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Geschichte(n) des Bistums Essen in 30 Objekten
Florian Bock, Sebastian Eck, Miriam Niekaemper, Lea Torwesten (Hrsg.)
Aschendorff
EAN: 9783402247747 (ISBN: 3-402-24774-7)
196 Seiten, kartoniert, 17 x 24cm, Oktober, 2021
EUR 19,80 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Das Bistum Essen ist eine der jüngsten Diözesen in Deutschland. Und doch hat sie bereits eine faszinierende materielle Alltagskultur ausgebildet. Solchen Objekten sind in diesem interdisziplinär angelegten Band unterschiedliche Fachleute auf der Spur. Sie befragen vertraute und unbekannte, kunstvolle wie kuriose Gegenstände nach ihrer Prägekraft für das „Ruhrbistum“. Welche Geschichte(n) erzählen etwa ein Wohnwagen, ein Panini-Sammelbild, ein Adventskalender, ein Fußballheiliger, ein Lutscher oder eine Grubenlampe über die Identität(en) des Bistums? Durch die wissenschaftlich fundierten und doch leicht lesbaren historischen Analysen will das Buch zur Selbstverständigung der Diözese zwischen Ruhrgebiet und Sauerland beitragen, um so Impulse für einen zukunftstauglichen Katholizismus in dieser Region zu gewinnen.
Rezension
Seit der Gründung des Bistums Essen 1958 sind mittlerweile über 60 Jahre vergangen - für einige Kirchenhistoriker Grund genug, Rückblick zu halten und Bistumsgeschichte einmal ganz anders zu erzählen als über Akten und abstrakte Vorgänge. In 30 kurzweiligen und engagierten Beiträgen stellen verschiedene Autorinnen und Autoren Objekte vor, die eng mit der Geschichte des sog. "Ruhrbistums" verbunden sind. Das kann ein Kugelschreiber der mittlerweile eingestellten Kirchenzeitschrift RuhrWort sein, das kann der Sitz des ersten Essener Diözesanbischofs Hengsbach während des zweiten Vatikanischen Konzils sein, ein Kirchenfenster des Hl. Aloisius mit Abbildung eines Fußballs aus der Schalker Kirche St. Joseph oder das weit über die Grenzen des Bistums bekannte Liederbuch "Halleluja". Anhand dieser und weiterer Objekte gelingt es hervorragend, historische Linien sichtbar zu machen und so die interessante Geschichte des Bistums Essen zu verfolgen. Nicht jeder Beitrag wird jeden Leser in gleichem Maße interessieren - aber jeder Leser/jede Leserin wird sich von eigenen Interessen leiten lassen können und so unweigerlich ins Schmökern kommen. Gerade bei persönlicher Verbundenheit mit dem Bistum stellen sich natürlich Aha-Momente ein - der Verfasser dieser Rezension hatte beispielsweise in der heute als Bistumsarchiv genutzten Christophorus-Kirche lange Jahre Orgelunterricht und konnte den Raum durch die Lektüre ganz neu kennenlernen.
Welche Verwendung des Buchs könnte in der Schule angeraten sein? Vielleicht finden sich in Religions- oder Projektkursen der Oberstufe Gelegenheiten, diese objektgebundene Art der Geschichtsschreibung für eigene Schreibprojekte zu nutzen und so etwa die Religionsgeschichte eines Stadtteils zu erkunden?
Dem Arbeitskreis zur Essener Bistumsgeschichte, aus deren Engagement dieser schöne Sammelband entstanden ist, sei herzlich für diese innovativen und erfrischenden Einblicke in die Geschichte des Ruhrbistums gedankt!
Johannes Groß, www.lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Das Bistum Essen ist eine der jüngsten Diözesen in Deutschland. Und doch hat sie bereits eine faszinierende materielle Alltagskultur ausgebildet. Solchen Objekten sind in diesem interdisziplinär angelegten Band unterschiedliche Fachleute auf der Spur. Sie befragen vertraute und unbekannte, kunstvolle wie kuriose Gegenstände nach ihrer Prägekraft für das „Ruhrbistum“. Welche Geschichte(n) erzählen etwa ein Wohnwagen, ein Panini-Sammelbild, ein Adventskalender, ein Fußballheiliger, ein Lutscher oder eine Grubenlampe über die Identität(en) des Bistums? Durch die wissenschaftlich fundierten und doch leicht lesbaren historischen Analysen will das Buch zur Selbstverständigung der Diözese zwischen Ruhrgebiet und Sauerland beitragen, um so Impulse für einen zukunftstauglichen Katholizismus in dieser Region zu gewinnen. |
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