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medias in res
Medienkulturwissenschaftliche Positionen
Till A. Heilmann, Anne von der Heiden, Anna Tuschling (Hrsg.)
Reihe: MedienAnalysen
Transcript
EAN: 9783837611816 (ISBN: 3-8376-1181-7)
300 Seiten, paperback, 14 x 23cm, 2011
EUR 29,80 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
»Medias in res« steht seit Horaz für die rhetorische Kunst, sogleich zur Sache zu kommen, mitten in die Dinge hinein. »Medium« wurde das in der Mitte Befindliche genannt und bezeichnete so den Zwischenraum, den Unterschied und die Vermittlung. Von diesem grundlegenden Begriff der Medialität als eines verbindenden und zugleich trennenden Dazwischen ausgehend stellt der Band unterschiedliche Theorien, Gegenstände und Fragestellungen der kulturwissenschaftlichen Medienforschung vor. Die Beiträge untersuchen verschiedenste mediale Phänomene wie Glockenton, Google Earth, Film oder Aphorismus.
Rezension
Dem Titel nach geht es bei diesem Buch gleich zur Sache, - zur Sache der Medienkulturwissenschaft in der ganzen Vielfalt aktueller medienkulturwissenschaftlicher Positionen: Dekonstruktion, Systemtheorie, Wissensarchäologie, Psychoanalyse, Technikphilosophie etc. Technik (Kap. III) und Ästhetik (Kap. II) lassen sich dabei nicht trennen. Die Themen der einzelnen Beiträge sind recht heterogen: von der Medienforschung über Grundlagentheorien der Medialität und Historiographien bis zur Bildkritik. Der Band dokumentiert eine Tagung zum Titel an der Universität Basel im Jahr 2008. So gerät die gesamte Themenbreite von Medienkulturwissenschaft vor Augen, aber auch die sehr unterschiedlichen Perspektiven darauf.
Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Medienwissenschaft, die zur Sache kommt. Der Band versammelt repräsentative Beiträge aktueller Medienforschung, von Grundlagentheorien der Medialität über Historiographien bis zur Bildkritik.
Autoreninfo:
Till A. Heilmann (Dr. phil.) forscht und lehrt am Institut für Medienwissenschaft der Universität Basel. Seine aktuellen Arbeitsschwerpunkte sind Theorien der Digitalität, die Geschichte der Taste sowie die Anfänge der Medienwissenschaft.
Anne von der Heiden (Prof. Dr. phil.) ist Professorin für Kunstgeschichte und -theorie an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz. Ihre Forschungen bewegen sich in den Schnittfeldern von Bild-, Medien- und Kulturtheorie sowie in der Medienästhetik, der zeitgenössischen Kunst und der visuellen Kultur.
Anna Tuschling (Jun.-Prof. Dr. phil.) leitet die medienwissenschaftliche Arbeitsgruppe in der Mercator-Forschergruppe »Räume anthropologischen Wissens« an der Ruhr-Universität Bochum. Sie arbeitet über Medienangst, Lernregimes und Lerntechniken sowie zu Medienanthropologie.
WWW: www.mewi.unibas.ch
Schlagworte
Medien, Technik, Computer, Bild, Film
Adressaten
Medienwissenschaft, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Filmwissenschaft, Kunstwissenschaft
Editorial zur Reihe »MedienAnalysen«:
Medien sind nicht nur Mittel der Kommunikation und Information, sondern auch und vor allem Vermittlungen kultureller Selbst- und Fremdbilder. Sie prägen und verändern Konfigurationen des Wahrnehmens und Wissens, des Vorstellens und Darstellens. Im Spannungsfeld von Kulturgeschichte und Mediengeschichte artikuliert sich Medialität als offener Zwischenraum, in dem sich die Formen des Begehrens, Überlieferns und Gestaltens verschieben und Spuren in den jeweiligen Konstellationen von Macht und Medien, Sprache und Sprechen, Diskursen und Dispositiven hinterlassen.
Das Konzept der Reihe ist es, diese Spuren lesbar zu machen. Sie versammelt Fallanalysen und theoretische Studien – von den klassischen Bild-, Ton- und Textmedien bis zu den Formen und Formaten der zeitgenössischen Hybridkultur.
Die Reihe wird herausgegeben von Georg Christoph Tholen.
Inhaltsverzeichnis
Medias in res. Zur Einführung
ANNA TUSCHLING, TILL A. HEILMANN, ANNE VON DER HEIDEN
9
I MEDIALITÄT
Res medii. Von der Sache des Medialen
DIETER MERSCH
19
Die Sache des Inmitten
HANS-JOACHIM LENGER
39
Der Bote als Topos oder: Übertragung als eine medientheoretische Grundkonstellation
SYBILLE KRÄMER
53
Von der Auflösung der Medien in der Universalität der Medialität
RAINER LESCHKE
69
Kinematographie und Medialitätsphilosophie in Orson Welles’ Film „Im Zeichen des Bösen“
LORENZ ENGELL
83
II ÄSTHETIK
„Io sono sempre vista“. Das Unheimliche dies- und jenseits des Bildes
JOHANNES BINOTTO
97
„Fülle des Wohllauts“. Zur Medialität des männlichen Gesangskörpers im Musikfilm der 1930er Jahre
URSULA VON KEITZ
113
Der (leere) Raum zwischen Hören und Sehen: Zu einem Theater ohne Schauspieler
HELGA FINTER
127
„All activity must occur within a given space“.
Dara Birnbaums taktische Züge im Feld der Visuellen Kultur
SIGRID ADORF
139
Vorbilder des Kinos. Die Familienzeitschriften des 19. Jahrhunderts als Dispositive der Sichtbarkeit
KARL PRÜMM
163
Panoptikum im 21. Jahrhundert. Von Bentham zu Google Earth
MANFRED SCHNEIDER
185
III TECHNIK
Die Fabel von der Medien-Technik: Unter meiner Aufsicht
AVITAL RONELL
207
„Erzklang“ oder „missing fundamental“. Kulturgeschichte als Signalanalyse
BERNHARD SIEGERT
231
Halbes Leben
LAURENCE A. RICKELS
247
Lichtenbergs Messer. Eine medienwissenschaftliche Lektüre
ANNA TUSCHLING
267
Das Phantasma der Signale
MARIE-LUISE ANGERER
279
Autorinnen und Autoren
291
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