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Religionsunterricht in der
Grundschule
Lehrerhandbuch 1
Hubertus Halbfas
Patmos
EAN: 9783491782365 (ISBN: 3-491-78236-8)
360 Seiten, hardcover, 15 x 23cm, 1983
EUR 24,50 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Vorwort
Dieses auf vier Bände
angelegte Handbuch "Religionsunterricht in der Grundschule" möchte eine allgemein gültige Orlentierungshilfe bieten.
Einerseits erschließt es die im gleichen Verlag erscheinenden Religionsbücher für das erste bis vierte Schuljahr,
andererseits geht die Intention über einen Kommentar hinaus: Keiner der Bände beschränkt sich in seiner Brauchbarkeit auf ein
Schuljahr; vieles ist von grundsätzlicher Bedeutung und für die gesamte Schulzeit gültig. Auch werden nur zentrale
Themenkreise behandelt, die - unabhängig vom geltenden Lehrplan oder eingeführten Lehrbuch - zu den »essentials« des
Religionsunterrichts gehören. Infolgedessen kann dieser Band selbst jenen Lehrern nützlich sein, die in anderen Schuljahren
und mit anderen Ma teriallen arbeiten.
Die Einbindung des Religionsunterrichts in das Schulleben und seine
Mitverantwortung für eine bewußte Schulkultur führen in diesem Lehrerhandbuch zugleich über die fachspezifischen Themen
hinaus. In allen vier Bänden geht es um ein schulisches Leben und Lernen, also um die Rahmenbedingungen des
Rellgionsunterrichts. Deshalb entwickelt unser »Religionsunterricht in der Grundschule« nicht alleine ein
religionspädagogisches, sondern zugleich ein elementares Schulprogramm.
Das religionsdidaktische Konzept steht freilich im
Vordergrund: Dieses Lehrerhandbuch möchte dem Benutzer keine Schnellrezepte an die Hand geben, sondern Materialien, die sich
in erster Linie an den Lehrer selbst, an dessen eigenes Lebens- und Glaubensbewußtsein wenden, damit der Unterricht vor allem
von der religiösen Reife des Lehrers und nicht von seinem Know-how getragen werde. Also vertauscht unser Buch den
didaktischen Horizont nicht mit der methodischen Schablone. Es will nicht die grundlegende Besinnung und nicht die
persönliche Auseinandersetzung ersparen, sondern zu einer tieferen Begegnung mit seinen Inhalten verhelfen und vor allem zur
didaktischen Auseinandersetzung mit ihnen anleiten. Wer sich darauf einläßt, wird zugleich einen rellgionspädagogischen
Grundkurs absolvieren, dessen Gewinn mehr didaktische Kompetenz sein könnte.
Dem Religionsbuch für das erste Schuljahr
entsprechend, leitet das vorliegende Handbuch eingehend zum Umgang mit Bildern an. Schon der flüchtige Blick in das
Schülerbuch zeigt, daß es anspruchs-volle Materialien sind, wie sie bisher kein Schulbuch kannte. Mit seinen Interpretationen
bietet dieser Kommentar zugleich eine Bildhermeneutik, die ein wenig vertrautes Unterrichtsfeld erschließt.
Die der
Drucklegung voraufgegangenen Erfahrungen mit den Bildern des Rellgionsbuches waren an Dia-Projektionen gebunden. Das hatte
wichtige Vorteile. Ein einzelnes Bild, großformatig in einer halbdunklen Klasse projiziert, ist immer faszinierender und
zugleich die Aufmerksamkeit aller Schüler intensiver bindend, als wenn das gleiche Bild fünfundzwanzig- oder dreißigmal vor
jedem einzelnen liegt. Deshalb werden die Verlage auch eine Bildauswahl aus dem Religionsbuch für das erste Schuljahr in
Farbdias anbieten. Damit können die unterrichtlichen Möglichkeiten vielfältiger genutzt werden, während das Religionsbuch
jede Form von Weiterarbeit, Rückbesinnung und Vergleich gestattet, so daß in diesem Medienverbund intensive Lernerfahrungen
und eine nachhaltige Unterrichtswirkung erzielbar sind.
Die Religionsbücher für das zweite, dritte und vierte Schuljahr
sollen in jährlicher Folge erscheinen. Die entsprechenden Lehrerhandbücher werden nach Möglichkeit gleichzeitig oder nur
wenig später vorliegen. Das Gesamtwerk ist über den Tag hinaus geplant: Es soll groß genug sein, damit Schüler wie Lehrer
ihre eigene Entwicklung darin unterbringen können und gleichzeitig tief genug, daß es den Brunnengrund in uns
erschließt.
Drolshagen, im Dezember 1982
Hubertus Halbfas
Vorwort zur zweiten Auflage
Die
Neuauflage dieses Bandes nutze ich, um einige Veränderungen im Religionsbuch für das erste Schuljahr zu berücksichtigen. Es
handelt sich um die erneuerte Fotografie und Illustration des Kapitels "Leben und Lernen in der Schule" sowie um das
ausgetauschte Bild »Herbergssuche« von Relindis Agethen. Zu diesen Seiten des Religionsbuchs bietet nun die zweite Auflage
des Lehrerhandbuchs modifizierte Interpretationen. Die Paginierung des Bandes hat sich dadurch nicht verändert.
H.H.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Einführung in die Arbeit mit dem Religionsbuch für das erste Schuljahr
Das Religionsbuch und der Lehrplan
Die Auswahl der Inhalte
Der Zusammenhang mit dem Grundschul-Lehrplan
Hermeneutische Kompetenz und theologisches
Niveau
Über die »Religion« dieses Religionsbuches
Religionsunterricht und allgemeine Unterrichtskultur.
Bild und
Text
Was ist kindgemäß?
Der Handlungsbezug des Religionsbuches
Die Arbeit des Lehrers mit dem Religionsbuch für
das erste Schuljahr
Leben und Lernen in der Schule
Lernen als räumliche Erfahrung
Im
Klassenzimmer
Wir richten uns ein
Lernen als Umgang und Gesittung
Gemeinsam essen
Ordnungsdienste
Lernen als Weg in die Stille
Stille-Übungen
Die Übung mit dem
Flötenspieler
Hören.
Toni Zenz, Der Hörende
Lernen als Handeln
Erfahrungsfreiheit und Lesenlernen
Erzählen.
Singen und Musizieren
Formen in Ton.
Im Kirchenjahr
Erntedank.
Relindis
Agethen, Erntedank
Exkurs: Unterrichtliche Erfahrungen mit Bildern von Relindis Agethen - didaktisch
reflektiert
Franz von Assisi
Überlieferte Erzählungen
Relindis Agethen, Franz von
Assisi
Allerseelen
Käthe Kollwitz, Im Schoß der Mutter schlafendes Kind und:
Grabrelief: »Ruht im Frieden seiner
Hände«.
Martin von Tours
Relindis Agethen, Martin von Tours
Sulpicius Severus, Martin teilt seinen Mantel
Wilhelm Willms, Martin, Martin, hör
Elisabeth von Thüringen
Lübecker Elisabeth-Zyklus: Elisabeth verteilt
Lebensmittel an die Armen Lübecker Elisabeth-Zyklus: Der Aussätzige als der gekreuzigte Christus
Nikolaus von
Myra
Nikolauslegenden
Relindis Agethen, St. Nikolaus und das steinerne Herz
Advent.
Relindis Agethen,
Herbergssuche
Weihnachten
Georges de la Tour, Die Anbetung der Hirten
Rudolf Alexander Schröder, Ihr Hirten,
ihr Hirten
Relindis Agethen, Erscheinung des Herrn
Josef Guggenmos, Wir gehen zur
Krippe
Fastnacht
Verkleiden
Spielen mit Masken
Relindis Agethen, Maskenfest
Die
Fastenzeit
Relindis Agethen, Passion
Ostern
Relindis Agethen, Auferstehung.
Sehen
lernen
Hinweise zum Kapitel »Sehen lernen«
Die Geschichte vom Korb mit den wunderbaren Sachen
Beschreibung der Bildfolge von Relindis Agethen
Interpretationshinweise
Didaktische Überlegungen und Erfahrungen
Methodische Ratschläge und praktische Erfahrungen
Pieter Breughel der Ältere, Das Gleichnis von den
Blinden
Markus 10,46-52: Die Heilung des blinden Bartimäus
Wilhelm Willms, lied für blinde, lahme, taube
Relindis Agethen, Blindenheilung
Sprachverständnis
Einführung in metaphorische Redensarten
Grundlegung
Metaphorik vom Sehen
Die Titelseite: »Nicht alles ist gleich zu verstehen, weil Worte doppelbödig
sind l« Didaktischer Schlüssel zu den Seiten 58/59
Paula Modersohn-Becker, Das blinde Schwesterchen
Pieter Breughel,
Die Imker
Brüder Grimm, Die Sterntaler
Relindis Agethen, Die
Sterntaler
Symbolverständnis
Einführung in die symbolische Sprache
Was ist ein Symbol?
Merkmale des Symbols
Symbol und Zeichen
Über die religionsdidaktische Bedeutung des Symbols
Symbolverständnis
im Kindesalter
Zur Interpretation von Symbolen
Symbol: Licht
Grundlegung
Vincent van Gogh, Tag und Nacht
Kerzenlicht
Hildegardis-Codex, Das göttliche Licht
Symbol: Herz
Grundlegung
Backmodel: Das Herz als
Liebessymbol
»Dü bist min, ich bin din«
Der eiserne Heinrich
Hans Fries, Predigt des hl. Antonius über das Wort:
"Wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz"
HAP Grieshaber, Herzauge
Symbol: Tür
Grundlegung
Max Kruse, Die
Tür
Ernst Bloch, Das Tor-Motiv
Michael Ende, Die drei magischen Tore
Michael Ende, Der Tausend Türen Tempel
Türen des Lebens und des Todes
Kirchenportal
Bibelverständnis
Israel - Land und Leute
Die
Arbeit des Bauern: Von der Saat zur Ernte
Die Arbeit des Fischers: Fischfang am See Gennesaret.
Im Dorf: Hausbau und
ländliche Architektur
Spinnen und Weben
Im Dorf: Straßenleben, Handel und Gewerbe. Die Sozialfürsorge
Früher
Morgen im Haushof: Das tägliche Brot
Im Haus: Famillenleben und Gastfreundschaft
Über die Mitarbeiter
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