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Warum fragt uns denn keiner?
Schüler sagen, was in der Schule falsch läuft
Originalausgabe
Melda Akbas
Random House
EAN: 9783570100936 (ISBN: 3-570-10093-6)
224 Seiten, paperback, 13 x 21cm, Juni, 2013, Klappenbroschur
EUR 14,99 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Thema Bildungsmisere: zum ersten Mal aus Schüler-Perspektive
Schüler haben keine Lobby. Sie kommen bei der Bildungsdiskussion kaum zu Wort – und wenn, dann nur als politisches Feigenblatt. Man redet eher über sie als mit ihnen. Melda Akbaş, Berliner Abiturientin und mittlerweile Studierende, will das nicht länger hinnehmen. Denn Politiker und viele Experten haben keine Ahnung, wovon sie reden. Sie kennen den Schulalltag nicht, schon gar nicht aus Sicht der Schüler, der Hauptbetroffenen, und wissen deshalb auch nicht, was täglich falsch läuft. Deshalb erzählt Melda Akbaş von der Schule als Zwangseinrichtung, kritisiert mangelnde Motivation bei vielen Lehrern, was auch die Schüler lähmt, langweilt und mutlos macht. Und sie zeigt auf, wie schnell die – für den Einzelnen und die Gesellschaft so kostbaren – kindlichen Ressourcen Neugier und Lust am Lernen durch die Schule zerstört werden. Am Ende von 12 oder 13 langen Schuljahren stehen oft junge Menschen, die gelernt haben, den Mund zu halten und sich anzupassen, die wenig Selbstbewusstsein und kaum Perspektiven haben. Melda Akbaş plädiert vehement dafür, schnell und wirksam in den Schulen Entscheidendes zu verändern.
Rezension
Die Bücher, die Bildungsschelte betreiben, die sog. Bildungsmisere beklagen, das Schulsystem bemängeln, die Lehrer kritisieren und die Bildungspolitik beschimpfen, - diese Bücher sind Legion und fast jeden Tag erscheint ein weiterer dsbzgl. Titel und jeder Autor behauptet genau zu wissen, woran es mangelt ... Es ist in Mode gekommen, Lehrer zu kritisieren; denn angeblich weiss hier ja jeder Bescheid; schließlich hat man selbst mal die Schulbank gedrückt ... Mit dem hier anzuzeigenden Buch aber findet sich erstmals eine Darstellung zur sog. Bildungsmisere aus Schüler-Perspektive und aus der Feder einer Abiturientin, die bemängelt, dass Neugier und Lust am Lernen durch die Schule zerstört werden. - Also: Schnell und wirksam Schule verändern! Das aber wollen z.Zt. doch fast alle ... Nur wie? Und mit welchen Zielen? Mit welchen Mitteln? Und jenseits welcher bildungspolitischer Populismen und Aktionismen?
Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Melda Akbas, geboren 1991, lebt in Berlin und macht im Frühjahr 2010 ihr Abitur. In ihrer Freizeit engagierte sie sich als stellvertretende Schulsprecherin, im Bezirksschülerausschuss und arbeitet für die Türkische Gemeinde Deutschland. Im März 2009 wurde ihr Projekt »l.o.s. – let's organize somethin'« von der Deutschen Bank und der Initiative »Deutschland – Land der Ideen« ausgezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
»Nobody zwingt uns!« 9
»Ich werde schließlich dafür bezahlt, mit euch zusammenzustoßen!« 21
»Ich habe auch Angst vor dem Arzt, seit ich weiß, wer alles Abitur macht!« 44
»Klausur kommt von ›close‹ aus dem Englischen, weil man da eingeschlossen ist.« 64
»Jeder ist seines Glückes Klausurschmied!« 96
»Du musst auch kein Abi machen, da vorne ist ’ne Baustelle, da kannst du hingehen!« 123
»Wir beginnen heute ein neues Thema, mit dem ihr im Alltag wahrscheinlich mehr Erfahrung habt:
ALKOHOL!« 143
»Es ist Frühling, die Säfte kommen rausgeschossen!« 158
»Wenn du hier Geld zahlen würdest, hättest du auch in allen Fächern Einsen!« 180
»Showbusiness is my business!« 197
Was muss sich ändern? 208
Danksagung 222
Erklärung 223
Literaturhinweise 224
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