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Gott weiblich
Eine verborgene Seite des biblischen Gottes
Othmar Keel
Gütersloher Verlagshaus
EAN: 9783579080444 (ISBN: 3-579-08044-X)
144 Seiten, kartoniert, 21 x 27cm, Juni, 2008
EUR 25,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Rezension
„Wie männlich ist der Gott der Bibel?“ Dieser Frage widmet sich der der bekannte Theologe und Bibelwissenschaftler Othmar Keel in dem vorliegenden Bildband. Das Buch entstand als begleitender Katalog zur Ausstellung „Gott weiblich“, die im Museum für Kunst und Geschichte in Fribourg und später im Diözesanmuseum Rottenburg gezeigt wird. Nach gut 50 Jahren biblischer Forschung und der Kooperation mit feministischen Exegetinnen präsentiert der Autor hier eine umfangreiche Sammlung weiblicher Idole und Göttinnen, die alle aus Palästina/Israel stammen. Jahrzehntelang wurden die Exponate durch akribisches Forschen und Sammeln aus einem Zeitraum von mehr als zehntausend Jahren zusammengetragen. In vierzehn Kapiteln wird die Vielfalt weiblicher Gottesbilder vor Augen geführt. Jeweils unter einem Thema – die Mittlerin, die Himmelskönigin, Maat und die Frau Weisheit, das unzugängliche Geheimnis, die Baumgöttin, die Kämpferin usw. – sind jeweils Exponate aus ganz unterschiedlichen Epochen zusammengestellt: altisraelitische Asheren der Königszeit, die thronende römische Kybele, ein mesopotamisches Liebespaar, die betörende Aphrodite, die stillende Isis oder die kuhköpfige Hathor. Keel stellt dar, wie weibliche Göttlichkeit im Christentum in das Marienbild übertragen wurde. Zitate zu Beginn jedes Kapitels verdeutlichen, dass die weibliche Seite Gottes auch in biblischen Texten zu finden ist. Nur eine Religion, die das „Geheimnis“ allen Lebens nicht länger mit einem allmächtigen Mann verwechselt, kann sich gerecht und lebensfreundlich weiter entwickeln – hierin liegt die überzeugende Botschaft über die „verborgene Seite des biblischen Gottes.“
Andrea Hannemann, www.lbib.de
Verlagsinfo
Für eine neue Sicht auf das Gottesbild der Bibel
Katalog zur Ausstellung »Gott weiblich», die vom 04. Mai bis 03. August 2008 im Diözesanmuseum Rottenburg gezeigt wird
Reich bebildert und mit umfangreichen Erläuterungen
Was für den Kirchenvater Augustinus noch selbstverständlich war, ist heute Anlass für entrüsteten Protest: Sich Gott nicht nur als Vater, sondern auch als Mutter vorzustellen. Wie weiblich ist der Gott der Bibel eigentlich?
Dieser Band folgt in Text und Bild den verblüffend zahlreichen Spuren der Weiblichkeit Gottes in der Bibel bis hin zu den Quellen der weiblichen Gottesbilder in der Frühzeit der Religion. Und er macht deutlich, wer warum ein Interesse daran hatte, das Wissen um die Weiblichkeit Gottes nicht weiter zu geben. Ein Buch, das an der Zeit ist.
Inhaltsverzeichnis
7 Vorbemerkungen und Dank
Einführung
8 Weibliche Aspekte des Gottes der Bibel
Katalog
22 Auf Geheiß der Göttin
23 Das Haar: Inszenierung und Verhüllung
36 „Segen der Brüste“ – die Göttin Aschera
44 Fürbitterinnen
48 Himmelskönigin
50 Maat – Frau Weisheit
54 Unfassbares Geheimnis
58 Leben und Tod: Mutterschaft und Totenklage
66 Isis – ein Familiendrama
77 Göttin und Pflanzen
84 Göttin und Tiere
88 Göttin und Löwe
100 Tanit – eine gefährliche Mutter?
103 Jungfräulich-kämpferische Göttin
109 Göttinnen und die Taube als Liebesbotin
Epilog
130 Das Göttliche in weiblicher Gestalt
neben dem und im christlichen Symbolsystem
140 Bildnachweis und Abkürzungen
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