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Der heutige Tag. Ein Stundenbuch der Liebe
Helga Schubert
Deutscher Taschenbuch Verlag
EAN: 9783423283199 (ISBN: 3-423-28319-X)
272 Seiten, hardcover, 12 x 20cm, März, 2023
EUR 24,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Rezension
Helga Schubert legt mit "Der heutige Tag. Ein Stundenbuch der Liebe" ein beeindruckendes Werk vor, das den Alltag mit ihrem an Demenz erkrankten Ehemann schildert. In kurzen, prägnanten Episoden gibt sie Einblicke in die täglichen Herausforderungen und die tiefe Verbundenheit, die das Paar trotz der Krankheit verbindet.
Die Autorin beschreibt mit klarer Sprache und ohne Sentimentalität die Pflege ihres Mannes, die gemeinsamen Rituale und die Erinnerungen an vergangene Zeiten. Dabei gelingt es ihr, die Balance zwischen nüchterner Schilderung und emotionaler Tiefe zu halten. Besonders hervorzuheben ist ihre Fähigkeit, die kleinen Momente des Glücks und der Nähe im Alltag zu erkennen und wertzuschätzen.
Allerdings fällt auf, dass einige Passagen einen leicht pathetischen Ton anschlagen, der nicht immer zum ansonsten klaren Stil des Buches passt. Dennoch mindert dies nicht die Gesamtwirkung des Werkes, das durch seine Ehrlichkeit und Authentizität besticht.
"Der heutige Tag" ist nicht nur ein Buch über die Pflege eines geliebten Menschen, sondern auch eine Reflexion über das eigene Altern, die Vergänglichkeit und die Kraft der Liebe. Es eignet sich für Leserinnen und Leser, die sich für biografische Literatur interessieren oder selbst mit der Pflege eines Angehörigen konfrontiert sind.
Gerade im schulischen Kontext kann das Buch in Religions-, Ethik- oder Deutschkursen eingesetzt werden, um die Themen Alter, Krankheit und Verantwortung in persönlichen Beziehungen zu diskutieren. Besonders in der Oberstufe bietet es Anknüpfungspunkte für Gespräche über soziale Verantwortung und den Umgang mit Vergänglichkeit.
JG, www.lbib.de
Verlagsinfo
Über fünfzig Jahre lang teilen sie ihr Leben. Doch nun ist der Mann schwer krank. Lange schon wird er palliativ umsorgt; und so wird der Radius des Paares immer eingeschränkter, der Besuch seltener, die Abhängigkeit voneinander größer.
Kraftvoll und poetisch erzählt Helga Schubert davon, wie man in solchen Umständen selbst den Verstand und der andere die Würde behält. |
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