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Kompetenzaufbau und Laufbahnen im Schulsystem
Ergebnisse einer Längsschnittuntersuchung an Grundschulen
Hartmut Ditton (Hrsg.)
Waxmann
EAN: 9783830918875 (ISBN: 3-8309-1887-9)
238 Seiten, paperback, 17 x 24cm, 2007
EUR 29,90 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Der Übergang von der Grundschule in eine weiterführende Schule stellt zweifellos eine zentrale Schlüsselstelle für den Verlauf der Bildungskarriere dar. Dennoch sind detaillierte Analysen des Übergangsprozesses selten.
In diesem Band werden die Ergebnisse einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Längsschnittstudie vom Ende der dritten bis zum Ende der vierten Klassenstufe an Grundschulen in Bayern vorgestellt. Berichtet wird über die Bedeutung personaler, sozialer und institutioneller Bedingungen für den Kompetenzerwerb und den Schulübertritt am Ende der Grundschulzeit. In differenzierten Analysen des Übergangsprozesses werden die Entwicklung der schulischen Leistungen und Einstellungen sowie die Veränderungen der Bildungserwartungen und Übertrittsempfehlungen betrachtet. Dem Entscheidungskontext wird dadurch Rechnung getragen, dass psychologische und sozial-proximal vermittelnde Prozessmerkmale ebenso berücksichtigt werden wie institutionelle und regionale Strukturmerkmale.
Mit dieser Arbeit wird eine Forschungslücke geschlossen, da unterschiedliche Facetten der Schullaufbahnentscheidung zusammen mit relevanten Bedingungsfaktoren im Entwicklungsverlauf betrachtet werden.
Dr. Hartmut Ditton ist Professor für Erziehungswissenschaft mit dem
Schwerpunkt Empirische Bildungsforschung an der
Ludwig-Maximilians-Universität München. Arbeitsschwerpunkte: Schulische
und familiale Sozialisation; Bildung, Ungleichheit und
gesellschaftlicher Wandel; Evaluation und Qualitätssicherung im
Bildungswesen; Methoden empirisch-pädagogischer Forschung.
Rezension
Der Schulübertritt am Ende der Grundschulzeit ist nicht nur in der einzelnen Bildungsbiografie von entscheidender Bedeutung, er stellt auch ein komplexes Beziehungsgefüge zwischen institutionellen Bedingungen, Leistungsfähigkeiten, Bildungsaspirationen der Eltern, Übertrittsempfehlungen der Lehrkräfte und Werbung durch weiterführende Schulen dar. Die Analyse dieses diffizilen und komplexen Sachverhalts macht sich die vorliegende Studie zur Aufgabe und entwickelt dazu ein differenziertes Anaylseraster zwischen "Rational Choice" und "Sozialstrukturanalyse". Dadurch entsteht ein Mehrebenenmodell, das bisherige Untersuchungen, die sich in der Regel auf nur einzelne Bedingungsfaktoren fokussieren, ablösen kann.
Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 7
Hartmut Ditton
Einleitung: Übergänge im Bildungswesen - Ergebnis rationaler Wahlen ? 9
Jan Krüsken
Kapitel 1: Design und Stichprobe der Untersuchung 25
1.1 Durchführung 25
1.2 Erhebungsinstrumente 28
1.3 Beschreibung der realisierten Stichprobe 31
1.4 Verteilung der übertrittsbezogenen Variablen in der Stichprobe 37
Jan Krüsken
Kapitel 2: Entwicklung von Schülerleistungen und Zensuren in der Grundschule 41
2.1 Leistungserfassung im Längsschnitt 41
2.2 Leistungen und Zensuren nach Herkunftsmerkmalen 44
2.3 Entwicklung von Schülerleistungen und erteilte Schulempfehlung 57
2.4 Zusammenfassung 60
Hartmut Ditton
Kapitel 3: Schulübertritte, Geschlecht und soziale Herkunft 63
3.1 Bildungsaspirationen, Übertrittsempfehlungen und Schulanmeldungen 63
3.2 Schulanmeldungen nach Geschlecht und sozialer Herkunft 70
3.2.1 Schulanmeldungen nach Geschlecht 71
3.2.2 Schulanmeldungen nach Migrationsstatus und Muttersprache 71
3.2.3 Schulübertritte nach Bildungsstatus und sozioökonomischem Status 73
3.3 Beziehungen zwischen den Variablen 79
3.4 Zusammenfassung 86
Hartmut Ditton
Kapitel 4: Kosten, Nutzen und Erfolgswahrscheinlichkeit 89
4.1 Gründe der Eltern für die Wahl der weiterführenden Schule 90
4.2 Erwartete Kosten und Belastungen als Faktoren für die Schulwahl 93
4.3 Erfolgswahrscheinlichkeit - Erreichbarkeit der Schulabschlüsse 96
4.4 Statuserhalt bei der Wahl der Schulform 98
4.5 Bildungstradition in der Familie 100
4.6 Regionale Mobilität und Wichtigkeit familialer Nähe 102
4.7 Multivariate Beziehungen zwischen den Variablen 104
4.8 Wahrnehmung der Schulformen durch die Eltern 105
4.9 Übertrittsempfehlungen der Lehrkräfte 109
4.10 Zusammenfassung 113
Andrea Kaufmann
Kapitel 5: Merkmale und Einstellungen von Schülern 117
5.1 Skalenübersicht Schülerfragebögen t1 und t2 117
5.2 Lernfreude 118
5.2.1 Schulisches Fähigkeitsselbstkonzept 121
5.2.2 Anstrengungsmotivation 126
5.2.3 Extrinsische Leistungsmotivation 128
5.2.4 Externale Attribuierung 132
5.2.5 Schuleinstellung der Freunde 135
5.3 Beziehungen zwischen Schülervariablen und Übertrittsempfehlung 137
5.4 Komplexe Beziehungen zwischen den Variablen 140
5.5 Zusammenfassung 141
Magdalena Schauenberg
Kapitel 6: Familienstruktur, Armut und Erziehung 145
6.1 Familienstruktur und Bildungserfolg 145
6.2 Armut und Bildungserfolg 152
6.3 Erziehungsverhalten und Bildungserfolg 157
6.4 Zusammenfassung 165
6.5 Ausblick 166
Nicola Stahl
Kapitel 7: Schülerwahrnehmung und -beurteilung durch Lehrkräfte 171
7.1 Wahrnehmung und Beurteilung von Schülereigenschaften und -fähigkeiten 172
7.1.1 Lesen und sprachlicher Ausdruck 172
7.1.2 Positive Wahrnehmung des Elternhauses 183
7.1.3 Beurteilung der Persönlichkeitseigenschaften 183
7.1.4 Integration der Ergebnisse: Vermittlung sozialer Disparitäten im Lehrerurteil 189
7.2 Erteilung der Übertrittsempfehlung 192
7.3 Zusammenfassung 194
Hartmut Ditton
Kapitel 8: Sozialer Kontext und Region 199
8.1 Differenzen in den schulischen Leistungen und Schulübertritten zwischen den Schulklassen 200
8.1.1 Schulübertritte und soziale Komposition der Schulklassen 206
8.1.2 Schulübertritte und Merkmale des regionalen Kontexts 207
8.1.3 Schulübertritte, schulische Leistungen und sozial-regionaler Kontext 211
8.2 Differenzielle Effekte der Leistungsentwicklung und Schulübertritte 213
8.2.1 Kognitive Fähigkeiten und schulische Leistungen am Ende der dritten
und vierten Jahrgangsstufe 214
8.2.2 Notendurchschnitt am Ende der vierten Jahrgangsstufe 217
8.2.3 Übertritte auf die weiterführenden Schulen 219
8.3 Zusammenfassung 221
Hartmut Ditton, Jan Krüsken, Andrea Kaufmann, Magdalena Schauenberg, Nicola Stahl
Kapitel 9: Diskussion und Ausblick 225
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