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Theologische Ethik auf Augenhöhe
Festschrift für Stephan Ernst
Thomas Brandecker, Tobias Janotta, Hendrik Weingaertner (Hrsg.)
Herder Verlag
EAN: 9783451391323 (ISBN: 3-451-39132-5)
536 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 15 x 23cm, 2021
EUR 75,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Festschrift für Stephan Ernst
Stephan Ernst, Lehrstuhlinhaber für Theologische Ethik – Moraltheologie an der Universität Würzburg, vollendet am 26. Oktober 2021 sein 65. Lebensjahr. Seine Form, Theologische Ethik zu betreiben, kann prägnant als Theologische Ethik auf Augenhöhe charakterisiert werden. In der Festschrift werden seine Beiträge auf den Gebieten der Fundamentalethik, der Medizinethik sowie anderer Anwendungsfelder der Ethik, der Geschichte der Moraltheologie und der Moralpädagogik kritisch gewürdigt sowie für eine aktuelle Theologische Ethik fruchtbar gemacht.
Mit Beiträgen von Ralf Lutz, Peter Knauer, Konrad Hilpert, Karl-Wilhelm Merks, Matthias Reményi, Thomas Brandecker, Michelle Becka, Markus Patenge, Katharina Klöcker, Josef Schuster SJ, Sebastian Schoknecht, Martin M. Lintner, Kerstin Schlögl-Flierl, Katharina Ebner, Dominik Burkard, Claudia Heimann, Anette Löffler, Tobias Janotta, Astrid Schilling, Mechthild Dreyer, Barbara Schmitz, Rainer Berndt, Sibylle Trawöger, Stefan Meyer-Ahlen, Thomas Laubach, Hendrik Weingärtner
Herausgeber:
, Dr. theol., geb. 1974. Von 2002 bis 2008 sowie von 2012 bis 2016 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Moraltheologie an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Würzburg.
Tobias Janotta, Dr. theol., geb. 1987. Studium der Klassische Philologie (Latinistik), Katholischen Theologie und Geschichte für das Lehramt an Gymnasien an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 2016-2018 Mitarbeit im DFG-Forschungsprojekt zur kritischen Edition des Radulfus Ardens, 2019-2020 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Moraltheologie – Theologische Ethik. Seit 2020 im Vorbereitungsdienst (Referendariat) für das Lehramt.
Hendrik Weingärtner, geb. 1993. Studium der Katholischen Theologie und der Geschichtswissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Seit 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Theologische Ethik – Moraltheologie der Universität Würzburg.
Rezension
Diese Festschrift für Prof. Dr. Stephan Ernst, der 2021 sein 65. Lebensjahr vollendet hat, vertritt seit mehr als zwanzig Jahren an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg das Fach Theologische Ethik – Moraltheologie. Seine Forschungsschwerpunkte erstrecken sich von theologisch-ethischen Grundfragen über die geschichtliche Ausformung der theologischen Ethik innerhalb der mittelalterlichen Theologie bis hin zu aktuellen Fragen der Medizin- sowie der Sexual- und Beziehungsethik. Dabei erscheint ihm das Prinzip der Verhältnismäßigkeit als das Grundprinzip verantwortlichen Handelns. Eine Handlung ist demnach dann verantwortbar, wenn sie auf die Dauer und im Ganzen betrachtet ihrem Ziel angemessen und damit verhältnismäßig ist; sie ist unverantwortbar, wenn sie – langfristig und insgesamt gesehen – ihrem Ziel nicht entspricht, sondern es durch die mitverursachten (oder zugelassenen) Übel bzw. Schäden zerstört und sich damit als kontraproduktiv erweist. In der Festschrift werden seine Beiträge auf den Gebieten der Fundamentalethik, der Medizinethik sowie anderer Anwendungsfelder der Ethik, der Geschichte der Moraltheologie und der Moralpädagogik kritisch gewürdigt sowie für eine aktuelle Theologische Ethik fruchtbar gemacht.
Thomas Bernhard für lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 9
I. Fundamentalethik
Werte und Wertkonflikte
Ethische Grundlagen und Wege des Umgangs 15
Ralf Lutz
„Der gute Zweck heiligt nicht das schlechte Mittel“ – Gütesiegel jeder
Ethik, aber wie zu verstehen und wie nicht? 34
Peter Knauer SJ
Wie bestimmt man das „Objekt“ einer Handlung?
Lehramtliche Moraltheologie versus Verhältnismäßigkeitsprinzip 54
Thomas Brandecker
„… auf Dauer und im Ganzen.“
Zur Bedeutung von Zukunft für nachhaltige ethische Entscheidungen 70
Sigrid Müller
Geburtlichkeit als anthropologische Grundbestimmung und ihre
Bedeutung für die theologische Ethik 91
Konrad Hilpert
Dystopie als Gegenwart – Zur Krise christlicher Moral 113
Katharina Klöcker
Menschenwerk – Über Grenzen der Moral 130
Karl-Wilhelm Merks
Autonomie und Theonomie
Fundamentaltheologische Notizen zu einem Grundlagenproblem der
theologischen Ethik 153
Matthias Remenyi
Menschenwürde – Scharnier zwischen Moraltheologie und Sozialethik
und Brücke zu den Menschenrechten 176
Michelle Becka
Eine theologische Ethik der Weltkirche
Skizzen einer kontextsensiblen Ethik 194
Markus Patenge
II. Anwendungsfelder der Ethik
Die Pandemie als Lernort – Ethik in der Altenhilfe 211
Sebastian Schoknecht
Gesundheit und Krankheit: anthropologische und ethische
Gesichtspunkte 232
Josef Schuster SJ
Laudato si’: eine kritische Lektüre aus tierethischer Perspektive 248
Martin M. Lintner OSM
Verantwortung in Zeiten der Künstlichen Intelligenz –
Herausforderung für die theologische Ethik 265
Kerstin Schlögl-Flierl
Das Recht auf Vergessenwerden und seine Bedeutung für die
autonome Lebensführung 284
Katharina Ebner
III. Geschichte der Moraltheologie
Zur Frage der Abhängigkeit des Speculum universale des Radulfus
Ardens vom Verbum adbreviatum des Petrus Cantor 297
Claudia Heimann / Anette Löffler
„Ita teneant uirtutes, quod uitia euitent collateralia“ (Hom. epist. 2)
Zur Bedeutung der Lehre von den Komplementärtugenden im
Predigtkorpus des Radulfus Ardens 319
Tobias Janotta
Anregungen aus dem 13. Jahrhundert
Theologische Ethik auf Augenhöhe mit Roger Bacon 341
Astrid Schilling
Im Laufe der Zeit, aber im Ganzen
Aufschlussreiche Konzeptionen im Denken Hugos von Saint-Victor 353
Rainer Berndt SJ
„Überhebt euch […] nicht in eurem Geist, indem ihr sie verachtet,
denn Gott hat schon ein unvernünftiges Tier zum Reden gebracht“
Hildegard von Bingen und die Gelehrten ihrer Zeit 377
Mechthild Dreyer
Johannes von Salisburys „Policraticus“, die Juditerzählung und die
Frage nach der Legitimität der Tyrannentötung 389
Barbara Schmitz
„Katholische Moral“ – weder Sklavenmoral noch artfremd
Zu Genese und Verfasser des anonymen Artikels in Conrad Gröbers
„Handbuch der religiösen Gegenwartsfragen“ (1937) 406
Dominik Burkard
IV. Moralpädagogik
Vorangehen und Dabei-Sein
Augenhöhe als sich wandelnde Haltung für Ethisches Lernen 439
Stefan Meyer-Ahlen
Der popularisierte Dekalog
Eine Rekonstruktion 449
Thomas Laubach
Wider Erwarten
Zum Paradox in der Didaktik der systematischen Theologie 475
Sibylle Trawöger
Moralpädagogik und Theater
Überlegungen zur ethischen Bildung im Medium der Kunst 489
Hendrik Weingärtner
Lebensdaten von Stephan Ernst 508
Verzeichnis der Veröffentlichungen von Stephan Ernst 510
Verzeichnis der Autorinnen und Autoren 527
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