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Rom Geschichte einer Weltmacht
Rom
Geschichte einer Weltmacht




Rene Pfeilschifter

Verlag C. H. Beck oHG
EAN: 9783406843273 (ISBN: 3-406-84327-1)
928 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 16 x 25cm, August, 2026, mit 10 Abbildungen und 28 Karten

EUR 48,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Aufstieg und Fall des Römischen Reiches haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren. Wie nur gelang es einem kleinen Dorf auf sieben Hügeln, zum unangefochtenen Herrscher über den gesamten Mittelmeerraum, West- und Südosteuropa zu werden? Und welche Gründe trugen zu seiner Auflösung in der Spätantike bei? In diesem Buch erzählt Rene Pfeilschifter 1.400 Jahre römische Geschichte kurzweilig und unterhaltsam, wie man es noch nie zuvor gelesen hat.

Von der legendenumrankten Stadtgründung 753 v. Chr. und dem Sturz der Königsherrschaft führt diese monumentale Darstellung der römischen Geschichte über den blutigen Aufstieg der Republik samt ihren Kriegen gegen Hannibal & Co., über Julius Caesar, den ersten Kaiser Augustus und die Aufspaltung in Ost- und Westreich bis zum Aufstieg des Islam. Doch nicht nur die politischen Ereignisse und Strukturen werden hier anschaulich vor Augen geführt und analysiert. Das Buch bereichert seine Leserschaft gerade auch durch die Kapitel zu Kultur und Gesellschaft, zu Umwelt und Klima, zu Frauen und Familie, zu Sklaven und unterworfenen Völkern. So zeichnet es das Panorama einer untergegangenen Welt, die uns nur auf den ersten Blick ganz nahe zu sein scheint.

Rene Pfeilschifter ist seit 2012 Ordinarius für Alte Geschichte an Universität Würzburg und ausgewiesener Experte zur römischen Geschichte.
Rezension
Dieses voluminöse Werk bietet auf gut lesbare Weise 1400 Jahre Römische Geschichte: Von der legendarischen Stadtgründung 753 v. Chr. und dem Sturz der Königsherrschaft führt diese monumentale Darstellung der römischen Geschichte über den blutigen Aufstieg der Republik samt ihren Kriegen gegen Hannibal & Co., über Julius Caesar, den ersten Kaiser Augustus und die Aufspaltung in Ost- und Westreich bis zum Aufstieg des Islam. Keine andere politische Formation der Weltgeschichte hat so viele Verwandlungen durchgemacht und gleichzeitig eine solche Dauer erreicht. Die res publica der Römer begann irgendwann im späteren fünften oder früheren vierten Jahrhundert v. Chr. und bestand in lückenloser Kontinuität bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer 1204. Im 5.-3. Jhdt. v. Chr. entstand die politische Ordnung des republikanischen Rom und das italische Bundesgenossensystem, das Rom die Verfügungsgewalt über die Halbinsel sicherte. Beides bildete die Grundlage für den Aufstieg Roms zur Weltmacht, zunächst mit der römischen Republik, dann mit dem römischen Kaiserreich. Die Antike Griechenlands und Roms haben unsere Kultur ganz maßgeblich geprägt hinsichtlich Politik, Kultur und Religion: von der Demokratie über das Rechtssystem und die Sprache bis hin zur Philosophie und christlichen Kultur. Von den Römern haben wir insbesondere die Sprache, das Recht und das Staatswesen übernommen; die kulturellen Auswirkungen des Römischen Weltreichs prägen uns Europäer bis heute. Die Größe des römischen Staatswesens bestand vor allem im Staatsaufbau (vgl. Cicero, De re publica), der sich wesentlich durch Gesetze konstituierte; das römische Rechtssystem ist bis in unsere Zeit tragend. Insofern ist die Kenntnis der Geschichte der Weltmacht Rom bis heute von grundlegender Bedeutung für uns Europäer.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagwörter:
Altes Rom, Antike, Augustus, Byzantinisches Reich, Islamische Expansion, Julius Caesar, Kaiserzeit, Mittelmeerraum, Ostrom, Punische Kriege, römische Geschichte, Römische Gesellschaft, Römische Republik, Römisches Reich, Romulus, Sklaverei, Spätantike, Untergang Roms, Völkerwanderung, Westrom
Inhaltsverzeichnis
Einleitung: Staat und Partizipation 11

I. Im Nebel 17

Die Mittelmeerwelt und Italien 20
Siedlungen am Tiber 32
Königszeit? 41

II. Die Ordnung des Gemeinwesens: die frühe Republik 47

Patrizier und Plebejer 48
Die Zwölf Tafeln 51
Der pater familias 57
Die Tribunen und die plebejische Selbstermächtigung 62
Die Volksversammlungen 67
Latium, Kriege und Konsuln 71

III. Wendung nach außen: die Eroberung Italiens (viertes und drittes Jahrhundert v. Chr.) 87

Die unruhige Nobilität 88
Bürger, Bauern und Soldaten 96
Samniten 100
Die Organisation der Herrschaft: Italien 106
Im tiefen Süden: die Begegnung mit Pyrrhos 118

IV. Jenseits von Italien: vom Ersten zum Zweiten Punischen Krieg (264–218 v. Chr.) 127

Der Kriegsausbruch 128
Zur See und zu Lande 138
Der vergiftete Frieden 152
Von Griechen lernen und Griechen beherrschen 157
Der starke Staat: die römische Armee 162
Gaius Flaminius und die alte Republik 176
Der Konflikt um Sagunt 181

V. Der Hannibalkrieg (218–201 v. Chr.) 189

In die Katastrophe 190
Die Entdeckung des Gemeinwohls 199
Am Metaurus 211
Scipio und der Senat 218

VI. Die Eroberung der Welt (200–134 v. Chr.) 225

Imperium sine fine 228
Die Organisation der Herrschaft: der Mittelmeerraum 236
Griechische Kultur 246
Italien, außerhalb Roms 250
Profite, das Volk und die politische Kultur 257
Die Ansprüche des Einzelnen und die Verengung des senatorischen Regiments 274

VII. Das Zeitalter der Experimente (133–78 v. Chr.) 285

Neue Horizonte: Tiberius Gracchus 292
Die Reform als Programm: Gaius Gracchus 306
Die Diktatur des Volkes: Marius, Saturninus und Glaucia 320
Der Ruin Asiens 345
Der Bundesgenossenkrieg 354
Märsche auf Rom 372
Im Bürgerkrieg 379
Der erste Diktator: Sulla 385

VIII. Sklaverei 399

Von der Selbstverständlichkeit, einen Menschen zu besitzen 401
Lebenssituationen 405
Sklavenhaltergesellschaft? 408
Freigelassene 412
Widerstand 416

IX. Der Verfall des Staates und das Ende der Republik (78–42 v. Chr.) 423

Diagnosen 428
Das Reich, die Republik und die Soldaten 434
Gruppen und keine Bewegung, Ehre und kein Anstand: Politik in den Fünfzigern 445
Geld 456
Der zweite Diktator, Befreiung und letzte Hoffnung 467

X. Eine besondere Frau und das Schicksal der vielen 483

Frauen in der Öffentlichkeit 486
Töchter, Väter und Vormünder 490
Heiratsalter 494
Hochzeit und Ideale 498
Realitäten 501
Scheidung 505
Unterhalb der Eliten 509
Bis der Tod uns scheidet 511

XI. Augustus (31 v. Chr. bis 14 n. Chr.) 515

Was von der Republik blieb 517
Die neue Armee 525
Der neue Staat 537

XII. Leben in der Sonne: das Kaiserreich (erstes und zweites Jahrhundert n. Chr.) 551

Tacitus und der Widerstand gegen den Prinzipat 552
Das Akzeptanzsystem 560
Eroberungen, der Ausbau des Staates und wer das alles bezahlte 570
Herrschaft und Gesellschaften in den Provinzen 581
Die Juden und der Widerstand gegen Rom 597

XIII. Die Welt, in der man existierte 609

Umwelt und Klima 610
Überleben 621
Die nächste Generation 627

XIV. Von den Severern zu Diokletian: die Reichskrise des dritten Jahrhunderts 639

Germanen und Perser 641
Der Untergang des städtischen Akzeptanzsystems 646
Christen 652
Resilienz und Behauptung 662
Diokletian und die Machbarkeit von allem 669

XV. Der Triumph des Christentums (viertes Jahrhundert n. Chr.) 683

Die Wende Konstantins 686
Der Fehler 695
Julian 706
Religion und Staat im christlichen Reich 713

XVI. Der Fall des Westens (viertes und fünftes Jahrhundert n. Chr.) 723

Bürgerkriege, Kriege und monarchische Solidarität im vierten Jahrhundert 726
Antiocheia und der spätantike Staat 732
Die Rückkehr des städtischen Akzeptanzsystems 744
Agonie und Untergang 756

XVII. Das Reich im Osten (fünftes bis siebtes Jahrhundert n. Chr.) 771

Krise in Konstantinopel? 772
Was vom Westen übrigblieb 777
Neue Ketzereien 788
Justinian 801
Ans Ende der Antike 818
Die arabische Revolution 833

Epilog 841

Anhang
Danksagung 847
Anmerkungen 848
Zeittafel 858
Liste der Kaiser 863
Hinweise zu Quellen und Forschung 865
Bildnachweis 914
Sachregister 915
Personen- und Ortsregister 918