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Angesprochen und herausgefordert Priester werden aus Berufung - Zugänge - Anforderungen - Perspektiven
Angesprochen und herausgefordert
Priester werden aus Berufung - Zugänge - Anforderungen - Perspektiven




Peter Klasvogt

Bonifatius Druckerei
EAN: 9783897103498 (ISBN: 3-89710-349-4)
352 Seiten, hardcover, 15 x 22cm, Mai, 2007

EUR 24,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Der aus der Praxis der Priesterausbildung stammende Autor zeigt auf, was es bedeutet, sich von Gott ansprechen und herausfordern zu lassen. Die hier vorgelegten Überlegungen möchten dazu anregen, sich mit der anspruchsvollen Berufung des Priesters auseinander zu setzen. Eine Ermutigung, sich in Anspruch nehmen zu lassen, Herausforderung zu einem erfüllenden Leben.Priester werden hat auch in der Gegenwart nichts von seiner Faszination verloren; und es gibt sie auch heute, diejenigen, die bereit sind, in dieser Berufung Verantwortung zu übernehmen und das eigene Leben dafür in die Wagschale zu werfen. Das vorliegende Buch ist aus vielen Begegnungen und Gesprächen mit kirchlichen Verantwortungsträgern und engagierten Gemeinden erwachsen, vor allem aber im ständigen Austausch und im Kontakt mit couragierten Priesterkandidaten und interessierten Jugendlichen auf der Suche nach einer erfüllenden Lebens- und Berufungsperspektive. Im Rückgriff auf biblische Berufungsgeschichten zeigt der Autor auf, was es bedeutet,sich von Gott ansprechen und herausfordern zu lassen. Ausgehend von der Weiheliturgie zeichnet er das Anspruchsprofil des Priesters und beschreibt, welchen Anforderungen sich diejenigen zu stellen haben, die heute zu solchem Lebensengagement bereit sind. Mit Blick auf die Seelsorge schließlich entstehen die Konturen eines Kirchen- und Priesterbildes, das auch zukünftig attraktiv und ansprechend ist.
Rezension
Angesprochen und herausgefordert ist ein Buch für junge Männer, die mit ihrer Berufung ringen, aber auch für diejenigen, welche sich einfach nur über Berufung und den Beruf des Priesters informieren möchten. Es möchte auch versuchen, dem Leser die Berufung des Priesters verstehen und ergründen zu lassen. Ich sehe dieses Buch aber nicht als Kompendium des Priesterberufs. Im ersten Teil versucht der Autor die biblischen Zugänge zu erschließen. Im zweiten Teil geht er auf das Anforderungsprofil des Priesters ein. Im dritten Teil möchte er Perspektiven eröffnen, wo der Ort des Priesters in der Gemeinde oder anderen kirchlichen Diensten ist, und wie Priestersein sinnvoll und erfüllend gelebt werden kann.
Nieder, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Zum Geleit 13
Karl Kardinal Lehmann

Vorwort 17

Erster Teil

Zugänge - Vor Gott leben


Dialog der Liebe
Ruf in Gottes Gegenwart 21
„Wo bist du?" 23
„Hier bin ich" 27
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben!" 32
„Ich habe gesündigt" 38
„Ich bin dein" 41

Weg zum Leben
Wandeln vor Gottes Angesicht 44


1. Führungsfigur und Wegbegleiter
Priesterliche Existenz nach dem Bild des Mose 46
Herausgezogen und beauftragt - Erwählung und Sendung 47
Herausgezogen 47
Beauftragt 49
Herausgefordert und geprüft - Integration und Deutung 54
Integrationskraft 55
Deutungskompetenz 58
Führen und Leiden - Leben in der Überforderung 60
Leidensfähigkeit 60
Führungskompetenz 62
Aufstieg und Abstieg - Doppelte Sensibilität für Gott und die Menschen 63
Aufstieg zu Gott 65
Einkehr bei den Menschen 69
Vorausschauen und zurückbleiben - Lebensleistung und Lebensübergabe 70
Abgesang 71
Nunc dimittis 71
Te Deum 73

2. Vorläufer und Wegbereiter

Johannes der Täufer - Prototyp prophetischer Existenz 75

Berufen: Weg durch Wüste - Worte aus Schweigen 76
Erwählung als Heraus-Forderung 77
Herausforderung an den Verkündiger 78
Herausfordernde Verkündigung 80
Herausfordernde Gottesgegenwart 81

Vorläufig: Größe als Grenze 82
Eigene Begrenztheit erkennen und anerkennen 83
Jesus kennen und erkennen 84
Gottesbegegnung: unvermittelt und unbezweckt 86
Grenze als Größe: anerkennen und zurückbleiben 90
Eigene Begrenztheit und innere Freiheit 91

Lernfähig: Das neue Sehen - Neues sehen 93
Enttäuschung - Ende einer Täuschung 94
Entdeckung - Anbruch der Gotteswirklichkeit 96
Bekehrung - Hinwendung zu dem je Größeren 98

3. Tragender Grund. Beredtes Schweigen
Der Weg Marias als Paradigma priesterlicher Sendung 101
Gehen, um zu lieben 102
Das Magnificat singen 104
Jesus zeigen 107
Mit Jesus vertraut sein 110
Jesus suchen 114
Leben unter dem Wort 115
Auf Jesus zeigen 117
Unter dem Kreuz stehen 120

4. Wettlauf und Gleichschritt
Petrus und Johannes im Kreis der Zwölf 124
Persönliche Berufung in gemeinsamer Nachfolge -
Die Figur der Zwölf 124
Jüngerschaft im Zusammenspiel von Communio und Missio 126
Pastoraler Stress und persönlicher Lebensstil 129
Lebensschule und Einheitstraining im Geist Jesu 133
Lichtgestalten mit dunklen Seiten - Petrus und Johannes 136
Petrus - Musterschüler oder Versager? 136
Johannes - Lieblingsschüler oder Karrieremacher? 141
Das Spiel der Einheit in der Dynamik von Ostern -
Petrus und Johannes 144
Konkurrenz und Kommunion - Jüngerschaft im
Miteinander 145
Kontemplation und Aktion - Offenbarung am See
Genezareth 148
Sensibilität für den Herrn und Bereitschaft zum Engagement 149
Großmundiges Versprechen und kleinlaute Liebes¬erklärung 149
Persönliche Nachfolge in Abgrenzung und Freiheit 151
Im Widerstand das Wunder - Gotteserweis an der
Schönen Pforte 152
Einheit als Lebensstil - Gott wirkt Wunder 153
Im gemeinsamen Bekenntnis - Gott schenkt Befreiung 154

Zweiter Teil
Anforderungen
Dem Herrn gehören


Würdig?
Die Sprache der Weiheliturgie 156
1. Würdenträger
Zur Grundsatzfrage vor jeder Weihe 160
2. Lebensnachweis
Zur Schlüsselqualifikation von Priesterkandidaten . 165
3. Handlanger
Aus der Hand gegeben. In die Hand versprochen 167
4. Hingestreckt und aufgerichtet
Prostratio, Handauflegung, Weihegebet 171
5. Darsteller
Bekleidet mit der Würde des Amtes 174

Versprochen! Die Dynamik der Bereitschaft 177

l. Diener der Kirche
Geistbegabt und gottgeweiht 180

2. Der verschenkte Mensch
Hingabe und Erfüllung 183

3. Hüter eines Schatzes
Verkündigung als Beruf und Berufung 187
Verdankter Glaube 188
Bewährter Glaube 190

4. Propheten für das Himmelreich
Zum Zölibat des Priesters 193
Alternativer Lebensstil: Zu Idee und Praxis des Zölibats 194
Prophetisches Zeichen oder Ausdruck von Weltfremdheit? 198
Der Priester, das unbekannte Wesen 199
Geistliches Leben und menschliche Reife 202
Unbedingter Anspruch und ganzheitlicher Ausdruck 202
Persönliche Entscheidung und priesterliche Gemeinschaft 203
Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsbildung 204
Identität und psychisches Selbstkonzept 206
Selbststand und Beziehungsfähigkeit 208
Selbstwerdung als innere Verpflichtung 210
Gottesgeschenk oder Stachel im Fleisch? 211
Berufen zur Liebe 212
Integrierte Sexualität 214
Sexuelle Enthaltsamkeit und Masturbation 216
Affektive Reife bei hetero- und homosexueller Prägung 218
Selbstkontrolle und Internet-Pornographie 221
Wer ohne Sünde ist 222

5. Männer des Gebetes
Leben aus dem Geist der Innerlichkeit 225
Verordnete Spiritualität?
Das Stundengebet zwischen Pflicht und Kür 226
Demonstrative Frömmigkeit?
Der Spagat zwischen Schein und Sein 229
Gelebtes Gebet?
Konnex von Ausstrahlung und Innerlichkeit 232
Umgang mit dem Heiligen
Leben in der Gegenwart des Herrn 233

6. Anwalt der Menschlichkeit
Gottes Erbarmen sichtbar machen 236
Um Gottes willen menschlich! 237

7. Eucharistischer Lebensstil
Lebensgestaltung nach Bild und Beispiel Jesu 241
Pro-Existenz
Leben unter dem Geheimnis des Kreuzes 243
Eucharistische Existenz
Einverleibt und ausgeteilt 246
Wer kann dann noch gerettet werden? 248

Programmatisch
Barmherzigkeit als Verpflichtung 250


1. Der verschlossene Himmel
Gotteserfahrung im Gestus der Mitmenschlichkeit .252

2. Werke der Beliebigkeit?
Die Not-Wendigkeit der Gerechtigkeit 254
Von erkannten Zwängen und errungener Freiheit 255
Von Anteilnahme und der Kultur des Teilens 260
Vom Asyl der Menschlichkeit und einem Obdach für die Armen 262
Vom Schutz vor Bloßstellung und Beschämung 265
Von menschlichen Bindungen und göttlichen Zumutungen 267

3. Der geöffnete Himmel
Lebenszusammenhang von Gerechtigkeit und Herrlichkeit 271
Der Herr wird Antwort geben 271

Dritter Teil

Perspektiven

Den Menschen dienen


Prolog: Ahnengalerie der Hoffnungsträger 276

Lebens(t)raum Priesterseminar 281

1. Lebens-Erfahrung
Auswahl- und Weihekriterium für den apostolischen Dienst 281
Lebenskontext Jüngerschaft
Lebensstil und Lebensgemeinschaft 282
Lebenskontext Priesterseminar Lebensraum und Wachstumskommunität 284

2.Lebensschule Jesu
Lernort priesterlicher Spiritualität 287
Krisenmomente als Wachstumschancen 287
Führungsverantwortung und Schulderfahrung 291

3. Der Lebensraum des Priesterseminars im Spiegel paulinischer Gemeindetheologie 294
Einheit in der Vielfalt
Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsfindung 294
Vorrang der Liebe
Übernahme von Verantwortung 297
Begegnung in der Wahrheit
Geistliche Kommunikation 299
Lebenszeugnis der Jüngergemeinde Bekehrung und Berufung 302

Lebensentwurf Priesterberuf 304
Auf Gott hoffen
Spiritualität und Kommunität 305
Mut zur Schwäche
Identität und Authentizität 307
Bereitschaft zum Dienen
Fragmentarität und Disponibilität 309
Loblied auf Gottes Stärke
Dignität und Responsabilität 311
Stark im Namen des Herrn
Aktivität und Kapazität 313
Hoffnungsstarke Priester Hoffnung für unser Land 316

Lebenshorizont des Priesterlichen 317
1. Investitionen in die Zukunft
Ackerkauf in Anatot 319

2. Zur Zukunftsgestalt priesterlichen Dienstes
Ermutigungen zum Wachstum 323
Mut zur geistlichen Mitte 323
Apostolische Gegenprobe:
„Wir wollen beim Gebet und beim Dienst am Wort bleiben" (Apg 6,4) 326
Mut zu missionarischem Geist 328
Apostolische Gegenprobe: „Hefte dich an den Wagen!" (Apg 8,29) 332
Mut zu gemeinsamer Zeugenschaft 335
Apostolische Gegenprobe: „Barnabas nahm sich seiner an" (Apg 9,27 339

3. Zukunftsaussichten
Wovon ein Papst nur träumen kann 342

Statt eines Nachwortes Klaus Hemmerle: Der Priester heute 343
Danksagung 351