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Niedriger als die Engel Eine Sexualgeschichte des Christentums Aus dem Englischen von Norbert Juraschitz und Thomas Stauder

Titel der englischen Originalausgabe:
«Lower than the Angels. A History of Sex and Christianity»
Copyright © Diarmaid MacCulloch, 2024
Zuerst erschienen 2024 bei Allen Lane, an imprint of Penguin Books
Niedriger als die Engel
Eine Sexualgeschichte des Christentums


Aus dem Englischen von Norbert Juraschitz und Thomas Stauder



Titel der englischen Originalausgabe:

«Lower than the Angels. A History of Sex and Christianity»

Copyright © Diarmaid MacCulloch, 2024

Zuerst erschienen 2024 bei Allen Lane, an imprint of Penguin Books

Diarmaid MacCulloch

Verlag C. H. Beck oHG
EAN: 9783406842924 (ISBN: 3-406-84292-5)
752 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 15 x 22cm, Januar, 2026, mit 66 Abbildungen, davon 37 in Farbe

EUR 44,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Kaum ein Thema erregt so viel öffentliches Interesse wie die Haltung der Kirchen zu Sexualität, Abtreibung und Queerness und ihr Umgang mit sexuellem Missbrauch. Diarmaid MacCulloch beschreibt, welche Obsessionen und Verteufelungen, theologischen Rationalisierungen und scheinheiligen Verhaltensweisen die Geschichte des Christentums seit zweitausend Jahren prägen. Sein bahnbrechendes Standardwerk ist zugleich eine höchst spannende Geschichte von Sexualität, Geschlechterverhältnissen, Ehe und Familie in der christlich geprägten Welt.

Das Verhältnis zur Sexualität ist der Elefant im Raum des Christentums. Der international renommierte Kirchenhistoriker Diarmaid MacCulloch will mit seinem meisterhaft geschriebenen Buch Ängste nehmen und zu mehr Verständnis beitragen. Er zeigt, wie Christinnen und Christen von den ersten Gemeinden bis heute mit Sexualität, Geschlecht und Familie umgegangen sind und versucht haben, sich einen christlichen Reim auf ihre zutiefst menschlichen Begierden, Ängste und Hoffnungen zu machen. MacCullochs Botschaft ist einfach, notwendig und aktuell: Wir dürfen nicht unterschätzen, wie komplex und widersprüchlich sich das Christentum in seiner langen Geschichte zur Sexualität verhalten hat und verhält. Die Leser mögen am Ende selbst entscheiden, ob sich für sie in Grundzügen die eine christliche Haltung herauskristallisiert oder ob die große Vielstimmigkeit im Vordergrund steht.

Diarmaid MacCulloch ist Professor em. für Kirchengeschichte an der University of Oxford sowie Fellow am St Cross College und an Campion Hall in Oxford. Er trat früh dem Gay Christian Movement bei, wurde zum Diakon der Church of England ordiniert, bekam Schwierigkeiten mit der Haltung der Kirche zur Homosexualität und verzichtete auf eine Priesterweihe. Für seine Bücher und BBC-Dokumentationen wurde er vielfach ausgezeichnet.
Rezension
Sexualethik ist in der (katholischen) Kirche immer noch ein umstrittenes Thema; man denke nur an die jüngsten Auseinandersetzungen um Homosexualität, Ehescheidung, Zölibat, Abtreibung, Queerness oder sexuellen Kindesmissbrauch ... Christliche Sexualethik ist eng mit der Sexualgeschichte des Christentums verwoben, wie sie in diesem voluminösen Buch umfassend dargestellt wird: eine spannende Geschichte von Sexualität, Geschlechterverhältnissen, Ehe und Familie in der christlich geprägten Welt. Es zeigt in der chronologisch gegliederten kirchengeschichtlichen Darstellung (vgl. Inhaltsverzeichnis) insgesamt, wie komplex und widersprüchlich sich das Christentum in seiner langen Geschichte zur Sexualität verhalten hat und verhält.

Oliver Neumann, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagwörter:
Abtreibung, Christentum, Christliche Ethik, Ehe, Familie, Geschlechterrollen, Homosexualität, Keuschheit, Kirchengeschichte, Kirchenreform, kirchliche Lehre, Körperlichkeit, moral, Queerness, Religion, Sexualität, Sexualmoral, Sünde, Theologie

Pressestimmen:

"Eine meisterhafte Darstellung, erfreulich respektlos und lebendig."
The Sunday Times

"Eine überragende Geschichte des Christentums und seines Verhältnisses zu unseren animalischen Instinkten."
The Guardian
Inhaltsverzeichnis
VORBEMERKUNG 13

I GRUNDLAGEN 19

1. Der Rahmen 21
2. Griechen und Juden (1500–300 v. u. Z.) 44
3. Hellenismus trifft auf Judaismus (300 v. u. Z. – 100 u. Z.) 70
4. Jesus der Gesalbte 94

II FAMILIEN ODER KLÖSTER 117

1. Paulus und die ersten christlichen Versammlungen (30–60) 119
2. Von einer jüdischen Sekte zu christlichen Kirchen (70–200) 135
3. Jungfrauen, Unverheiratete, Asketen (100–300) 154

III DER AUFSTIEG DES CHRISTENTUMS 179

1. Plötzlich an der Macht (300–600) 181
2. Ehe: Überleben und Vielfalt (300–600) 222
3. Östliche Christenheit: Auftritt des Islam (600–1200) 252
4. Der lateinische Westen: eine Klosterlandschaft (500–1000) 277

IV ZWEI WESTLICHE REVOLUTIONEN 319

1. Gregor VII. und eine erste sexuelle Revolution (1000–1200) 321
2. Die Etablierung der westlichen Christenheit (1100–1500) 360
3. Die zweite Revolution: die Kluft der Reformation (1500–1700) 406

V NEUE GESCHICHTEN 471

1. Aufklärung und Entscheidungsfreiheit (1700–1800) 473
2. Revolution und Wiederaufbau des Katholizismus (1789–1914) 504
3. Westliches Christentum weltweit (1800–1914) 527
4. Ein Jahrhundert der Empfängnisverhütung (nach 1900) 564
5. Wahlmöglichkeiten und «Lady Chatterley» (nach 1950) 581
6. Eine Geschichte ohne Ende 614

ANHANG 627

Dank 629
Anmerkungen 632
Kurztitel und Abkürzungen 729
Literaturhinweise 732
Bildnachweis 738
Namenregister 742