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Kira-Kira
Cynthia Kadohata
Gerstenberg Verlag
EAN: 9783836951401 (ISBN: 3-8369-5140-1)
224 Seiten, hardcover, 14 x 22cm, 2007
EUR 13,90 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
"Lynn konnte einen ganz alltäglichen Gegenstand wie zum Beispiel eine Kleenexbox benutzen und mit ihm zeigen, wie erstaunlich die Welt ist. Sie konnte das auf viele verschiedene Arten zeigen, mit Kleenextüchern oder mit Seifenblasen und vielleicht sogar mit einem Grashalm. Das war das Hauptthema im Leben meiner Schwester."
"Kadohata fängt auf bewegende Art und Weise die unerschütterliche Liebe innerhalb der Familie ein." Publishers Weekly
"Eine unvergessliche Geschichte, deren Helden, die am Ende ihre Hoffnung zurückgewinnen, im Gedächtnis bleiben."
Cynthia Kadohata, geb. 1956 in Chicago, studierte Journalismus und begann 1982 mit dem literarischen Schreiben. 2004 erschien ihr erstes Kinderbuch Kira-Kira, das gleich mit der Newbery Medal ausgezeichnet wurde. Die Autorin lebt heute in Los Angeles.
The San Diego Union-Tribune
Ausgezeichnet mit der Newbery-Medal
Rezension
"Kira-kira" ist das erste Wort, das Katie von ihrer Schwester lernt - es bedeutet auf Japanisch "funkelnd". Kira-kira sind die Sterne am Himmel, aber auch das Meer, das die Mädchen sich vorstellen, oder die Augen eines Menschen. Katies Schwester hat große Pläne: Sie will auf das College gehen, am Meer leben, ein Haus kaufen und noch vieles mehr. Katie liebt ihre große Schwester innig, doch diese ist nun immer müde und blass, kann bald nicht mehr zur Schule und liegt nur noch im Bett. Schließlich stirbt sie. Die ganze Familie trauert, jeder auf seine Art. Dennoch zerbricht Katie nicht: Die Erinnerung an ihre Schwester hilft ihr, weiter das Schöne, Magische, Besondere in der Welt zu sehen.
In Katies Leben gibt es viele Probleme: Die Familie ist bitter arm; die Eltern arbeiten unter härtesten Bedingungen und haben kaum Zeit für die Kinder; als japanische Einwanderer werden sie in der USA in den Fünfziger-Jahren diskriminiert. Doch all das wird Katie kaum bewusst; sie fühlt sich geborgen in der Liebe ihrer Familie. Erst der Tod der Schwester lässt ihre Welt ins Wanken geraten, aber das Fundament, auf dem sie gebaut hat, erweist sich auch in der Krise als tragfähig. Katie entwickelt sich weiter, sie übernimmt Verantwortung für sich selbst und ihre Familie, und sie bewahrt in Erinnerung an ihre Schwester ihre Lebensfreude.
Das Buch ist konsequent aus der Erzählperspektive von Katie geschrieben. Sie beobachtet und beschreibt kindlich naiv die Rassendiskriminierung, die Ausbeutung durch den Fabrikbesitzer und die materielle Not durch die Kosten für die Krankheit. Doch Bedeutung erhält dies nur in bezug auf ihre Familie: So verliert der immer so ruhige Vater beim Tod seiner Tochter die Beherrschung und beschädigt in einem Wutanfall den Wagen des Fabrikbesitzers. Auf diese indirekte Art verdeutlicht Kadohata die problematischen Lebensbedingungen. Gleichzeitig relativiert sie diese äußeren Lebensumstände, denn sie gewinnen erst an Bedeutung, als die wesentlichen Dinge in Frage gestellt werden. So stellt das Buch indirekt die existentielle Frage nach dem Glück: Was brauchen wir Menschen, um glücklich zu sein? Hier gibt es keine Null-Bock-Haltung, die aus dem Überfluss an allem geboren ist. Dieses Buch strahlt so viel Zuwendung zum Leben aus, dass man ihm viele aufmerksame Leser wünscht.
Das Buch steht auf der Nominierungsliste für den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Sparte Kinderbuch; empfohlen wird es ab 12 Jahren.
M. Houf, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
»Kira-Kira« ist japanisch und bedeutet »glänzend, leuchtend«. Und genau dieses Leuchten zaubert Lynn ihrer kleinen Schwester Katie jeden Tag herbei, selbst, als das Leben für sie dunkler wird. Die lebensfrohe und warmherzige Geschichte der besonderen Liebe zweier Schwestern.
Lynn ist eine wahre Meisterin darin, ihrer kleinen Schwester Katie immer wieder aufs Neue die glänzenden Dinge des Lebens zu zeigen. Ob das Blau des Himmels oder der Glanz in den Augen des anderen, ob ein Puderzuckerdoughnut oder ein Sommertag mitten in einem Maisfeld – es gibt so Vieles, was das Leben lebenswert macht, wenn man sein Herz dafür öffnet. Mit liebevoller Bewunderung erzählt Katie von ihrer Lynnie, die für sie täglich das Leben zum Leuchten bringt, obwohl es die aus Japan stammende Familie im Amerika der 1950er-Jahre alles andere als leicht hat. Und als Lynn unheilbar krank wird, lernt Katie, dass das Leben auch in seinen dunklen Momenten seinen Glanz nicht verliert.
Cynthia Kadohata erzählt in ihrem Kinderbuchdebüt die zarte und warmherzige Geschichte einer ganz besonderen Liebe zweier japanischer Schwestern, die im Amerika der 1950er-Jahre aufwachsen. Ein Lesegenuss mit einer zeitlosen und Mut machenden Botschaft.
Kira-Kira ist für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2008 nominiert
Auf Tournee durch Biblitheken und Schulen mit der Aktion www.wer-liest-gewinnt.org |
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