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Fisch in Seenot Über den sorgsamen Umgang mit einer gefährdeten Ressource
Fisch in Seenot
Über den sorgsamen Umgang mit einer gefährdeten Ressource




Manfred Kriener, Stefan Linzmaier

Hirzel
EAN: 9783777633992 (ISBN: 3-7776-3399-2)
232 Seiten, paperback, 15 x 21cm, April, 2024

EUR 22,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Kurz vor dem Kipppunkt und noch kaum erforscht: das Ökosystem Meer

Es waren mehr Menschen im Orbit als auf dem Meeresboden – ein klares Zeichen, dass es noch viel gibt, das wir nicht über die Ozeane unseres Planeten wissen. Eindeutig ist jedoch, dass nicht mehr viel Zeit bleibt, um die faszinierende Welt unter Wasser zu retten. Die Verschmutzung der Meere und die kontinuierliche Überfischung haben diesem Ökosystem stark zugesetzt.

Darf man also überhaupt noch Fisch kaufen, wenn einem Umweltschutz und Nachhaltigkeit am Herzen liegen? Bestseller-Autor Manfred Kriener und der Gewässerökologe Stefan Linzmaier haben sich dieser Frage angenommen.

Der Mensch und das Meer: Was die Verfehlungen der Fischereipolitik anrichten

Fische aus Aquakultur, nachhaltiges Fischen: Können wir damit unsere Ozeane retten?

Schmeckts? Was können wir essen, ohne dem Artenschutz zu schaden?

Für bessere Kaufentscheidungen: Grillen, Braten oder Dünsten - 20 Fisch-Arten im Porträt

Fische und der Klimawandel: Meeresschutz und die Zukunft unserer Ernährung

Genießen ohne schlechtes Gewissen: Ist nachhaltiges Fischen die Lösung?

Eigentlich sollte die Rechnung einfach sein: Um die Fischbestände nicht zu gefährden, darf nicht mehr aus dem Wasser entnommen werden, als neu hinzukommt. Leider sind oft andere Interessen als die des Artenschutzes die treibenden Kräfte der Fischereipolitik. Die Autoren zeigen auf, was Verbraucher:innen beim Einkauf an der Fischtheke selbst tun können, um dem Meeresschutz Rechnung zu tragen.

Ein augenöffnendes Sachbuch über die Bedeutung des Ökosystems Meer, das Zusammenhänge erklärt und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Ernährung weckt!

Manfred Kriener ist ein deutscher Journalist und Autor, der zur Gründergeneration der Tageszeitung taz gehört, wo er 11 Jahre lang als Ökologieredakteur tätig war. Er beschäftigt sich vor allem mit Umwelt und Umweltpolitik, Ernährungsthemen und ist auch Weinjournalist. Bei Hirzel erschien 2020 sein SPIEGEL Bestseller »Leckerland ist abgebrannt. Ernährungslügen und der rasante Wandel der Esskultur«.

Von klein auf fühlte sich Stefan Linzmaier zum Fisch hingezogen. Angefangen hat dies mit dem ersten Aquarium und dem der Angelfischerei. Später folgten ein Studium der Biologie in München sowie der Aquakultur und Fischereiwissenschaften in Berlin. Anschließend promovierte er an der Freien Universität Berlin im Bereich der Gewässerökologie und Invasionsbiologie. Nebenbei engagiert sich der Freizeitkoch auch bei Slow Food e.V. zum Thema Fisch.
Rezension
Drei Viertel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt, nur ein Viertel nicht. Wasser und Ozeane bilden mithin ein überaus bedeutsames Ökosystem für den Planeten, das aber deutöich weniger erforhscht und geschützt wird: Die Verschmutzung der Meere und die kontinuierliche Überfischung haben diesem Ökosystem stark zugesetzt. Die Grundfrage des Buchs lautet: Darf man überhaupt noch Fisch kaufen, wenn einem Umweltschutz und Nachhaltigkeit am Herzen liegen? Es geht um Fischereipolitik, aber auch um die Frage, was Verbraucher beim Einkauf an der Fischtheke selbst tun können, um dem Meeresschutz Rechnung zu tragen. Dazu werden auch 20 Fisch-Arten porträtiert; denn das Wissen um die Fische, die zahlenmäßig wichtigsten Nutztiere auf unserem Planeten, und das Interesse daran, sie näher kennenzulernen, tendiert gen null. Wie und wo unsere Fische »hergestellt« werden – das will die gemeine Kundschaft so genau gar nicht wissen. Und es wird weit weniger auf die Produktherkunft geachtet als beim Einkauf von Fleisch.

Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
"Ein Sachbuch über die Bedeutung des Ökosystems Meer, das Zusammenhänge erklärt und das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Ernährung weckt!"
Berufsverband Hauswirtschaft

"Der Band hat das Potential zum investigativen Standardwerk."
Kilian Krauth, Heilbronner Stimme

"Wer wissen will, was er in der Regel isst, wenn er Fisch isst, sollte die drei Kapitel zu den Zucht-Bedingungen in Aquakulturen lesen."
Jochen Luhmann, Blog der Republik

"Vernüftig und logisch nehmen die beiden Autoren die Leserin und den Leser bei der Hand. Mit jedem Umblättern geht es ins weltweit politische Unvermögen, in die Ignoranz und die Verbrechen an der Natur."
Vincent Klink, Geleitwort

"Da im Anthropozän die Lebensbedingungen auch der Fische nicht länger "natürlich", sondern menschengemacht sind, wird hier eine umweltpolitische Perspektive mit einer Konsumenten-Perspektive vereint."
Dr. Hans-Jochen Luhmann, Natur und Landschaft
Inhaltsverzeichnis
Geleitwort von Vincent Klink 9

Der Mensch, das Meer und die Fische
Ozeane können nicht wachsen 11

Die verunsicherte Kundschaft
Ratlos an der Fischtheke 28

Plastik, Atommüll, Gift und Galle
Das Meer als Müllkippe 42

Meere und Seen im Schwitzkasten der Klimakrise
Massensterben, Geflüchtete, Einwanderer 56

Die Nordsee
Viele Fische und viele Probleme 71

Die Ostsee
Krise in der Badewanne 88

Dem Bodensee gehen die Fische aus
Felchen aus Kasachstan 103

Aquakultur
Die blaue Revolution 116
Erster Akt: von Karpfen und Kormoranen 116
Zweiter Akt: von Lachsen und Läusen 122
Dritter Akt: die Hausteiche von Bangladesch 133

Angelfischerei in Deutschland
Wir sind Weltmeister 136

FISCHPORTRÄTS 149

Aal
Ein rätselhaftes Dunkelwesen 151

Dorsch
Der Untergang des Lieblingsfisches 155

Flunder und Kliesche
Ganz schön platt 158

Flussbarsch
Stacheliger Raubritter 161

Hecht
Krokodil des Nordens 164

Hering
Ein Fisch für die Ewigkeit 167

Karpfen
Unser Öko-Klassenbester 170

Makrele
Als die See überkochte 173

Pangasius
Vom Mekong in die Kantine 176

Quappe
Der Süßwasserdorsch 180

Regenbogenforelle
Invasion aus Amerika 184

Rotbarsch
Drachenkopf von ganz unten 188

Sardelle
Kleiner Fisch – großes Maul 191

Scholle
Die Verwandlungskünstlerin 194

Sprotte
Goldiger Futterfisch 197

Stör
Das Urvieh 200

Thunfisch
Ein Fisch wie ein Sportwagen 204

Tilapia
Robuster Vegetarier mit Mutterqualitäten 208

Weißfische: Brachse und Rotauge
Zu schade für die Biogasanlage 212

Wels
Der Wal der Flüsse 218

Zander
Gestachelter Raubritter 221


Dank 224
Anmerkungen 225