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Christusbild Icon + Ikone: Wege zu Theorie und Theologie des Bildes
Christusbild
Icon + Ikone: Wege zu Theorie und Theologie des Bildes




Peter Hofmann, Andreas Matena (Hrsg.)

Reihe: ikon. Bild + Theologie


Schöningh Wissenschaft
EAN: 9783506764959 (ISBN: 3-506-76495-0)
145 Seiten, paperback, 16 x 23cm, 2010

EUR 24,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Bild und Begriff des Bildes sind für die Theologie keine ephemeren Themen. Die Inkarnation des Logos als Bild des unsichtbaren Gottes (Joh 1,14; Kol 1,15) stellt dieses Thema sogar ins Zentrum jeder christlichen Theologie. Das Christentum ist nicht Schrift-, sondern Offenbarungs- und damit Bildreligion: »Am Anfang war das Bild«, nämlich Christus als das eikon des Vaters, auf den sich die Schau des Menschen »von Angesichtzu Angesicht« richtet (1 Kor 13,12). Seit ihren Anfän-gen hat die christliche Theologie nicht nur dieses als Bildwerdung zu beschreibende Offenbarungsdatum in ihr Zentrum gestellt, sondern auch die Frage nach dem Verhältnis des einen Bildes Christus zu den materiellen Bildern aufgeworfen. Allerdings hat der lateinische Westen keine allgemeingültige Bildtheologie entwickelt und lässt den Bildstatus weitgehend ungeklärt.

Die Texte dieses Bandes dokumentieren einen interdisziplinären Spannungsbogen, der vom »Bild als solchem«, dem »Bild als Bild eines anderen« bis zum »Bild als Ding« reicht. Die beteiligten Kunsthistoriker, Philosophen und Theologen (Eckhard Nordhofen, Dirk van de Loo, Christian Spies, Jörg Splett, Hansjürgen Verweyen, Bernhard Taureck, Thomas Lentes, Reinhard Hoeps, Mateusz Kapustka) verhandeln in ihren Beiträgen Themen wie Gottesmedien, Ikonizität und Personalität.
Rezension
Die christliche Religion und Theologie ist als monotheistische Religion im Gefolge des Judentums eigentlich bilderfeindlich, aber die Kirchengeschichte schwankt im Laufe der Jahrhunderte regelmäßig zwischen Ikonodulen und Ikonoklasten, Bilderverehrern und Bilderstürmern. Im Mittelpunkt steht selbstverständlich das Christusbild. Dem Christusbild war auch ein Symposion vom 22.-24. November 2007 in Koblenz gewidmet, das in diesem Band dokumentiert ist unter dem Titel: "Icon + Ikone: Wege zu Theorie und Theologie des Bildes". Dabei trifft die bildtheoretische Frage nach dem (Kult-)Bild auf die systematisch-theologische Frage nach der Gestalt der christlichen Offenbarung; denn Jesus Christus "ist das Bild des unsichtbaren Gottes" (Kol 1,15).

Thomas Bernhard, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Peter Hofmann, geboren 1958, Studium der Katholischen Theologie, Philosophie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen/Frankfurt und der Universität Würzburg. Promotion zum Dr. theol. an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen/Frankfurt 1987. Priesterweihe 1987. Habilitation 2001 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Seit 2005 Professor für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der Universität Koblenz.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7

ANDREAS MATENA
Contemplata aliis tradere. Probleme einer Theorie und Theologie des Bildes im Christentum 9

ECKHARD NORDHOFEN
Die Konkurrenz der Gottesmedien 15

DIRK VAN DE LOO
„Sie grüssen sich von Ferne". Bildtheologie, Poetische Dogmatik und eine Philosophie der Frömmigkeit 31

CHRISTIAN SPIES
Ikonen des abwesenden Bildes 47

JÖRG SPLETT
Person als Bild. Im Gespräch mit Johann Gottlieb Fichte 63

HANSJÜRGEN VERWEYEN
Bildwerden im Ikonoklasmus. Fichtes vom Bild im Kontext heutiger Fundamentaltheologie 73

BERNHARD H. F. TAURECK
Metapher, Ereignis, Bild 85

REINHARD HOEPS
Gottes Gegenwart im Bild? Vom Streit zwischen Bild und Sakrament 101

MATEUSZ KAPUSTKA
Per velamen, id est, carnem suam. Die textile Dimension des Christuskörpers als Bildparadox 117

PETER HOFMANN
Aber was ist nun ein Bild? Ein vorsichtiger Rückblick auf verschiedene Redeweisen 137

Zu den Autoren 145
Bildteil nach S. 72