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Die Möglichkeit einer Ordnung
Roman
Denis Pfabe
Rowohlt
EAN: 9783737102315 (ISBN: 3-7371-0231-7)
336 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 13 x 21cm, 2026
EUR 25,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Ein Baumarkt, eine Welt im Wandel - und ein Mann, der plötzlich alles hinterfragt.
Denis Pfabes packend erzählter Roman über Arbeit, Ehrgeiz und die Sehnsucht nach Sinn im Zeitalter der Daueroptimierung.
«Kurz darauf kam er dann, dieser unentrinnbare Tag, an dem halb Deutschland scheinbar ferngesteuert morgens aus dem Fenster sah und erkannte: Man hatte ja einen Garten, eine Terrasse, den Balkon und die anderen halb fertigen Projekte, die man im Winter hatte brachliegen lassen - heute wäre doch der richtige Tag, um kurz mal in den Baumarkt zu fahren.»
«Denis Pfabe kann Atmosphäre erzeugen.
Seine Sprache hat Wucht.»
SWR2 LESENSWERT
«Jedes Mal, wenn ich einen Baumarkt betrete, werde ich an Levin Watermeyer denken, an sein Sortiment aus lockeren Schrauben und zerkratzten Herzen.
Dieser Roman ist Premium-Ware.»
THOMAS PLETZINGER
Rezension
Denis Pfabes Roman "Die Möglichkeit einer Ordnung" verwandelt den Baumarkt in einen präzisen Mikrokosmos der Gegenwart: Routine, Kundenstress, kleine Machtspiele. Und das diffuse Gefühl, dass alles schneller und enger wird. Levin Watermeyer glaubt, jede Schraube und jede Hierarchie zu kennen, bis die geplante Expansion und die rätselhafte neue Kollegin Pina Sommerfeldt das Gefüge verschieben. Während die Chefs Ruiz und Seehafer den Druck erhöhen, sorgt ein mögliches Gelbbauchunken‑Biotop auf dem Gelände für zusätzlichen Stillstand im Fortschrittsrausch. Pfabe erzählt zugleich komisch und melancholisch, mit sicherem Blick für die Tristesse hinter Neonlicht und Namensschildern. „Denis Pfabe kann Atmosphäre erzeugen. Seine Sprache hat Wucht“ – viele Szenen wirken gerade deshalb, weil sie präzise bleiben, nicht laut. Kritisch bleibt, dass der Roman bewusst ausfranst. Wer eine klare Auflösung oder einen strengen Plot erwartet, könnte sich verlieren. Doch genau dieses Offene macht seinen Nachhall aus: eine kluge, unterhaltsame Bestandsaufnahme darüber, wie brüchig Ordnung wird, sobald sie nur noch als Möglichkeit existiert.
Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
"Denis Pfabe kann Atmosphäre erzeugen. Seine Sprache hat Wucht." SWR2 Lesenswert
Levin Watermeyer kennt jede Schraube, jeden Kollegen, jede Intrige. Sein Leben im Baumarkt läuft in geordneten Bahnen – bis die Expansion kommt. Neue Strukturen, neue Gesichter, und mittendrin Pina Sommerfeldt, klug, ehrgeizig, unberechenbar. Während die Chefs Ruis und Seehafer unter Leistungsdruck stehen und Umweltaktivisten auf dem Baumarktgelände ein Biotop der Gelbbauchunke entdecken, beginnt das System zu bröckeln – und Levin fragt sich zum ersten Mal, was von ihm bleibt, wenn alles wächst, nur er selbst nicht.
Denis Pfabe erzählt mitten aus der Gegenwart: ein deutscher Mikrokosmos aus Kollegen und Kunden, von der Flaute im Winter bis zum Trubel in der Saison. Menschen im Zeitalter der totalen Kommerzialisierung, der Konsum- und Smartmentalität – ein Bild unserer Gesellschaft, packend, literarisch originell, zuweilen böse und sehr unterhaltsam.
Denis Pfabe, geboren 1986 in Bonn, ist gelernter Kaufmann im Einzelhandel und studierte Medienkommunikation und Journalismus. Sein hochgelobter Debütroman «Der Tag endet mit dem Licht» erschien 2018, «Simonelli» folgte 2021. Im Jahr 2024 erhielt er den Deutschlandfunk-Preis bei den 48. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. Denis Pfabe lebt in Bonn und fuhr lange Jahre Gabelstapler in einem Baumarkt. |
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