitische Chronik 196

Robin Alexander
Entstehung und Verwendung des Begriffes „Herdprämie" 206

Johanna Klatt und Franz Walter
Unvollendeter Feminismus und konservative Leerstellen. Politische und kulturelle Auswirkungen der Debatte zum Betreuungsgeld 218

Desiree Waterstradt
Machtbalancen der Elternschaft. Die Geschichte eines Drahtseilaktes 237

Zum Schluss

Jesper Juul
Wem gehören unsere Kinder? Dem Staat, den Eltern oder sich selbst? 250


Die Autorinnen und Autoren 267