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Harry Rowohlt Ein freies Leben
Harry Rowohlt
Ein freies Leben




Alexander Solloch

Kein & Aber
EAN: 9783036950570 (ISBN: 3-03-695057-5)
320 Seiten, 13 x 21cm, März, 2025

EUR 26,00
alle Angaben ohne Gewähr

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Rezension
Harry Rowohlt, kurz vor Kriegsende im März 1945 geboren und mit 70 Jahren im Juni 2015 verstorben, gehörte sicher zu den schillerndsten Persönlichkeiten der Bundesrepublik seit den 60er Jahren: Mit unzähligen Talenten gesegnet verstand er es, Texte kongenial zu übersetzen, Literatur mit seiner unverwechselbaren Stimme zum Klingen zu bringen und Menschen zu unterhalten - nicht zuletzt durch seine unnachahmlichen Auftritte in der Serie "Lindenstraße". Nun liegt im Verlag Kein&Aber eine Biographie aus der Feder von Alexander Solloch vor, die dieses Leben - laut Untertitel "Ein freies Leben" - auf 320 Seiten noch einmal aufscheinen lässt. Es gelingt Solloch hervorragend, Rowohlts Lebensstationen miteinander zu verknüpfen und dabei die bisweilen konfuse, aber immer liebenswerte Persönlichkeit Rowohlts klar herauszuarbeiten. Ein weiteres Verdienst dieser Biographie ist es, die intellektuelle Weite Rowohlts umfassend darzustellen und seine Rolle in der bundesdeutschen Gesellschaft zu deuten.
Die Aufmachung dieser lesenswerten Biographie verdient besondere Nennung: In der Mitte des Buches finden sich zahlreiche Fotos aus Rowohlts Leben und am Ende steht ein vollständiges Werkverzeichnis, das für weitere Recherchen gute Dienste leisten wird.
Wie lässt sich das Buch in der Schule einsetzen? Im Rahmen der Fach- oder Seminararbeit der gymnasialen Oberstufe könnten Themen mit Bezug zur Lebensspanne Rowohlts vergeben werden - in dieser Biographie fänden Schülerinnen und Schüler eine gut recherchierte und auch für ungeübte Augen lesbare Biographie, die Hintergründe erläutert und spannende Details offenbart.
Eine lesenswerte Lebensdarstellung eines außerordentlich interessanten Menschen unserer Zeit!
J. Groß, www.lbib.de
Verlagsinfo
»Er wird werden, was er ist«, stand in seinem Abschlusszeugnis. Und es stimmte! Harry Rowohlt wurde all das, was er schon immer war und sein wollte: ein irre komischer Sprachartist und ein virtuoser Meister der Abschweifung, ein genialer Übersetzer von Unübersetzbarem und Vorleser mit den tausend Stimmen, zudem als Krönung »Penner Harry« in der Lindenstraße. Kurz vor seinem Tod sagte er: »Ich hatte ein glückliches Leben!« Tatsächlich aber verlief dieses Leben ganz anders als vorgesehen, weil er nicht werden wollte, was er werden sollte – Nachfolger des Vaters als Verleger –, versuchte er jahrelang verzweifelt, dem Rowohlt-Verlag zu entkommen.

Wie Harry Rowohlt es schaffte, zu einer Art Seelenverbindung mit Pu dem Bären zu finden – »Wir sind beide dumm, kommen aber sehr gut zurecht« –, davon erzählt diese Biografie. Sie beruht auf unzähligen Gesprächen mit seiner Ehefrau und vielen Weggefährtinnen und Weggefährten sowie auf einer gründlichen Auswertung seines gewaltigen Nachlasses und fördert manche Überraschung zutage: Denn Harry Rowohlt hat zwar gern und viel von sich erzählt – aber nicht unbedingt zuverlässig. Das wird hier nachgeholt.
Inhaltsverzeichnis
Prolog

1. Schwer erziehbare Eltern
2. Der Briefsteller
3. Liebe und Freundschaft
4. Straflager und Klapsmühle
5. Der Unübersetzer
6. Auf der Bühne

Epilog
Anmerkungen
Werkverzeichnis
Personenverzeichnis