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Der Wissenschaftsbegriff des Deutschen Idealismus Vierzehn Vorlesungen zur Einführung in die Philosophie
Der Wissenschaftsbegriff des Deutschen Idealismus
Vierzehn Vorlesungen zur Einführung in die Philosophie




Peter Bulthaup

Reihe: Vorlesungen und Schriften aus dem Nachlass


zu Klampen! Verlag
EAN: 9783987370489 (ISBN: 3-9873704-8-3)
192 Seiten, paperback, 13 x 21cm, September, 2025

EUR 24,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Mit der Vorlesung zum Wissenschaftsbegriff des Deutschen Idealismus startet die Edition einer Reihe von Vorlesungen Peter Bulthaups. Die vorliegende Vorlesung galt ihm als seine Einführung in die Philosophie. Für Bulthaups Philosophie war es zentral, den Wissenschaftsbegriff des Deutschen Idealismus zu erläutern. Bulthaup wandte sich damit gegen die an Philosophie-Instituten gängige Praxis, mit einführenden Vorlesungen zur »Wissenschaftstheorie« oder mit Überblicksvorlesungen zur Geschichte der Philosophie zu beginnen. Eine textnahe Darlegung dessen, womit Hegel in der Vorrede zur Phänomenologie des Geistes sein Philosophieren eröffnete, sollte für die Studierenden aufschließen, wie anzufangen sei. Bulthaup verstand seine Vorlesungen stets als Fortführung der kritischen Theorie. Nach Adornos Tod und der Integration der Erben Adornos in den Mainstream beharrte er darauf, durch Reflexion der philosophischen Grundlagen der kritischen Theorie deren Gesellschaftstheorie freizusetzen.

Peter Bulthaup (1934-2004), Philosoph und Naturwissenschaftler, war viele Jahre Professor für Philosophie an der Universität Hannover. Als Schüler Adornos bemühte er sich, die eigentliche philosophische Basis für die kritische Theorie darzulegen - in viel beachteten Vorlesungen, die hier erstmals publiziert werden.
Rezension
Der Deutsche Idealismus gilt als Blütezeit der Philosophie, datiert auf die Zeit zwischen 1781 und 1831, also zwischen dem Erscheinen von Immanuel Kants „Kritik der reinen Vernunft“ und Georg Wilhelm Friedrich Hegels Tod. Dieser Denker zählt zusammen mit den Philosophen Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Wilhelm Joseph Schelling zu den Hauptrepräsentanten der äußerst produktiven philosophiegeschichtlichen Epoche. Ausgangspunkt aller Denker bildete die kritische Auseinandersetzung und die Transformation der Kantischen Transzendentalphilosophie. Sie entwickelten eigene Vernunftbegriffe, Philosophien des Geistes, Erkenntnistheorien, Naturphilosophien, Moralphilosophien und Religionsphilosophien, und auch einen eigenen Wissenschaftsbegriff.
Diesen hat Peter Bulthaup (1934-2004) in seinen 14 Vorlesungen zur Einführung in die Philosophie, gehalten im Wintersemester 1980/81 an der Universität Hannover, entwickelt. Der promovierte Chemiker war Schüler von Theodor W. Adorno und seit 1974 bis zu seiner Pensionierung 1999 Professor für Philosophie mit dem Schwerpunkt Naturphilosophie an der niedersächsischen Universität. In seiner als Einführung in die Philosophie konzipierten Vorlesungen „Der Wissenschaftsbegriff des Deutschen Idealismus“ geht er u.a. auf folgende philosophische Fragen ein: Was versteht man unter Wissenschaft und was ist ihr Gegenstand? Welche Rolle spielen Objektivität und Widerspruchsfreiheit in ihr? Wie ist das Verhältnis von Subjekt, Begriff und Gegenstand zu denken? Ist Wissenschaft nur als System möglich? Was ist die Aufgabe des Denkens? Bulthaupt entwirft in seinen hochreflexiven Ausführungen Grundlagen einer kritischen Wissenschaftstheorie bzw. Epistemologie. Dabei nimmt er neben Hegels Philosophie insbesondere Bezug auf die Philosophien von Platon, Aristoteles, René Descartes, Baruch de Spinoza, Immanuel Kant, Karl Marx und Theodor W. Adorno. Dessen Erkenntnis „Denken hat das Moment des Allgemeinen“, von Bulthaupt wohl bewusst am Ende der Vorlesung zitiert, hat Pate gestanden bei seiner Gestaltung der Vorlesungen zur Einführung in die Philosophie.
Publiziert liegen dieser erstmals vor als erster Band der bei zuKlampen veröffentlichten Reihe Peter Bulthaups „Vorlesungen und Schriften aus dem Nachlass“, herausgegeben vom Gesellschaftlichen Institut Hannover. Die vorliegenden Vorlesungen basieren auf Tonbandabschriften des Philosophieprofessors und von ihn verfassten Manuskriptseiten. Bulthaup hat zu Lebzeiten noch die zur Veröffentlichung geplanten Vorlesungen durchgesehen und seine Druckerlaubnis erteilt. Diese haben 2025 Christoph Gödde, Schüler Bulthaups und Mitarbeiter im Theodor W. Adorno-Archiv, und Sabine Hollewedde, Lehrbeauftragte für Philosophie, herausgegeben. Das Werk lädt auch Philosophielehrkräfte dazu ein, über den im schulischen Unterricht vernachlässigten Deutschen Idealismus und seiner Bedeutung für eine kritische Wissenschaftsphilosophie zu reflektieren.
Fazit: Peter Bulthaups zum eigen Denken anregende Vorlesungen „Der Wissenschaftsbegriff des Deutschen Idealismus“ sind zugleich eine sehr gute Einführung in die Hauptbegriffe und zentralen Gedankengänge Hegels.

Dr. Marcel Remme, für lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Mit der Vorlesung zum Wissenschaftsbegriff des Deutschen Idealismus startet die Edition einer Reihe von Vorlesungen Peter Bulthaups. Die vorliegende Vorlesung galt ihm als seine Einführung in die Philosophie. Für Bulthaups Philosophie war es zentral, den Wissenschaftsbegriff des Deutschen Idealismus zu erläutern. Bulthaup wandte sich damit gegen die an Philosophie-Instituten gängige Praxis, mit einführenden Vorlesungen zur »Wissenschaftstheorie« oder mit Überblicksvorlesungen zur Geschichte der Philosophie zu beginnen. Eine textnahe Darlegung dessen, womit Hegel in der Vorrede zur Phänomenologie des Geistes sein Philosophieren eröffnete, sollte für die Studierenden aufschließen, wie anzufangen sei. Bulthaup verstand seine Vorlesungen stets als Fortführung der kritischen Theorie. Nach Adornos Tod und der Integration der Erben Adornos in den Mainstream beharrte er darauf, durch Reflexion der philosophischen Grundlagen der kritischen Theorie deren Gesellschaftstheorie freizusetzen.
Inhaltsverzeichnis
Vorlesungen 7
Literaturverzeichnis 175
Editorische Nachbemerkung 180
Personenregister 183
Übersicht 187