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Bruder Jesus
Schalom Ben-Chorin, Verena Lenzen
Reihe: Schalom Ben-Corim: Werke
Gütersloher Verlagshaus
EAN: 9783579053431 (ISBN: 3-579-05343-4)
193 Seiten, 15 x 23cm, März, 2005
EUR 25,95 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Wie wird Jesus von Nazareth aus jüdischer Sicht wahrgenommen? Der vorgeliegende Band zählt zu den klassischen Studien der modernen jüdischen Jesusforschung. Der Autor wendet sich gleichermaßen an Theologen und Laien und berücksichtigt Ergebnisse sowohl der christlichen als auch der jüdischen Auslegung. Mit Einfühlungsvermögen führt er uns näher an den Menschen Jesus heran.
Rezension
Wer war Jesus? Sohn Gottes, Messias, Prophet? Fast jeder macht sich ein eigenes Bild von der zentralen Figur christlicher Theologie. Die jüdische Jesusforschung begreift Jesus als Glaubensgestalt innerhalb des jüdischen Kontextes seiner Zeit. Für Martin Buber (1878-1965) besitzt Jesus einen „großen Platz in der Glaubensgeschichte Israels“. Wie sein Lehrer Buber spricht auch der Rabbiner und Religionsphilosoph Schalom Ben-Chorin (1933-1999) vom „Bruder Jesus“. Er schätzt Jesus als einen pharisäischen Rabbiner, dem das Abendland den Glauben an den einen Gott verdankt. Schalom Ben-Chorin war die überragende Persönlichkeit des jüdisch-christlichen und deutsch-israelischen Dialogs. Sein Werk umfasst mehr als dreißig Bücher, Essays, Gedichte, Erzählungen, dramatische Texte und Illustrationen. Weite Verbreitung fand die Trilogie „Die Heimkehr“, die Jesus, Paulus und Maria aus jüdischer Sicht vorstellt, sowie die zweibändige Autobiographie „Jugend an der Isar“ und „Ich lebe in Jerusalem“. Diese Hauptwerke sowie die „Zwiesprache mit Martin Buber“ werden in einer zuverlässigen 6-bändigen Werkausgabe des Gütersloher Verlagshauses neu ediert.
Geboren wurde Schalom Ben-Chorin als Fritz Rosenthal am 20. Juli 1913 in München. Dort studierte er Germanistik, Theaterwissenschaften und Vergleichende Religionswissenschaft. Als Zwanzigjähriger erfährt er die Barbarei des Nazi-Deutschland, er wird verhaftet und misshandelt, 1935 entschließt er sich zur Flucht nach Palästina. In Israel arbeitet er als Dichter und Publizist und bleibt mit Deutschland über die Sprache verbunden, auch als Mitherausgeber deutschsprachiger Anthologien jüdischer Dichter. Es vergingen Jahre, bis Schalom Ben-Chorin 1956 Deutschland erstmals wieder besuchte. In den frühen sechziger Jahren begann dann eine intensive, fast vierzig Jahre dauernde, Publikations- und Vortragstätigkeit im Rahmen des jüdisch-christlichen Dialogs. Sein berühmtes Jesusbuch ist eine für Theologen und Laien gleichermaßen spannende Lektüre.
Andrea Hanneman, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Jesus - jüdisch gedeutet
Wie wird Jesus von Nazareth aus jüdischer Sicht wahrgenommen? Schalom Ben-Chorin sieht in Jesus nicht nur den ewigen Bruder und Menschenbruder, sondern auch seinen jüdischen Bruder. Der vorliegende Band zählt zu den klassischen Studien der modernen jüdischen Jesusforschung. Der Autor wendet sich gleichermaßen an Theologen und Laien und berücksichtigt Ergebnisse der christlichen und jüdischen Auslegung. Mit Einfühlungsvermögen führt er uns näher an den Menschen Jesus heran, an das historische Geschehen und das Geheimnis seiner Persönlichkeit. Dieses Buch ist die Frucht einer lebenslangen, ebenso kenntnisreichen wie liebevollen Vertrautheit eines jüdischen Gelehrten mit Jesus und dem Christentum.
»Was Schalom Ben-Chorin bietet, ist eine der abgewogensten Bestandaufnahmen dessen, was wir heute über Jesus wissen können, und als Gesamtbild zugleich eine der nobelsten Darstellungen, die es von diesem Thema gibt.« Stuttgarter Zeitung
Inhaltsverzeichnis
Einleitung VII
Die Gestalt Jesu 1
Geburt und Wiedergeburt 17
Arzt und Lehrer 34
Die Bergpredigt 45
Die Hochzeit zu Kana 56
Die Gleichnisse 62
Lehre uns beten 76
Jesus und die Frauen 83
Wer bin ich? 91
Nach Jerusalem: Siegeszug oder Opfergang? 98
Die Seder-Nacht in Jerusalem 109
Der fünfte Becher 127
Der längste kurze Prozeß 136
I.N.R.I. oder der Fluch des Gehenkten 153
Nachbemerkung 165
Nachworte zu späteren Auflagen 168
Von Schalom Ben-Chorin kommentierte Bibliographie 177
Literatur über Qumran 185
Register 187
Namen 187
Bibelstellen 189
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