|
|
|
|
Bequeme neue Welt
Was wir gewinnen, wenn wir uns etwas zumuten
Sibylle Anderl
Piper Verlag GmbH
EAN: 9783492074834 (ISBN: 3-492-07483-9)
192 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 12 x 19cm, 2026
EUR 22,00 alle Angaben ohne Gewähr
|
|
Umschlagtext
Ein Befreiungsschlag ins gute Leben: klug, mutig, anstößig!"
Wolfram Eilenberger
Die moderne Welt macht uns vieles einfach: Maschinen verrichten körperliche Arbeiten, das Navi lotst uns durch unbekannte Gegenden, und nun übernimmt die KI sogar geistige Tätigkeiten für uns. Sollen wir uns voll und ganz darauf einlassen? Sibylle Anderl meint: nein. Denn wir verlieren dabei, was uns als Menschen ausmacht. Psychologie, Philosophie und Naturwissenschaften auf unterhaltsame Weise verbindend, plädiert sie dafür, sich Anstrengungen zuzumuten. Anhand vieler Beispiele zeigt sie, warum es sich lohnt, Widerspruch zu suchen, Neues zu wagen oder Belohnungen zu widerstehen. Nur so können wir Resilienz und ein Gefühl der Selbstwirksamkeit entwickeln und Zukunft erfolgreich gestalten.
Rezension
Sibylle Anderls „Bequeme neue Welt" ist kein Buch gegen Technik, sondern für ein anstrengenderes, dafür selbstbestimmteres Leben. Die „FAZ"-Wissenschaftsjournalistin fragt nüchtern, was passiert, wenn Algorithmen unsere Entscheidungen übernehmen, Navigationsgeräte uns das Denken über Wege abnehmen und Sprachmodelle Texte schreiben, die wir eigentlich selbst verfassen wollten. In einem schlanken, 192 Seiten starken Essay verbindet Anderl Psychologie, Philosophie und Technologiekritik zu einem einfachen, ungemütlichen Kernargument: Wer sich zu sehr an maschinellen Komfort gewöhnt, verliert Selbstwirksamkeit und Resilienz. Anhand zahlreicher Beispiele zeigt sie, warum es sich lohnt, Widerspruch zu suchen und Belohnungen zu widerstehen. Das Buch ist keine pauschale KI-Verteufelung, sondern vielmehr eine fundierte Gegenwartsdiagnose. Ein kluges, mutiges Plädoyer für die Rückbesinnung auf das, was uns als Menschen ausmacht.
Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Sibylle Anderl, 1981 geboren, ist eine preisgekrönte Wissenschaftsjournalistin. Nach dem Studium der Physik und Philosophie promovierte und forschte sie im Fach Astrophysik. Sie war Redakteurin im Feuilleton der FAZ und Leiterin des Wissenschaftsressorts in FAZ und FAS; seit 2024 leitet sie das Ressort „Wissen“ bei der ZEIT.Außerdem ist sie Mitherausgeberin der Kulturzeitschrift Kursbuch.
Inhaltsverzeichnis
1 Die Zumutung, sich auf andere Menschen einzulassen
2 Die Zumutung, sich mit Unvorhergesehenem zu konfrontieren
3 Die Zumutung, Neues zu lernen
4 Die Zumutung, sich in einer komplexen zurechtzufinden
5 Die Zumutung, zu verstehen, wie Dinge funktionieren
6 Die Zumutung, sich nicht manipulieren zu lassen
7 Die Zumutung, ein gutes Leben zu leben
Epilog
Dank
Literatur
|
|
|