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Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerbildung
Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerbildung




Michael Becker-Mrotzek, Peter Rosenberg, Christoph Schroeder, Annika Witte (Hrsg.)

Reihe: Sprachliche Bildung


Waxmann
EAN: 9783830933991 (ISBN: 3-8309-3399-1)
216 Seiten, paperback, 17 x 24cm, 2017

EUR 29,90
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Sprachliche Bildung, Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache sind in vielen Bundesländern fester Bestandteil der Lehramtsausbildung. In einigen Bundesländern, etwa Berlin und Nordrhein-Westfalen, ist Deutsch als Zweitsprache inzwischen sogar ein Pflichtmodul. Weitere Bundesländer folgen oder diskutieren aktuell eine Verankerung des Themas sprachliche Bildung in das Studium.

Der Band „Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerbildung“ gibt einen Überblick über die bisherigen Modelle und präsentiert erste Erkenntnisse. Darüber hinaus werden Antworten auf folgende Fragen gegeben: Welche Inhalte sollen im Bereich Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache vermittelt und welche Kompetenzen von angehenden Lehrkräften erworben werden? Wie können bereits im Studium sprachliche Aspekte des Fachunterrichts vermittelt werden? Bereiten diese Kompetenzen ausreichend auf die Herausforderungen in der Schule vor und wie lässt sich das evaluieren? Aus der Tatsache, dass sprachliche Heterogenität einen zentralen Aspekt von Diversität darstellt, ergibt sich eine weitere Frage: Wie gestaltet sich das Verhältnis von Sprachförderung und Inklusion?

Der Band richtet sich an alle Akteure aus dem Bereich „Sprachbildung in der Lehrerbildung“, an Expertinnen und Experten aus der Linguistik, Didaktik und den Bildungswissenschaften, an Lehrende in der Hochschule wie auch an den wissenschaftlichen Nachwuchs.

Michael Becker-Mrotzek, geb. 1957, ist Professor für deutsche Sprache und ihre Didaktik an der Universität zu Köln und Direktor des Mercator-Instituts für Sprach förderung und Deutsch als Zweitsprache. Arbeitsschwerpunkte: Schreibforschung, Gesprächsdidaktik, sprachliche Bildung.

Christoph Schroeder, Professor für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache an der Universität Potsdam. Forschungsinteressen: Verbindung von Sprachtypologie und Zweitspracherwerbsforschung, Schriftspracherwerb im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit.

Annika Witte, Jg. 1979, Magisterstudium der Deutschen und Romanischen Philologie sowie Psychologie in Heidelberg und Münster; 2007 Abschluss des Ergänzungsstudienganges „Zertifikat Deutsch als Fremdsprache“ sowie mehrjährige Tätigkeit als Dozentin für Deutsch als Fremdsprache an verschiedenen öffentlichen und privaten Einrichtungen; 2013 Promotion an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Dr. Peter Rosenberg, akademischer Mitarbeiter an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt Oder), Fakultät für Kulturwissenschaften. Forschungsinteressen: Migrationslinguistik, Regionalsprachenforschung, Sprachwandel- und Sprachinselforschung.
Rezension
Kommen Lehrkräfte im Fach Deutsch noch mit der klassischen Ausbildung in der Schule zurecht? Reichen ihre an der Hochschule erworbenen Vermittlungskenntnisse der deutschen Sprache für die schulische Wirklichkeit noch aus? Oder müßte nicht "Deutsch als Zweitsprache" viel stärker in der Lehrerausbildung verankert sein, weil sprachliche Heterogenität einen zentralen Aspekt von Diversität in unserer multikulturellen und multilingualen Migrationsgesellschaft darstellt? Dieser Fragestellung wendet sich sinnvoller- und erfreulicherweise dieses Buch "Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerbildung" zu. Bislang nur in wenigen Bundesländern ist Deutsch als Zweitsprache inzwischen ein Pflichtmodul. Insbesondere aber Grundschullehrkräfte stehen in ihren Klassen vor ganz neuen sprachlichen und sprachdidaktischen Herausforderungen angesichts der Migrantenkinder und ihrer sprachlichen Vielfalt.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Mit Beiträgen von
Tülay Altun, Barbara Baumann, Claudia Benholz, Markus Bernhardt, Anke Börsel, Annkathrin Darsow, Aysun Doğmuş, Marion Döll, Elisabeth Fleischhauer, Christoph Gantefort, Juliana Goschler, Wilhelm Grießhaber, Michael Grosche, Katrin Günther, Sara Hägi-Mead, Yasemin Karakaşoğlu, Beate Lütke, Gülşah Mavruk, Verena Mezger, Magdalena Michalak, Elke Montanari, Sven Oleschko, Jennifer Paetsch, Claudia Riemer, Anke Sennema, Julia Settinieri, Anke Schmitz, Fränze Sophie Wagner, Magdalena Wiażewicz
Inhaltsverzeichnis
Vorwort7

A. Modelle

Barbara Baumann
Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerbildung – ein deutschlandweiter Überblick 9

Juliana Goschler & Elke Montanari
Deutsch als Zweitsprache in der Lehramtsausbildung: ein integratives Modell 27

Beate Lütke & Anke Börsel
Deutsch als Zweitsprache in der Berliner Lehrkräftebildung 37

Verena Mezger
Deutsch als Zweitsprache in der Lehrerbildung – Erfahrungen in Brandenburg 51

Christoph Gantefort & Magdalena Michalak
Zwischen Sprache und Fach – Deutsch als Zweitsprache im Lehramtsstudium an der Universität zu Köln 61

Aysun Doğmuş & Yasemin Karakaşoğlu
Das Modul „Umgang mit Heterogenität in der Schule“ in der Lehramtsausbildung an der Universität Bremen 75

B. Theorie und Praxis

Wilhelm Grießhaber
Lehramtswissen 89

Claudia Benholz & Gülşah Mavruk
Deutsch als Zweitsprache, Sprachbildung und Mehrsprachigkeit als möglicher Schwerpunkt in allen Praxisphasen – ein innovatives Konzept an der Universität Duisburg-Essen 107

Anke Sennema & Magdalena Wiażewicz
Ineinandergreifen von Sprache und Fach: Sprachbildung in der Weiterbildung von Lehrkräften an Berufsschulen 119

C. Sprache im Fach

Tülay Altun, Markus Bernhardt & Katrin Günther
Sprache(n) der Geschichte. Kooperation des Modellprojekts ProDaZ mit der Geschichtsdidaktik des
Historischen Instituts der Universität Duisburg-Essen 131

Anke Schmitz & Sven Oleschko
Die Bedeutung der sprachlichen Bildung im Fachunterricht. Empirische Befunde zur Rezeption und Produktion von Texten aus gesellschaftswissenschaftlichen Bezugsdisziplinen 143

D. DaZ und Inklusion

Michael Grosche & Elisabeth Fleischhauer
Implikationen der Th eorien der schulischen Inklusion für das Konzept der Förderung von Deutsch als Zweitsprache 155

Claudia Riemer
Deutsch als Zweitsprache und Inklusion – Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Ein fachpolitischer Positionierungsversuch aus der Perspektive des Fachs DaF/DaZ171

E. Evaluationen

Annkathrin Darsow, Fränze Sophie Wagner & Jennifer Paetsch
Konzept für die empirische Untersuchung der Berliner DaZ-Module 187

Marion Döll, Sara Hägi-Mead & Julia Settinieri
„Ob ich mich auf eine sprachlich heterogene Klasse vorbereitet fühle? – Etwas!“
Studentische Perspektiven auf DaZ und das DaZ-Modul (StuPaDaZ) an der Universität Paderborn 203