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Gott – Natur – Mensch Eine theologische Standortbestimmung angesichts der Klimakrise
Gott – Natur – Mensch
Eine theologische Standortbestimmung angesichts der Klimakrise




Markus Knapp

Herder Verlag
EAN: 9783451396083 (ISBN: 3-451-39608-4)
160 Seiten, hardcover, 13 x 20cm, Juni, 2023

EUR 22,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Die Klimakrise stellt die wichtigste Zukunftsfrage der Menschheit dar. Der Klimawandel macht unübersehbar, dass im Verhältnis der Menschheit zur Natur grundsätzlich etwas nicht in Ordnung ist: Die Klimakrise zeigt sich als Folge des Strebens der Menschheit nach möglichst vollständiger Unterwerfung und Ausbeutung der Natur. Haben die biblischen Religionen mit dem von Ihnen propagierten Herrschaftsauftrag Gottes an die Menschheit dieses Naturverhältnis nicht religiös legitimiert? Markus Knapp zeigt, dass sich dieser Vorwurf entkräften lässt. Auf Basis von philosophischen Analysen im Anschluss an Max Horkheimer und Theodor W. Adorno entwickelt er ein theologisches Verständnis der Klimakrise und erläutert die sich daraus ergebenden Konsequenzen und Orientierungen für eine grundlegende Revision des menschlichen Naturverhältnisses.

Markus Knapp, geb. 1954, Dr. theol., bis 2020 Professor für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum.
Rezension
Der Klimawandel stellt die Menschheit vor enorme Herausforderungen. Er verändert die planetaren Lebensbedingungen irreversibel, und zwar in einem rasanten Tempo. All das erfordert rasche und dringliche Konsequenzen. Ein radikaler Umbau der Wirtschaft ist unumgänglich, um den Ressourcenverbrauch zu verringern und von der Verbrennung fossiler Rohstoffe möglichst ganz wegzukommen. Die Klimakrise zeigt: Es bedarf einer grundlegenden Revision des menschlichen Naturverhältnisses. Aber welchen Anteil hat z.B. der christliche Glaube an der Unterwerfung der Natur im Sinne von "Machet euch die Erde untertan" (Gen 1,28). Haben die biblischen Religionen von Judentum und Christentum mit dem von Ihnen propagierten Herrschaftsauftrag Gottes an die Menschheit dieses Naturverhältnis nicht religiös legitimiert? Der Autor dieses Buches setzt sich kritisch-konstruktiv mit dieser These auseinander. Die Klimakrisezwingt dazu, das Verhältnis zur Natur als unserer Mitwelt neu und bewusst in den Blick zu nehmen und zu überdenken.

Thomas Bernhard, lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Worum es geht 7

Klimakrise und Religion 13

1. Die Herausforderung der Klimakrise 13
2. Die Klimakrise und die Ambivalenz von Religion 22
3. Zum weiteren Vorgehen 27

„Was hast du, das du nicht empfangen hättest?“ (1 Kor 4,7)
Zur Wahrheitsfähigkeit eines theologischen Wirklichkeitsverständnisses 29

1. „Gott ist tot“ – eine kurze Bestandsaufnahme 29
2. Eine philosophisch-theologische Standortbestimmung 33
3. Ein theologisches Wirklichkeitsverständnis 36
4. Die Wahrheitsfähigkeit eines theologischen Wirklichkeitsverständnisses 43
5. Theologisches Wirklichkeitsverständnis und Klimakrise 50

Klimakrise und „Dialektik der Aufklärung“
Eine philosophische Perspektive 53

1. Zum Kontext der „Dialektik der Aufklärung“ 55
2. Urgeschichte des Subjekts 60
3. „... radikal gewordene mythische Angst“ 69
4. Eingedenken der Natur im Subjekt 75
5. Die „Dialektik der Aufklärung“ angesichts der Klimakrise 78

Klimakrise und Gottesfrage
Eine theologische Perspektive 87

1. Theologisches Wirklichkeitsverständnis und „Dialektik der Aufklärung“ 88
2. Der Mensch als Bild Gottes und sein Herrschaftsauftrag 93
3. Geschichte als universaler Schuld- und Verblendungszusammenhang 103
4. Gott, Natur und Mensch angesichts der Klimakrise 115

Nachwort 137

Anmerkungen 138
Personenregister 157