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Konflikte selber lösen Ein Trainingshandbuch für Mediation und Konfliktmanagement in Schule und Jugendarbeit
Konflikte selber lösen
Ein Trainingshandbuch für Mediation und Konfliktmanagement in Schule und Jugendarbeit




Kurt Faller, Wilfried Kerntke, Maria Wackmann

Verlag an der Ruhr
EAN: 9783860722206 (ISBN: 3-86072-220-4)
207 Seiten, paperback, 21 x 30cm, 1996

EUR 23,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Das Streitschlichterprogramm berücksichtigt die Interessen der Konfliktparteien, es bewertet nicht; will tragfähige Kompromisse, bietet Lösungen - keine Machtworte.

Wer wissen will, wie Streitschlichtung, wie Mediation in Schule und Jugendgruppen funktioniert, findet in diesem Buch:

- grundlegende Informationen

- sofort einsetzbare Übungsprogramme für Jugendliche und Erwachsene

- organisatorische Hilfen

- Erfahrungsberichte
Verlagsinfo
Gewalt ist für viele Kinder und Jugendliche heute die nächstliegende und effektivste Möglichkeit Konflikte zu lösen: Nicht aus Lust am Streit und Gewalt, sondern weil sie keine anderen Möglichkeiten kennen mit Konflikten umzugehen. Mediation ist ein Ansatz, der auch für Konfliktregelungen in der Schule geeignet ist. Schlichter sind hier anderen SchülerInnen, die den Konfliktparteien hinsichtlich Alter, Geschlecht und Ethizität nahe stehen. Das Handbuch enthält ein Ausbildungsprogramm für diese SchülerInnen, in dem ihnen Grundregeln und Techniken der Mediation und konstruktiver Konfliktaustragung vermittelt werden. Es bietet nicht nur Grundüberlegungen zum Thema, sondern auch Organisationshilfen, das Curriculum und viele Beispiele für Spiele und Übungen.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort

I. GRUNDLAGEN.
1. Konflikte selber lösen?
2. Neue Wege suchen
3. Konstruktive Konfliktbearbeitung.
4. Mediation
5. Peer-Group-Education
6. Konfliktmanagement
7. Das Offenbacher Modellprojekt

II. WIE ARBEITEN MIT DEM PROGRAMM?
1. Ziele
2. Die Struktur des Programms
3. Methoden und Techniken
4. Der Aufbau von Kursvarianten

III. DAS TRAINIGSPROGRAMM

BAUSTEIN 1: GRUNDREGELN
Einheit 1: Begrüßung, Vorstellung
Einheit 2: Gemeinsamkeiten, Unterschiede
Einheit 3: Grundregeln erarbeiten
Einheit 4: Grundregeln einüben

BAUSTEIN 2: KONFLIKT
Einheit 5: Was ist ein Konflikt?
Einheit 6: Struktur von Konflikten
Einheit 7: Motive und Emotionen verstehen

BAUSTEIN 3: KONFLIKTANALYSE
Einheit 8: Issues
Einheit 9: Eskalation
Einheit 10: Wendepunkte
Einheit 11: Hanno und Hannah
Einheit 12: Das Eigene und das Fremde

BAUSTEIN 4:KOMMUNIKATION
Einheit 13: Mehr als Worte
Einheit 14: Kommunikation testen
Einheit 15: Gezielt einsetzen

BAUSTEIN 5: KONSENS
Einheit 16: Issues und Entscheidungsbedarf
Einheit 17: Bedürfnisse und Positionen
Einheit 18: Das Konsensverfahren

BAUSTEIN 6: MEDITATION
Einheit 19: Was ist Mediation?
Einheit 20: Täter, Opfer, Helfer
Einheit 21: Was muss eine Mediatorln können?
Einheit 22: Phasen der Mediation
Einheit 23: Rollenspiel Mediation

BAUSTEIN 7: PEER-GROUP-EDUCATION
Einheit 24: Was ist Peer-Group-Education?
Einheit 25: Problemlöser
Einheit 26: Schritt für Schritt - Das Streit-Schlichter-Programm

BAUSTEIN 8: SCHULPROGRAMM
Einheit 27: Arbeiten als Coach
Einheit 28: Implementierung

IV. SPIELE
1. Warm-up
2. Energizer
3. Opener
4. Lightener
5. Wind down

LITERATURVERZEICHNIS
FRAGEBOGEN
Leseprobe
Um ein Klima der Hoffnung herzustellen, muss man (nach Tom Leimdorfer, einem englischen Pädagogen, der mit Mediation arbeitet) fünf grundlegende Bestandteile beachten:
1. ein Klima der Bestätigung schaffen (wertschätzen, was jemand ist, nicht, was er macht);
2. ein Klima des aktiven Zuhörens schaffen;
3. ein Klima der Kooperation schaffen;
4. ein Klima der Problemlösung aufbauen (Probleme und Konflikte als Wachstumspotentiale);
5. ein Klima der Menschenrechte aufbauen (als Maßstab, der auch in der Kita, in der Schule, im Jugendzentrum, in der Clique gilt).