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Durchbrenner Roman
Durchbrenner
Roman




Stefan Roloff

Rowohlt
EAN: 9783737102582 (ISBN: 3-7371-0258-9)
320 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 13 x 21cm, 2026

EUR 25,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
«Don't Live Today dröhnte so laut, dass es von den Wänden zurückhallte. Rote und grüne Hände bewegten sich und zogen tausend weitere Hände hinter sich her. Köpfe schüttelten ihre Haare durch den blauen Rauch, wurden selbst zu Rauch, Gesichter flogen weg ins Dunkle, und ständig erschienen neue.

Ein blondes Mädchen tauchte aus dem blitzenden Nebel auf und verschwand wieder. Sie hatte mich beim Reinkommen angelächelt. Auch wenn ich sie nicht sah, spürte ich, dass sie da war.»



Ein packender, authentischer Roman über eine Jugend zwischen unterdrückter Vergangenheit und Rebellion im deutschen Wirtschaftswunder - und eine Flucht voller Beatmusik, Rausch und unstillbarem Hunger nach Freiheit.



"Man klettert tiefer und tiefer in die erzählte Zeit hinab und mag gar nicht aufhören zu lesen." Steffen Kopetzky



Als Lesender gerät man in einen erzählerischen Strudel hinein, aus dem es kein Entkommen gibt. Am Ende möchte man auch wieder oder sogar zum ersten Mal einfach jung sein. Auf irgendeinem Schiff anheuern und glauben: Wenn auch nicht alles anders sein kann, dann doch wenigstens das eigene Leben.

Fabian Hinrichs
Rezension
Für Max beginnt der Aufbruch in eine neue Welt mit Jimi Hendrix. Seine Musik eröffnet ihm Perspektiven jenseits des Elternhauses, in dem die Mutter ihn zum Klavierspielen zwingt und der Vater schweigt. Stefan Roloffs autobiografisch inspirierter Roman "Durchbrenner" erzählt vom Erwachsenwerden im Westberlin der Sechzigerjahre und von der Auseinandersetzung mit einer Gesellschaft, die ihre Vergangenheit lieber verdrängt als aufarbeitet. Rockmusik, Protestbewegung und Kommune I werden für Max zu Symbolen einer ersehnten Freiheit. Doch der Weg aus der familiären Enge ist alles andere als geradlinig. Ein Aufenthalt bei seinem Onkel auf Teneriffa soll ihn wieder auf den rechten Weg bringen. Die Haare müssen ab, der Anpassungsdruck bleibt. Stattdessen entdeckt Max die Welt des Illegalen, verliebt sich in Lourdes und gerät ins Visier der Guardia Civil. Mit dem Wechsel ins franquistische Spanien erhält die Geschichte eine zusätzliche politische Dimension. Was Max zu Hause als familiären Zwang erlebt, begegnet ihm dort in Form staatlicher Repression. Gerade darin liegt die Stärke des Romans: Er verbindet eine persönliche Geschichte des Erwachsenwerdens mit den gesellschaftlichen Konflikten einer bewegten Zeit. Freiheit ist für Max keine abstrakte Idee, sondern etwas, das er gegen konkrete Erwartungen, Zwänge und Bedrohungen verteidigen muss.

Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Westberlin, 1960er Jahre. Als Max zum ersten Mal Jimi Hendrix hört, reißt für ihn der Horizont auf. Aber bis dorthin ist es noch ein weiter Weg. Im Elternhaus fühlt Max sich doppelt eingemauert. Die Mutter zwingt ihn ans Klavier, während der Vater, Pianist, sich in das Schweigen seiner Generation hüllt, die NS-Vergangenheit ist noch sehr präsent. Langsam erkennt Max die deutschen Lebenslügen – und bricht aus. In die Rockmusik, die Subkultur, er protestiert, experimentiert, zieht in die Kommune I. Dann wird er von seiner Mutter zu einem Onkel nach Teneriffa gelockt. Es soll eine Umerziehung werden. Max muss sich die langen Haare abschneiden lassen, doch auf der Insel entdeckt er auch das illegale Leben, verliebt sich in die schöne Lourdes und gerät ins Visier der Guardia Civil. Der Faschismus ist in Spanien noch lebendig. Kann Max seine Freiheit finden?
In seinem autobiografisch inspirierten Roman erzählt Stefan Roloff von Jugend und Aufbegehren in den deutschen 60ern, zwischen dunkler Vergangenheit und Wirtschaftswunder, über die Popkultur und sexuelle Revolution hereinbrechen – wild, rauschhaft und frei.