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Die Schwestern
Roman
Jonas Hassen Khemiri
Rowohlt
EAN: 9783498004972 (ISBN: 3-498-00497-2)
736 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 15 x 22cm, 2025
EUR 26,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
«Ich bin Jonas so oft schon an unglaublichsten Orten zufällig begegnet. Saß mit ihm Rücken an Rücken in der New York Public Library. Lief ihm in einem Techno-Club in Berlin auf der Tanzfläche in die Arme. Verfolgte ihn unbemerkt eine halbe Stunde lang in Stockholm, warf mit ihm einen Stein in einen Vulkan auf Island. Und jedes Mal sagte ich zu ihm: «Jonas, Mann, du bist der Größte!› Und genau das beweist er auch mit den Schwestern.
Bis auf bald, lieber Jonas, du bist der Größte!»
Sasa Stanisic
Für Jonas ändert sich alles, als Ina, Evelyn und Anastasia in seine Nachbarschaft ziehen. Die drei Schwestern faszinieren ihn, nichts will er mehr, als in ihrer Nähe zu sein. Über dreißig Jahre kreuzen sich ihre Leben immer wieder, vor allem aber verbindet sie ein Fluch: dass man alles, was man liebt, verlieren wird. Ein mitreißender, weltenumspannender Roman über den Lauf der Zeit, über das, was vergeht, und das, was bleibt, wenn man aneinander festhält.
Rezension
Jonas Hassen Khemiri versteht es meisterhaft, gesellschaftliche Fragen mit literarischer Finesse zu verweben. In seinem Roman "Die Schwestern" inszeniert er ein intensives Kammerspiel über Familie, Erinnerung und die Macht der Geschichten, die wir uns selbst erzählen. Zwei Schwestern begegnen sich nach Jahren der Funkstille wieder. Was zunächst wie ein versöhnliches Wiedersehen wirkt, entwickelt sich rasch zu einem schonungslosen Dialog über Kindheit, Verantwortung und alte Wunden, die nie ganz verheilt sind.
Khemiris Sprache ist präzise und rhythmisch, oft mit einer dramaturgischen Dichte, die ein wenig an Theater erinnert. Diese stilistische Nähe zur Bühne verleiht dem Text eine besondere Lebendigkeit, kann aber mitunter fordernd sein, da er kaum Raum zum Atemholen lässt. Leserinnen und Leser, die einen konventionellen Familienroman erwarten, könnten irritiert sein. Besonders stark ist der Roman in seinen leisen Momenten: Im Schweigen zwischen den Zeilen, in den kaum merklichen Verschiebungen der Gespräche. "Die Schwestern" ist kein leicht zugängliches Buch, sondern eine präzise, tiefgründige Erkundung familiärer Verstrickungen - und gerade deshalb unbedingt lesenswert.
Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
In seinem weltenumspannenden, lebensprallen Roman erzählt Jonas Hassen Khemiri über drei Schwestern und einen Mann, Jonas, dessen Leben mit ihnen eng verflochten ist – über Herkunft, Zugehörigkeit, Erinnerung und über den Fluch der Zeit.
Für Jonas ändert sich alles, als Ina, Evelyn und Anastasia in seine Nachbarschaft ziehen. Ihre Mutter kommt aus Tunesien, wer ihr Vater ist, weiß niemand. Die ernsthafte Ina, die verträumte Evelyn und die chaotische Anastasia faszinieren den Erzähler, nichts will er mehr, als in ihrer Nähe zu sein. Ihm wird klar, dass die Schwestern mit seiner Familie und der Vergangenheit seines Vaters eng verflochten sind. Über dreißig Jahre kreuzen sich ihre Leben immer wieder, in Tunesien, Schweden, den USA, sie erleben Liebesgeschichten und Lebenskrisen. Vor allem aber verbindet sie ein Fluch: dass man alles, was man liebt, verlieren wird.
«Ich bin Jonas so oft schon an unglaublichsten Orten zufällig begegnet. Saß mit ihm Rücken an Rücken in der New York Public Library. Lief ihm in einem Techno-Club in Berlin auf der Tanzfläche in die Arme. Verfolgte ihn unbemerkt eine halbe Stunde lang in Stockholm, warf mit ihm einen Stein in einen Vulkan auf Island. Und jedes Mal sagte ich zu ihm: ‹Jonas, Mann, du bist der Größte!› Und genau das beweist er auch mit den ‹Schwestern›. Bis auf bald, lieber Jonas, du bist der Größte!» Saša Stanišić |
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