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Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie Erster Band
Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie
Erster Band




Karl Marx

Meiner Hamburg
EAN: 9783787319596 (ISBN: 3-7873-1959-X)
892 Seiten, hardcover, 13 x 20cm, September, 2019

EUR 68,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Das Kapital ist Karl Marx‘ Hauptwerk und sein Programm einer „Kritik der politischen Ökonomie“ nach wie vor von großer gesellschaftlicher und politischer Relevanz. Seine ungeheure Wirkungsgeschichte hat lange verdeckt, dass der Text darĂŒber hinaus zu den zentralen und großen Werken der philosophischen Tradition zĂ€hlt. Marx organisierte insbesondere seine Wertlehre mittels philosophischer Kategorien und Modelle, die er aus der Philosophie Hegels ĂŒbernahm; dies wird vor allem im ersten Kapitel der ersten Auflage deutlich.

Die Studienausgabe bietet den Text der Erstausgabe von 1867 nach Band II,5 der kritischen Edition in der Marx-Engels-Gesamtausgabe und enthĂ€lt zusĂ€tzlich das erste Kapitel in der Version der zweiten Auflage von 1872, in dem er den Begriff der Ware verstĂ€ndlicher darstellen wollte, sowie eine Synopse der Gliederungsstrukturen der verschiedenen Versionen dieses ersten Kapitels. Der Schwerpunkt des Herausgeber-Kommentars liegt auf der Darstellung der philosophischen Dimension der Marx’schen Theoriebildung.

So macht diese Neuausgabe nicht nur die KontinuitĂ€t des Marx’schen Denkens sichtbar, sondern auch deutlich, dass Marx` Kritik der politischen Ökonomie ein der dialektischen Philosophie Hegels zutiefst verpflichtetes philosophisches Programm ist.
Rezension
Neben Ideologie, Basis und Überbau zĂ€hlen Kapital, politische Ökonomie, ProduktionsverhĂ€ltnis, ProduktivkrĂ€fte, Produktionsmittel, Arbeit, Arbeitsteilung, Mehrwert, Gebrauchswert und Tauschwert zu den Grundbegriffen der Sozialphilosophie von Karl Marx (1818-1883). AusfĂŒhrlich erlĂ€utert finden sie sich in seinem Hauptwerk, im umfangreichen Buch „Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie“(1867), genauer im ersten Band zum „Produktionsprozess des Kapitals“. Dabei handelt es sich nach Marx um die „Fortsetzung“ seiner 1859 veröffentlichten Schrift „Zur Kritik der politischen Ökonomie“. Im „Kapital“, das Friedrich Engels in der englischen Ausgabe als die „Bibel der Arbeiterklasse“ bezeichnete, liefert Marx eine ausfĂŒhrliche Analyse der Industriegesellschaft mit Fokussierung ihrer DestruktivitĂ€t. Das Werk umfasst eine systematische Darstellung von seiner Mehrwerttheorie inklusive seiner Erkenntnisse zur Kapitalakkumulation, sowie seiner Theorie der Arbeit. Dabei erlĂ€utert Marx auch anschaulich seinen historischen bzw. dialektischen Materialismus. Zu Recht gilt das „Kapital“ aufgrund seiner breiten Wirkungsgeschichte nicht nur als Klassiker der Soziologie und Ökonomie, sondern auch der Philosophie, insbesondere aufgrund der dialektischen Methode von Marx.
Dieses wird deutlich, wenn man die von Michael Quante (*1962) im Felix Meiner Verlag herausgegebene Studienausgabe des Hauptwerks von Marx zur Hand nimmt. Sie enthĂ€lt den vollstĂ€ndigen Originaltext nach der kritischen Edition der MEGA, ergĂ€nzt um das erste Kapitel und das Nachwort der zweiten Auflage des „Kapitals“ von 1872/73, sowie unterschiedliche Gliederungsstrukturen des ersten Kapitels. Versehen ist die Ausgabe zudem mit einer fachlich fundierten Einleitung in das Hauptwerk und mit hervorragenden Anmerkungen des MĂŒnsteraner Philosophieprofessors. Gerade in den Stellenkommentaren zeigt Quante prĂ€zise auf, dass fĂŒr Marx` Begriffs- und Theoriebildung Hegels Dialektik konstitutiv ist. Im Nachwort zur zweiten Auflage des „Kapitals“ betont Marx unmissverstĂ€ndlich: „Bei mir ist umgekehrt [zu Hegel] das Ideelle nichts andres als das im Menschenkopf umgesetzte und ĂŒbersetzte Materielle.“(S. 826) Aufgrund der intensiven Rezeptionen von Hegels Systemphilosophie charakterisiert Quante das „Kapital“ provokant als „Abschluss des Deutschen Idealismus“(Einleitung, S. XVII). Philosophie- und Ethik-LehrkrĂ€fte werden durch die Neuausgabe des Hauptwerks von Marx motiviert, sich in ihrem Unterricht mit SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern mit seiner Arbeitstheorie, Techniksoziologie und Geschichtsphilosophie problemorientiert auseinanderzusetzen.
Fazit: Die bei Meiner erschienene „philosophische“ Ausgabe vom ersten Band des „Kapitals“ beleuchtet sehr gut die AktualitĂ€t der kritisch-sozialphilosophischen Reflexionen von Marx angesichts der Panökonomisierung der Lebensbereiche im digitalen Kapitalismus.

Dr. Marcel Remme, fĂŒr lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Das Marx’sche Programm einer »Kritik der politischen Ökonomie « ist nach wie vor von gesellschaftlicher und philosophischer Relevanz. Unter dem Titel »Das Kapital« hat Karl Marx zu Lebzeiten 1867 das erste Buch des ersten Bandes zum »Produktionsprozess des Kapitals« vorgelegt. Schon in der ersten Auflage, die dieser neuen Studienausgabe zugrunde liegt, findet sich ein von Marx verfasster Anhang, in dem er das erste Kapitel verstĂ€ndlicher darstellen wollte (eine weiterentwickelte Version dieses Nachtrags bietet dann das erste Kapitel in der zweiten Auflage von 1872, das hier ebenfalls abgedruckt wird). Hintergrund dieser Modifikationen ist, dass Marx seine Wertlehre mittels philosophischer Kategorien und Modelle organisiert hat, die er aus der Philosophie Hegels ĂŒbernahm. Der Schwerpunkt des Herausgeber-Kommentars liegt auf der Darstellung der philosophischen Dimension der Marx’schen Theoriebildung. Dazu werden einleitend die Pfade der Marx’schen Hegelrezeption sowie die systematischen BezĂŒge zwischen den Marx’schen FrĂŒhschriften und dem »Kapital« erlĂ€utert. DarĂŒber hinaus werden in Form eines Stellenkommentars die zentralen philosophischen Kategorien und Theoreme des Marx’schen Hauptwerkes identifiziert und expliziert. So macht diese Neuausgabe nicht nur die KontinuitĂ€t des Marx’schen Denkens sichtbar, sondern auch deutlich, dass Marx’ Kritik der politischen Ökonomie ein der dialektischen Philosophie Hegels zutiefst verpflichtetes philosophisches Programm ist.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
I
Anspruch und Ziel dieser Studienausgabe
XV
Die Kommentierung: Sechs Spuren
XVIII
Die konstitutive Funktion von Hegels Dialektik
XIX
Strukturelle (synchrone) versus geschichtsphilosophische (diachrone) Dialektik
XXIII
Der Theorietyp der marxschen Kritik der politischen Ökonomie
XXVII
Drei Aspekte der Darstellungsform
XXX
Die Orte des Evaluativen
XXXIII
Die KontinuitÀt der philosophischen Konzeption von Karl Marx
XL
Literaturverzeichnis
XL
Vorwort
3
erstes Buch Der Produktionsprozeß des Kapitals
9
Waare und Geld
11
Die Waare
11
Der Austauschprozeß der Waaren
51
Das Geld oder die Waarencirculation
60
Maß der Werthe
60
Circulationsmittel
68
Die Metamorphose der Waaren
68
Der Umlauf des Geldes
79
Die MĂŒnze. Das Werthzeichen
89
Geld
94
Schatzbildung
94
Zahlungsmittel
99
Weltgeld
107
Die Verwandlung von Geld in Kapital
111
Die allgemeine Formel des Kapitals
111
WidersprĂŒche der allgemeinen Formel
121
Kauf und Verkauf der Arbeitskraft
133
Die Produktion des absoluten Mehrwerths
145
Arbeitsprozeß und Verwerthungsprozeß
145
Constantes Kapital und variables Kapital
167
Die Rate des Mehrwerths
180
Der Arbeitstag
197
Rate und Masse des Mehrwerths
275
Die Produktion des relativen Mehrwerths
285
Begriff des relativen Mehrwerths
285
Cooperation
295
Theilung der Arbeit und Manufaktur
310
Maschinerie und große Industrie
346
Weitere Untersuchungen ĂŒber die Produktion des absoluten und relativen Mehrwerths
481
Absoluter und relativer Mehrwerth
481
GrĂ¶ĂŸenwechsel von Preis der Arbeitskraft und Mehrwerth
489
GrĂ¶ĂŸe des Arbeitstags und IntensivitĂ€t der Arbeit constant (gegeben), Produktivkraft der Arbeit variabel
490
Constanter Arbeitstag, constante Produktivkraft der Arbeit, IntensivitÀt der Arbeit variabel
494
Produktivkraft und IntensivitÀt der Arbeit constant, Arbeitstag variabel
496
Gleichzeitige Variationen in LÀnge des Arbeitstags, Produktivkraft und IntensivitÀt der Arbeit
497
Verschiedne Formeln fĂŒr die Rate des Mehrwerths
500
Werth, resp. Preis der Arbeitskraft in der verwandelten Form des Arbeitslohns
504
Die Formverwandlung
504
Die beiden Grundformen des Arbeitslohns: Zeitlohn und StĂŒcklohn
512
Der Accumulationsprozeß des Kapitals
533
Die kapitalistische Accumulation
534
Einfache Reproduktion
534
Verwandlung von Mehrwerth in Kapital
548
Das allgemeine Gesetz der kapitalistischen Accumulation
578
Die s.g. UrsprĂŒngliche Accumulation
674
Die moderne Kolonisationstheorie
718
Nachtrag zu den Noten des ersten Buchs
729
Anhang zu Kapitel I, 1
737
Die Werthform
737
Einfache Werthform
737
Die beiden Pole des Werthausdrucks: Relative Werthform und Aequivalentform
738
Die Unzertrennlichkeit der beiden Formen
738
Die PolaritÀt der beiden Formen
738
Relativer Werth und Aequivalent sind nur Formen des Werths
739
Die relative Werthform
740
GleichheitsverhĂ€ltniß
740
WerthverhĂ€ltniß
740
Qualitativer Gehalt der im WerthverhĂ€ltniß enthaltenen relativen Werthform
741
Quantitative Bestimmtheit der im WerthverhĂ€ltniß enthaltenen relativen Werthform
741
Das Ganze der relativen Werthform
742
Die Aequivalentform
742
Die Form der unmittelbaren Austauschbarkeit
742
Quantitative Bestimmtheit ist nicht enthalten in der Aequivalentform
743
Die EigenthĂŒmlichkeiten der Aequivalentform
744
Erste EigenthĂŒmlichkeit der Aequivalentform: Gebrauchswerth wird zur Erscheinungsform seines Gegentheils, des Werths
744
Zweite EigenthĂŒmlichkeit der Aequivalentform: Konkrete Arbeit wird zur Erscheinungsform ihres Gegentheils, abstrakt menschlicher Arbeit
745
Dritte EigenthĂŒmlichkeit der Aequivalentform: Privatarbeit wird zur Form ihres Gegentheils, zu Arbeit in unmittelbar gesellschaftlicher Form
746
Vierte EigenthĂŒmlichkeit der Aequivalentform: Der Fetischismus der Waarenform ist frappanter in der Aequivalentform als in der relativen Werthform
749
Sobald der Werth selbststÀndig erscheint, hat er die Form von Tauschwerth
751
Die einfache Werthform der Waare ist die einfache Erscheinungsform der in ihr enthaltenen GegensÀtze von Gebrauchswerth und Tauschwerth
751
Die einfache Werthform der Waare ist die einfache Waarenform des Arbeitsprodukts
752
VerhĂ€ltniß von Waarenform und Geldform
752
Einfache relative Werthform und Einzelne Aequivalentform
752
Uebergang aus der einfachen Werthform in die entfaltete Werthform
753
Totale oder entfaltete Werthform
753
Endlosigkeit der Reihe
753
Die entfaltete relative Werthform
754
Die besondre Aequivalentform
754
MĂ€ngel der entfalteten oder totalen Werthform
754
Uebergang aus der totalen Werthform in die allgemeine Werthform
755
Allgemeine Werthform
756
VerÀnderte Gestalt der relativen Werthform
756
VerÀnderte Gestalt der Aequivalentform
757
GleichmĂ€ĂŸiges EntwicklungsverhĂ€ltniß von relativer Werthform und Aequivalentform
757
Entwicklung der PolaritÀt von relativer Werthform und Aequivalentform
758
Uebergang aus der allgemeinen Werthform zur Geldform
759
Geldform
760
Verschiedenheit des Uebergangs der allgemeinen Werthform zur Geldform von den frĂŒheren EntwicklungsĂŒbergĂ€ngen
761
Verwandlung der allgemeinen relativen Werthform in Preisform
761
Die einfache Waarenform ist das Geheimniß der Geldform
762
anhang
762
Der Productionsprozeß des Kapitals
765
Waare und Geld
765
Die Waare
765
Die zwei Faktoren der Waare: Gebrauchswerth und Werth (Werthsubstanz, WerthgrĂ¶ĂŸe)
765
Doppelcharakter der in den Waaren dargestellten Arbeit
772
Die Werthform oder der Tauschwerth
778
Einfache oder einzelne Werthform
737
Die beiden Pole des Werthausdrucks: Relative Werthform und Aequivalentform
779
Die relative Werthform
740
Gehalt der relativen Werthform
780
Quantitative Bestimmtheit der relativen Werthform
784
Die Aequivalentform
786
Das Ganze der einfachen Werthform
791
Totale oder entfaltete Werthform
753
Die entfaltete relative Werthform
753
Die besondre Aequivalentform
754
MĂ€ngel der totalen oder entfalteten Werthform
795
Allgemeine Werthform
756
VerÀnderter Charakter der Werthform
756
EntwicklungsverhĂ€ltniß von relativer Werthform und Aequivalentform
757
Uebergang aus der allgemeinen Werthformzur Geldform
757
Geldform
802
Der Fetischcharakter der Waare und sein Geheimniß
803
Nachwort
818
Anmerkungen
829
Synopse der Überschriften des Ersten Kapitels von Das Kapital in den verschiedenen Auflagen
883