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Juras letzter Winter Roman
Juras letzter Winter
Roman




Edgar Selge

Rowohlt
EAN: 9783498003449 (ISBN: 3-498-00344-5)
256 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 13 x 21cm, September, 2026

EUR 25,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Der neue Roman des Spiegel-Bestseller-Autors

«Edgar Selge hat sein Publikum immer erreicht und berührt, als Theaterschauspieler, als Fernsehkommissar, mit 73 jetzt auch als Schriftsteller.» (Süddeutsche Zeitung). Nach dem sensationellen Debüt "Hast du uns endlich gefunden" folgt sein neuer Roman:

Jura Rjabinkin ist sechzehn Jahre alt, als er während der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht verhungert. Er hat ein Tagebuch hinterlassen, das der Erzähler dieses Romans immer wieder liest, sodass er bald glaubt, den Jungen zu kennen. Jura wird zur Romanfigur, wie der Erzähler auch. Ihre Begegnung beginnt vorsichtig und wird im Lauf der Geschichte immer enger. Zwischen den beiden entspinnt sich ein Austausch über Jugend, Träume, Literatur, Mütter, Gewalt, Fremdheit und Nähe, und sie geben einander ihre persönlichsten Geschichten preis.

Edgar Selge setzt dem jungen Menschen Jura Rjabinkin ein Denkmal und lässt ihn für uns lebendig werden. Sein Tonfall ist überraschend, gewichtig und leicht zugleich.

Edgar Selge, 1948 geboren, wuchs im ostwestfälischen Herford auf. 1975 schloss er seine Schauspielausbildung an der Otto Falckenberg Schule in München ab. Zuvor studierte er Philosophie und Germanistik in München und Dublin sowie klassisches Klavier in Wien. Er gehört zu den bedeutendsten Charakterdarstellern Deutschlands und wurde für seine Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2021 debütierte er als Schriftsteller mit Hast du uns endlich gefunden. Das Buch stand wochenlang in den Top Ten der Bestsellerliste und wurde von Presse und Publikum hymnisch gefeiert. Es wurde mit dem Literaturpreis der Stadt Fulda sowie dem Bayern-2-Publikumspreis ausgezeichnet. Juras letzter Winter ist sein zweiter Roman.
Rezension
Der 1948 geborene deutsche Schauspieler Edgar Selge tritt auch als Schriftsteller in Erscheinung und hatte im Oktober 2021 seinen ersten, sehr autobiographisch geprägten "Roman" "Hast du uns endlich gefunden" (ebenfalls bei Rowohlt, 9783498001223) vorgelegt, in dem es um die Kindheit und frühe Jugend des Schauspielers Ende der Fünfziger-, Anfang der Sechzigerjahre in der alten Bundesrepublik, die familiäre Aufarbeitung von Nationalsozialismus, die Nachkriegserziehung, Musik und Tod ging. Nach dem Krieg aus Königsberg geflohen zog die Familie 1952 nach Herford in Ostwestfalen, wo der Vater Direktor der Justizvollzugsanstalt für Jugendliche wurde. Selge wuchs wenige Meter vom Gefängnis entfernt in einem protestantisch und musisch geprägten Elternhaus auf. Selge hatte vielfältige Theater-Engagements an namhaften Bühnen. Einem breiten TV-Publikum ist er als einarmiger Kommissar Jürgen Tauber in den vom BR produzierten Folgen der Krimiserie Polizeiruf 110 bekannt geworden. - Mit "Juras letzter Winter" liegt Selges zweiter Roman vor: Jura Rjabinkin ist sechzehn Jahre alt, als er während der Blockade Leningrads durch die deutsche Wehrmacht verhungert. Er hat ein Tagebuch hinterlassen, das der Erzähler dieses Romans immer wieder liest ...

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Pressestimmen:

Eine Empfehlung ergibt sich aus dem Buch: der Selbstgewissheit misstrauen, dem Anderen in die Augen schauen, seine Schwäche zugeben.
Felix Stephan, Süddeutsche Zeitung, 29. August 2026

Ein begnadeter Stilist. Bei Edgar Selge entsteht eine Prosa, die bleibt.
Knut Cordsen, BR 24, 04. September 2026

Ein Buch, das ganz direkt den Nerv trifft. Weil es genau in unsere Zeit passt. Weil es uns etwas zu sagen hat. Ich würde das Buch brillant nennen. Es ist virtuos, es ist klug, toll gebaut und erzählt. Aber ich finde so schön, dass die Brillanz zurücktritt, dass es immer um etwas ganz Existentielles geht. Es ist eine Haltung.
Knut Elstermann, RBB Radioeins "Die schöne Lesung", 16. September 2026

Edgar Selge verbindet historische Wirklichkeit und literarische Imagination zu einer Erzählung über Erinnerung und Verlust.
Münchner Merkur, 13. August 2026

Seine schreibende Annäherung an den in Leningrad eingeschlossenen Jura liest sich nicht nur als ein literarisches Gedenken und ein Stück Trauerarbeit, sondern auch als eine eindrucksvolle öffentliche Abbitte.
Michael Eggers, Deutschlandfunk "Büchermarkt", 17. September 2026

Selge tastet sich vorsichtig und immer mehr an diesen Jura heran. Und das ist wirklich ein tolles Spiel mit Fiktion auf ganz verschiedenen Ebenen.
Antje Bonhage, RBB Radio 3 am Morgen, 17. September 2026
Inhaltsverzeichnis
Roman