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Dietrich Bonhoeffers Ethik
Ein Arbeitsbuch für Schule, Gemeinde und Studium
Reinhold Mokrosch, Friedrich Johannsen, Christian Gremmels
Gütersloher Verlagshaus
, Chr. Kaiser
EAN: 9783579054117 (ISBN: 3-579-05411-2)
259 Seiten, 13 x 21cm, Oktober, 2003
EUR 29,95 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Was heißt Verantwortung übernehmen?
Was heißt Leben schützen?
Was heißt Frieden stiften?
Dietrich Bonhoeffers Entwürfe zur Ethik sind von oft verblüffender Aktualität, vielfach aber nur schwer erschließbar.
Dieses Arbeitsbuch bietet Verständnishilfen und Anstöße:
Exemplarisch führt es ein in die theologisch-ethische Argumentation Bonhoeffers, gibt Anregungen und Hilfestellungen, wichtige Themen seiner Ethikentwürfe im geschichtlichen Kontext zu erschließen und sie für die aktuelle Ethik-Debatte fruchtbar zu machen.
Ein Arbeitsbuch für Schule, Studium und Gemeindearbeit.
Verlagsinfo
Eine Einführung in die ethische Argumentation Bonhoeffers.
Erschließung des historischen Hintergrunds der Ethik Bonhoeffers.
Impulse für aktuelle Debatten.
Dietrich Bonhoeffers Ethik ist im Widerstand geboren. Herausgefordert durch die Entzivilisierung eines ganzen Volkes findet er zu einer neuen Haltung richtigen Handelns jenseits eingefahrener Vorstellungen von Gut und Böse. Kann man heute von ihm lernen? Dieses Arbeitsbuch:
- erschließt den geschichtlichen Kontext für das Denken Dietrich Bonhoeffers;
- führt anhand der Fragen »Was heißt Verantwortung übernehmen? - Was heißt Frieden stiften? - Was heißt Leben schützen?« in drei Abschnitten in zentrale Momente seines Denkens ein;
- bietet eine Fülle von Vorschlägen für eine vertiefende Auseinandersetzung und didaktische Aufbereitung;
- wird abgerundet durch einen umfangreichen Anhang mit der Dokumentation zahlreicher Quellentexte.
Christian Gremmels
geboren 1941, Dr. theol., ist Professor für Systematische Theologie an der Universität Kassel. Vorsitzender der Internationalen Bonhoeffer Gesellschaft, Sektion Deutschland.
Friedrich Johannsen
geboren 1944, Prof. Dr. phil. habil., lehrt Ev. Theologie und Religionspädagogik an der Universität Hannover.
Reinhold Mokrosch
geboren 1940, Dr. theol., ist Professor für Praktische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Osnabrück; Direktor des Instituts für Evangelische Theologie und Senator der Universität.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 9
Grundsätzliches zu Dietrich Bonhoeffers Ethik 13
Teil I
Christian Gremmels
Was heißt Verantwortung übernehmen?
1. Einführung 20
2. Die Maskerade des Bösen 24
3. Verantwortung 31
3.1 »Flucht vor Verantwortung« und »Übernahme von Verantwortung«? Eine biographische Vergewisserung. 32
3.2 Die Struktur der Verantwortung 38
3.3 Der Ort der Verantwortung 49
4. Von Bonhoeffer lernen: Möglichkeiten und Missverständnisse 55
II. Teil
Friedrich Johannsen
Was heißt Leben schützen?
1. Bonhoeffers Perspektive 62
1.1 Verantwortliches Handeln in konkreter Situation . . 62
1.2 Kritik des Denkens in zwei Räumen: Das Verhältnis von Glaube und Weltwirklichkeit 64
2. Lebensbedrohung durch den Staat - Das Problem des Rückgriffs auf die Natur 66
3. Versuch einer Neubestimmung des »Natürlichen« in der evangelischen Ethik 69
3.1 Das natürliche Leben als Selbstzweck und Zweck . . . 76
3.2 »Mein Leben ist ein Anderer« - das Lebensverständnis des Glaubens 78
3.3 Die Kategorien »Natürlich« und »Unnatürlich« als Kriterien der ethischen Auseinandersetzung 81
4. Das unverfügbare Recht des natürlichen Lebens - Bonhoeffers Beitrag zu den Menschenrechten 83
4.1 Die mit dem Natürlichen gegebenen Rechte 85
4.2 Das natürliche Leben und das Recht des Einzelnen . . 87
5. Konkretisierung der Menschen- und Lebensrechte
Die Zweckfreiheit des leiblichen Lebens 88
5.1 Das Recht auf leibliches Leben und Euthanasie .... 90
5.2 Das Problem der Euthanasie in der gegenwärtigen Auseinandersetzung 92
5.3 Fortpflanzung und werdendes Leben 95
5.4 Die gegenwärtige Debatte um die sog. Fortpflanzungsmedizin 96
5.5 Selbsttötung - Selbstmord 99
5.6 Leben schützen — Schutz des menschlichen Leibes . . 100
5.7 Leben schützen heißt auch Schutz des geistigen Lebens 102
5.8 Brücken zur ökologischen Ethik 103
6. Zur Grundstruktur von Bonhoeffers Ethik 104
III. Teil
Reinhold Mokrosch
Was heißt »Frieden stiften«?
Hinführung 108
1. Bonhoeffers Einstellungen zum Frieden bis zum Beginn der Arbeit an der »Ethik« (1929-1939) 111
1.1 Geprägt von der Tradition: Bonhoeffer rechtfertigt den Krieg (1929-1930) ... 111
1.2 Protest gegen die Tradition: Bonhoeffer verurteilt den Krieg (1930-1932) .... 115
1.3 Bonhoeffer wird christlicher Pazifist (1932-1934) . . 117
1.4 Mit der Bergpredigt in der Nachfolge Jesu Frieden stiften (1934-1938) 124
2. D. Bonhoeffers versteckte Friedensethik in seinen »Ethik«-Fragmenten 133
2.1 Vorbemerkung: Der Gebrauch des Wortes »Frieden« war im Krieg verboten 133
2.2 Versöhnung bestimmt die Wirklichkeit 136
2.3 Führermord als Nachfolge Christi? 143
2.4 Ahnung und Verurteüung des Ausrottungskrieges . . 152
2.5 Freiheit zum Schuldigwerden 156
2.6 Frei von moralischen Prinzipien - Bonhoeffers Situationsethik 162
2.7 Gottes Friedenswillen im Alltag erfüllen 174
Anhang
Materialien 184
Abkürzungsverzeichnis 252
Literaturverzeichnis 254
Personen-und Sachregister 257
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