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Die philosophische Hintertreppe Die gro├čen Philosophen in Alltag und Denken 36. Aufl. 2007 / 1. Aufl. 1975
Die philosophische Hintertreppe
Die gro├čen Philosophen in Alltag und Denken


36. Aufl. 2007 / 1. Aufl. 1975

Wilhelm Weischedel

Deutscher Taschenbuch Verlag
EAN: 9783423300209 (ISBN: 3-423-30020-5)
304 Seiten, paperback, 12 x 19cm, 2007

EUR 8,50
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
┬╗Weischedel machte die ├╝berraschende Entdeckung, dass der Weg zum Verst├Ąndnis gro├čer Philosophen einfacher und direkter ├╝ber die Hintertreppe durch K├╝che und Schlafzimmer f├╝hrt als durch dickleibige Folianten oder ├╝ber gescheite Interpretationen ihrer Werke.┬ź Der Spiegel
Rezension
In neuer Aufmachung mit dem gelungenen Umschlagbild von Raffaels "Schule von Athen" kommt diese "hintertreppige" Philosophiegeschichte nun schon ins 41. Jahr ihres Erscheinens - und darf mit Fug und Recht als ein Klassiker bezeichnet werden: 1966 erschienen (Nymphenburger), seit 1975 bei dtv und nun in 36. Auflage! - Was macht diesen Erfolg aus? a) Eine komplette Philosophiegeschichte von den Vorsokratikern bis zu Ludwig Wittgenstein f├╝r weniger als 10 ÔéČ. b) Eine durchg├Ąngig verst├Ąndliche Darstellungsweise, die auch dem Laien auf je ca. 10-12 S. eine ungef├Ąhre Vorstellung von dem vermittelt, was der entsprechende Philosoph als Hauptanliegen vertreten hat. c) Eine "Hintertreppe": das ist Programm! Nicht nur abstrakt werden die Kerngedanken erl├Ąutert, sondern vom Alltag und von der Biographie her werden erl├Ąuternde Zug├Ąnge gesucht; das ist ebenso unterhaltsam wie aufschlu├čreich. - Die Nachteile sollen nicht verschwiegen werden: Weiterf├╝hrende Literatur wird nicht genannt und eine systematische Erschlie├čung der einzelnen Denkans├Ątze liegt auch nicht vor, ebenso wenig wie eine strukturelle Zuordnung zu Philosophenschulen, Zeitstr├Âmungen etc. - Wer hier mehr m├Âchte und beim Autor verbleiben will, dem sei W. Weischedel, Der Gott der Philosophen, Bd. 1 und 2 empfohlen.

Jens Walter, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Wilhelm Weischedel, geb. 1905 in Frankfurt a.M., studierte in Marburg evangelische Theologie, Philosophie und Geschichte. 1932 Promotion zum Dr. phil. in Freiburg. Nach 1945 Dozent, dann Professor der Philosophie in T├╝bingen und in Berlin; 1970 emeritiert. Er starb 1975 in Berlin.

Die gro├čen Philosophen in Alltag und Denken

┬╗Wie f├Ąnde sich ohne Studium, ohne wissenschaftlich geschultes Denken und Lesen der Zugang zu Aristoteles, Descartes, Kant oder Hegel und deren weltbewegenden Erkenntnissen? Wie wollte man seinem noch minderj├Ąhrigen Sohn die vertrackten Seinsreflexionen eines Heidegger, seinem kaufm├Ąnnischen Freund Russells ┬╗Zweifel an den Pr├Ąmissen┬ź oder einem Ingenieur der Industrie Wittgensteins ┬╗Tractatus┬ź und die Ergebnisse der Philosophischen Untersuchungen etwa plausibel machen, und zwar so, da├č ein zu eigenen Fragen und Reflexionen bef├Ąhigendes Verst├Ąndnis vermittelt wird?

Wilhelm Weischedel [...] hat die Masse gelehrter, aber schwer verst├Ąndlicher Literatur beiseite geschoben und in vierunddrei├čig Aufs├Ątzen die Quintessenz des Denkens und Lebenswerkes ebenso vieler Philosophen in unkonventioneller Weise so dargestellt, da├č die jeweilige Kernproblematik und Kernantwort leicht verst├Ąndlich ist, ohne da├č gef├Ąhrliche Verk├╝rzungen zu verschmerzen w├Ąren.

Die philosophische Hintertreppe wird zur sozialen Einrichtung, sie f├╝hrt ├╝ber nur geringe Umwege der anekdotischen Einf├╝hrung in das Zentrum des jeweiligen Denkens, ohne beim Leser auch nur die geringste Vorkenntnis vorauszusetzen. Der Stoff von zweieinhalbtausend Jahren Philosophiegeschichte von Thaies, dem philosophierenden Handelsmann aus Milet, bis hin zu Ludwig Wittgenstein, dem modernen K├╝nder des Untergangs der Philosophie, wird hier ohne wissenschaftliche Arroganz und lehrmeisterhafte Attit├╝de erz├Ąhlt, mit allen Mitteln dieser Kunst.┬ź Rheinischer Merkur

┬╗Seine unorthodoxe wie geistreiche Zusammenschau des europ├Ąischen Denkens von Thales bis Wittgenstein ist in jeder Hinsicht empfehlenswert. ┬ź Die Zeit

┬╗Weischedel machte die ├╝berraschende Entdeckung, dass der Weg zum Verst├Ąndnis gro├čer Philosophen einfacher und direkter ├╝ber die Hintertreppe durch K├╝che und Schlafzimmer f├╝hrt als durch dickleibige Folianten oder ├╝ber gescheite Interpretationen ihrer Werke.┬ź Der Spiegel
Inhaltsverzeichnis
Prolog oder Die zwei Aufg├Ąnge zur Philosophie 9

Thales oder Die Geburt der Philosophie 11
Parmenides und Heraklit oder Die gegens├Ątzlichen Zwillinge 21
Sokrates oder Das Ärgernis des Fragens 29
Platon oder Die philosophische Liebe 39
Aristoteles oder Der Philosoph als Mann von Welt 50
Epikur und Zenon oder Pflichtloses Gl├╝ck und gl├╝cklose Pflicht 60
Plotin oder Die Gesichte des Entr├╝ckten 70
Augustinus oder Die Dienlichkeit der S├╝nde 77
Anselm oder Der bewiesene Gott 86
Thomas oder Der getaufte Verstand 90
Eckhart oder Gott als Nichtgott 99
Nicolaus oder Der Nomenklatur Gottes 106
Descartes oder Der Philosoph hinter der Maske 114
Pascal oder Die gekreuzigte Vernunft 125
Spinoza oder Der Boykott der Wahrheit 132
Leibniz oder Das Puzzlespiel der Monaden 142
Voltaire oder Die Vernunft in der Klemme 152
Rousseau oder Der ungl├╝ckliche Gef├╝hlsdenker 160
Hume oder Der skeptische Schiffbruch 170
Kant oder Die P├╝nktlichkeit des Denkens 177
Fichte oder Die Rebellion der Freiheit 188
Schelling oder Die Verliebtheit in das Absolute" 200
Hegel oder Der Weltgeist in Person 209
Schopenhauer oder Der b├Âse Blick 221
Kierkegaard oder Der Spion Gottes 230
Feuerbach oder Der Mensch als Sch├Âpf er Gottes 238
Marx oder Die Revolte der Wirklichkeit 247
Nietzsche oder Macht und Ohnmacht des Nihilismus 256
Jaspers oder Das fruchtbare Scheitern 265
Heidegger oder Die Sage vom Sein 274
Russell oder Die Philosophie als Protest 283
Wittgenstein oder Der Untergang der Philosophie 291

Epilog oder Aufstieg und Abstieg 300