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Religionsunterricht gestalten in der digitalisierten Welt   Unter Mitarbeit von Antonia Lüdtke
Religionsunterricht gestalten in der digitalisierten Welt


Unter Mitarbeit von Antonia Lüdtke



Saskia Eisenhardt, Silja Leinung, Uta Pohl-Patalong

BRILL
EAN: 9783525700082 (ISBN: 3-525-70008-3)
224 Seiten, paperback, 16 x 23cm, 2024

EUR 29,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Eine der großen Herausforderungen der Gegenwart ist die digitale Prägung der gesamten Lebenswelt. Diese muss in der Schule auch fachspezifisch gedacht werden. Insofern kann sich der Religionsunterricht dieser Dimension unmöglich verschließen, wenn er schüler:innenorientiert und lebensrelevant sein möchte. Dieses Buch identifiziert zehn Gestaltungsprinzipien des Religionsunterrichts als Leitlinien, an denen sich die didaktische Planung und Durchführung des Unterrichts orientieren kann – wie u. a. die Förderung der Subjektwerdung, Inklusion oder die Ermöglichung religiöser Erfahrungen. Die Autorinnen zeigen inklusive praktisch ausgerichteter Impulse, wie es gelingen kann, den Grundsätzen des Faches Religion treu zu bleiben – nicht trotz der digitalen Prägungen, sondern in ihnen und mit ihnen.

Dr. Saskia Eisenhardt ist Educational Engineer im Landesprogramm "Zukunft Schule im digitalen Zeitalter" an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und dem Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein.

Silja Leinung ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Abteilung für Didaktik der Geschichte, sowie im Team "Digital Humanities und Forschungsdaten" an der Universitätsbibliothek Kiel. Bis 2023 war sie zudem an der Professur für Religionspädagogik tätig.

Dr. Uta Pohl-Patalong ist seit 2007 Professorin für Praktische Theologie und Religionspädagogik und geschäftsführende Direktorin des Instituts für Praktische Theologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Rezension
Die Digitalisierung unserer Welt mit all ihren positiven wie negativen Seiten ist ein unumkehrbarer Prozeß; sie zählt zu den großen Herausforderungen der Gegenwart auch im schulischen Kontext. Digitalität ist heute längst nicht mehr auf die Sphäre des Internets und der Sozialen Medien zu begrenzen, sondern sie ist zentrales Element des Alltags vor allem der jüngeren Generationen und prägt alle Bereiche der Gesellschaft. Digitalisierung muss in der Schule auch fachspezifisch gedacht werden. Insofern kann sich der Religionsunterricht dieser Dimension nicht verschließen. Der hier anzuzeigende Sammelband bietet dazu vielfältige Anregungen. Der besondere Charakter des Faches Religionsunterricht muß auch im digitalisierten Kontext zum Tragen kommen, in dem es um die großen Fragen des Lebens, die persönlichen Themen der Schüler:innen, die Suche nach einer anderen Wirklichkeit und um vielfältige Zugänge zum Fach auf unterschiedlichen Ebenen geht. Diese zehn Gestaltungsprinzipien erscheinen den Autorinnen unverzichtbar für einen Religionsunterricht:
– Förderung der Subjektwerdung
– Ausrichtung auf die Lebenswelt
– Haltung des Zutrauens
– Berücksichtigung der religiös-weltanschaulichen Vielfalt
– Inklusion
– Gendersensibilität
– Umgang mit Traditionen
– Ermöglichung religiöser Erfahrungen
– Stärkung der Argumentations- und Urteilsfähigkeit
– Förderung einer lebensfreundlichen Religiosität
In jedem Kapitel wird gezeigt, worum es in dem jeweiligen Gestaltungsprinzip konkret geht, wie sich das Gestaltungsprinzip in der heutigen Gesellschaft darstellt, in welcher Weise es von ihrer digitalen Grundierung beeinflusst wird, wo die theologischen Bezüge des Gestaltungsprinzips liegen und wie es religionspädagogisch diskutiert wird.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 7

Digitalität begegnen (Antonia Lüdtke) 11

I Förderung der Subjektwerdung der Schüler:innen:
Selbstbestimmung ermöglichen (Saskia Eisenhardt) 32

II Ausrichtung auf die Lebenswelt: Fähigkeiten für das Leben
unterstützen (Uta Pohl-Patalong) 49

III Haltung des Zutrauens: Potenziale wertschätzen
(Saskia Eisenhardt) 65

IV Berücksichtigung der religiös-weltanschaulichen Vielfalt:
Heterogenität gerecht werden (Silja Leinung) 83

V Inklusion: Individuelle Lernmöglichkeiten ernst nehmen
(Uta Pohl-Patalong) 100

VI Gendersensibilität: Geschlechterfragen wahrnehmen und
Normierungen überwinden (Uta Pohl-Patalong) 119

VII Der Umgang mit Traditionen: Plausible Angebote gestalten
(Uta Pohl-Patalong) 137

VIII Ermöglichung religiöser Erfahrungen: Transzendente
Dimensionen eröffnen (Uta Pohl-Patalong) 153

IX Stärkung der Argumentations- und Urteilsfähigkeit:
Begründete Positionen fördern (Silja Leinung) 168

X Förderung einer lebensfreundlichen Haltung:
An den religiös-weltanschaulichen Überzeugungen arbeiten
(Uta Pohl-Patalong) 184

Zum Nachschlagen: Religionsdidaktische Konzeptionen und Ansätze 205