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München 38 Die Welt am Scheideweg
München 38
Die Welt am Scheideweg




Christian Goeschel, Daniel Hedinger

Verlag C. H. Beck oHG
EAN: 9783406830457 (ISBN: 3-406-83045-5)
331 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 14 x 22cm, Februar, 2026, mit 21 Abbildungen und 3 Karten

EUR 28,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
München 38 steht für Appeasement gegenüber Aggressoren. Denn auf der Münchner Konferenz gaben Chamberlain und Daladier den Drohungen Hitlers nach und ließen die Tschechoslowakei im Stich. Knapp ein Jahr später begann dennoch der Zweite Weltkrieg. Daniel Hedinger und Christian Goeschel erzählen die Geschichte der dramatischen drei Tage im September 1938, an denen die Welt den Atem anhielt, und betten sie ein in die globale Geschichte der Vorkriegszeit. Dabei wird deutlich, wieviel uns die Ereignisse von München auch heute noch zu sagen haben.

In den letzten Septembertagen des Jahres 1938 lag Krieg in der Luft. Die Konferenz in München, der Hauptstadt der NS-Bewegung, war ein letzter, verzweifelter Versuch Frankreichs und Großbritanniens, den Frieden in Europa und damit der Welt zu retten. München ist seitdem ein globaler Erinnerungsort. Doch wurde er bislang zu sehr aus einer rein europäischen Perspektive betrachtet. Dies übersieht die globalen Hintergründe und Auswirkungen der Konferenz. Der Aufstieg des Faschismus hatte vorher bereits die bestehende Weltordung in Frage gestellt. Erst vor diesem Hintergrund konnte Hitler seine Expansion vorantreiben. Die Welt schaute zudem sehr genau auf die Ereignisse von München und zog ihre Lehren daraus. Und so schwächte das Zurückweichen vor Hitler die demokratischen Abwehrkräfte im Inneren und ermunterte die aggressiven Mächte zu weiterer Expansion - in Europa ebenso wie im Rest der Welt. Auch deshalb ist München 38 ein Menetekel für unserer Zeit.

Christian Goeschel ist Professor of Modern European History an der University of Manchester.

Daniel Hedinger ist Privatdozent und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Global Hub der Universität Leipzig, wo er das Centre for Transimperial History leitet.
Rezension
Wieso knickten Großbritannien und Frankreich vor Hitler ein? Warum diese Appeasement-Politik und welche Folgen hatte sie? Wie ging der deutsche Diktator vor? Und welche Lehren lassen sich aus München 1938 ziehen? Das sind durchaus und jenseits der damaligen Ereignisse interessante und aktuelle Fragestellungen auch für die Gegenwart: Wie ist mit Aggressoren, Autokraten, Imperialisten und Diktatoren umzugehen? Ist Appeasement ein hilfreicher Ansatz? Was läßt sich lernen aus dieser wichtigen Phase der Vorkriegszeit zum Zweiten Weltkrieg? München 38 steht für Appeasement gegenüber Aggressoren. Denn auf der dreittgigen Münchner Konferenz im September 1938 gaben Chamberlain und Daladier den Drohungen Hitlers nach und ließen die Tschechoslowakei im Stich. Knapp ein Jahr später begann dennoch der Zweite Weltkrieg. Die Überzeugung der Autoren lautet: Das Zurückweichen vor Hitler schwächte die demokratischen Abwehrkräfte im Inneren und ermunterte die aggressiven Mächte zu weiterer Expansion - in Europa ebenso wie im Rest der Welt. Auch deshalb ist München 38 ein Menetekel für unsere Zeit.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Pressestimmen:

„Eine detaillierte Rekonstruktion und eine Analyse in globaler Perspektive, so spannend wie lehrreich.“
Deutschlandfunk Kultur Lesart, Hans von Trotha

„Es gibt zwei gute Gründe, dieses Buch zu lesen. Erstens liefert es Basiswissen ... Zweitens weitet dieses Buch aber auch den Blick.“
NZZ Geschichte, Claudia Mäder

„Eine überaus präzise und detailreiche und seitenweise wie ein spannender Krimi zu lesende Analyse“
Süddeutsche Zeitung, Clemens Klünemann

„… gerade in diesen Zeiten lesenswert.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Daniel Siemens

„Überaus detail- wie materialreiche Studie“
Das Parlament, Martin Ferber

„Mit ihrem Buch leisten die Historiker ... einen indirekten, aber lesenswerten Beitrag zur Kontroverse im Umgang mit Selbstherrschern.“
Allgemeine Zeitung, Ralph Erbar

„Die Historiker Christian Goeschel und Daniel Hedinger haben die Ereignisse von München 1938 untersucht, gerade auch in ihrer globalen Perspektive. Wieso knickten Großbritannien und Frankreich vor Hitler ein? Wie ging der deutsche Diktator vor? Und welche Lehren lassen sich aus München 1938 ziehen? Diese Fragen beantworten Christian Goeschel und Daniel Hedinger, Autoren des Buches ‚München 38‘ im Gespräch.“
t-online, Marc von Lüpke

Schlagwörter:

1938, Appeasement, Demokratiekrise, Erinnerungskultur, europäische Geschichte, Expansionismus, Faschismus, Frieden, Hitler, internationale Beziehungen, Italienischer Imperialismus, Japanische Expansion, Krieg, Münchner Abkommen, Nationalsozialismus, NS-Bewegung, Politik, Spanischer, Bürgerkrieg, Sudetenkrise, Vorkriegszeit, Weltordnung, Zweiter Weltkrieg
Inhaltsverzeichnis
Prolog. Appeasement, München, 1938 7

I. Mittwoch, 28. September 1938. Am Rande des Krieges

Die Stunde Null 11
Der Sommer, die Krisen und das Ende einer Ära 39
Ausweg in letzter Sekunde 78

II. Donnerstag 29. September 1938. Das faschistische Spektakel

Reise in die Höhle des Löwen 95
Der lange Weg in den Abgrund 118
Mitternächtliche Einigung 135

III. Freitag 30. September 1938. Ein böses Erwachen

«Frieden für unsere Zeit»? 151
Das letzte oder das erste Opfer? 177
Appeasement am Ende 211

Epilog. München und kein Ende 243

Danksagung und Notiz zur Sprache 255

Anmerkungen 259
Bibliographie 297
Abbildungsnachweis 317
Personenverzeichnis 319
Karten 325