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Privatsache Religion? Entwurf einer Postsäkularen Politischen Theologie
Privatsache Religion?
Entwurf einer Postsäkularen Politischen Theologie




Martin Breul

Herder Verlag
EAN: 9783451025341 (ISBN: 3-451-02534-5)
336 Seiten, hardcover, 14 x 22cm, Januar, 2026

EUR 45,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Das Programm einer »Postsäkularen Politischen Theologie«

Wie verhalten sich Religion, Politik und Gesellschaft zueinander? Ist Religion ein Schmiermittel für den Motor der Demokratie – oder sorgt sie regelmäßig für einen Motorschaden, wenn sie öffentlich eingebracht wird? Breul geht diesen Fragen nach und entwirft das Programm einer »Postsäkularen Politischen Theologie«. Er argumentiert für die öffentliche Relevanz der Religion und zeigt zugleich die Stolpersteine auf, die sich bei der Verhältnisbestimmung von Religion, Öffentlichkeit und Politik zeigen. So wird deutlich, dass die Relevanz der Religion fortbesteht – und die Rede von einer postsäkularen Gesellschaft zugleich transformiert werden muss, um der Gegenwart gerecht zu werden.

Martin Breul, geb. 1986, Dr. phil. Dr. theol. habil., Studium der Anglistik, Philosophie und Katholischen Theologie in Belfast, Köln und Münster; 2015 Promotion in Philosophie in Köln; 2018 Promotion in Theologie in Bonn; 2021 Habilitation in Theologie in Salzburg; Professor für Katholische Theologie mit Schwerpunkt Systematische Theologie an der TU Dortmund.
Rezension
Wir leben - anders als in den 1968ern - in einer Zeit von Individualisierung und Privatisierung, das Kollektive, das Politische, das Gemeinwohl wird zugunsten des Privaten, der Individuellen und Egoistischen verschoben, allenfalls Psychologie statt Soziologie ... Das zeigt sich besonders auch in der Religion, die z.Zt. von Spiritualisierung, Individualisierung, Mystifizierung und Esoterik geprägt wird. Gegen derlei "Privatsache Religion?" (Titel) wendet sich dieses Buch mit dem "Entwurf einer postsäkularen politischen Theologie" (Untertitel), wendet sich gegen die Privatisierungstendenzen in Theologie und Kirche und fragt, wie sich Religion, Politik und Gesellschaft zueinander verhalten. Der Autor argumentiert für die öffentliche Relevanz von Religion.

Thomas Bernhard, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Zur heutigen Relevanz von Religion
Plädoyer gegen Privatisierungstendenzen in Theologie und Kirche

Schlagworte:
Katholizismus, Politik / Politikwissenschaft, Politikwissenschaft, Politologie, Römische Kirche, Politikwissenschaft und politische Theorie, Katholizismus, römisch-katholische Kirche
Inhaltsverzeichnis
Danksagung 5

1. Einleitung: 25 Jahre Postsäkulare Gesellschaft - Zur Aktualität einer Zeitdiagnose 9

Teil A: Religion und die politische Öffentlichkeit

2. Religion und Politik: Geltung und Grenze religiöser Überzeugungen in der politischen Öffentlichkeit 59
3. Politik und Metaphysik: Zur nachmetaphysischen Begründung der Demokratie 77
4. Religion und Demokratie, oder: Was sind ,entgegenkommende Lebensformen'? 95

Teil B: Religion, Autonomie, Universalismus

5. Der neue Streit um Universalismus, oder: Ist es sinnvoll, Menschenrechte religiös zu
begründen? 109
6. Religion, Autonomie und die Motivation zu moralischem Handeln 129
7. Klimakrise und Schöpfungsglaube, oder: Zum Verhältnis von Vernunft, Emotion und Motivation 148
8. Praktische Metaphysik, Toleranz und die Theologie der Religionen 163

Teil C: Politische Theologie. Notizen zu einem Begründungsprogramm

9. Staat ohne Gott? Eine Kritik des ,Böckenförde-Axioms` in politisch-theologischer Absicht 185
10. Politische Theologie, kommunikative Vernunft und rationale Glaubensverantwortung 202
11. Hannah Arendt über Totalitarismus, oder: Politische Theologie als Kritik des Postfaktischen 218
12. Politische Theologie im digitalen Zeitalter 233
13. Digitalität, Demokratie und das politische Potenzial der Religion 253
14. Die Rede vom Handeln Gottes als Kategorie Politischer Theologie, oder: Lässt sich mit Habermas Theologie treiben? 266
15. Postskriptum: Zur Programmatik einer Praktischen Metaphysik 284

Veröffentlichungsnachweise 308
Literaturverzeichnis 310
Namensregister 333