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Die Sex-Besessenheit der AfD
Rechte im »Genderwahn«
Daniela Ruether
Dietz Verlag
EAN: 9783801206949 (ISBN: 3-8012-0694-7)
144 Seiten, paperback, 13 x 19cm, Januar, 2025
EUR 18,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Ist die AfD sexbesessen? Es sieht so aus! Unablässig trägt die rechtsautoritäre Partei die Themen Sexualität und Geschlechtlichkeit in die Parlamente und in die Öffentlichkeit. Es geht um "Volks"-Vermehrung und Geburtenzahlen, Homosexualität, Transsexualität, Sexualaufklärung, Geschlechterforschung und geschlechtergerechte Sprache. Gestützt auf gründliche Recherchen, die neues und bislang unbekanntes Material zutage gefördert haben, wird deutlich, dass die AfD eine völkisch-nationalistische Familien- und Bevölkerungspolitik verfolgt, die auf NS-Konzepte zurückgeht.
Daniela Rüther legt hier glasklar offen: "Genderwahn" ist das Gegenstück zum "Remigrationsprojekt" der neuen Rechten. Gender ist ein Wort, das eigentlich für die Gleichstellung der Geschlechter steht. Der AfD dient es als sinnentleerter Kampfbegriff gegen alles, was nicht zum rechtskonservativen Denken passt. Rüther analysiert diesen "Wahn" an den Wirkungsorten der Macht: in den Parlamenten. Sie nimmt die Strategien derAfD ins Visier und legt die Ursprünge ihrer Kampftaktiken offen.
Daniela Rüther promovierte Historikerin, studierte Politikwissenschaftlerin und Journalistin mit praktischer Erfahrung aus dem parlamentarischen Backstage-Bereich als wissenschaftliche Beraterin eines Abgeordneten im Landtag NRW. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind vor allem Geschlechtergeschichte, Nationalsozialis-mus und Rechtsextremismus. Sie lebt in Düsseldorf.
Rezension
Die AfD verfolgt eine völkisch-nationalistische Familien- und Bevölkerungspolitik, die auf NS-Konzepte zurückgeht. Dieses Buch analysiert das sexualpolitische Denken einer rechtsradikalen Partei, die große Teile der deutschen Bevölkerung repräsentiert, und es zeigt sich, wie reaktionär-chauvinistisch dieses Denken ist: Es geht um "Volks"-Vermehrung und Geburtenzahlen, gegen Homosexualität, Transsexualität, Sexualaufklärung, Geschlechterforschung, geschlechtergerechte Sprache, Abtreibung u.v.a. Die AfD ist mit ihrer Besessenheit von Geschlechterfragen nicht allein, auch in anderen Ländern, z.B. in den USA oder in Polen, fixiert sich die autoritäre Rechte auf diese Themen. Schon immer kreisten völkische Ideen rund um Mutterschaft, hierarchische Zweigeschlechtlichkeit und patriarchale Familienvorstellungen. Gleichstellung der Geschlechter gilt es unbedingt zu vermeiden.
Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Die Historikerin Daniela Rüther hat untersucht, wie die AfD das Thema "Gender" als sinnentleerten Kampfbegriff einsetzt gegen alles, was nicht zum rechtskonservativen Denken passt. Insbesondere analysiert sie sie an den Wirkungsorten der Macht: in den Parlamenten. Sie nimmt die Strategien der AfD ins Visier und legt die Ursprünge ihrer Kampftaktiken bei der NPD und der NSDAP offen.
Inhaltsverzeichnis
Intro 7
Dilettantismus auf parlamentarischem Parkett und als Familienpolitik getarnte Bevölkerungspolitik 10
Hintergründe: Von Rechten in Europa und aus der Geschichte gelernt 19
Parlamente als Propagandabühne für Sexbesessene 28
Schüren »undemokratischer Emotionen« in den Medien 35
Kampfbegriff Gender – rechte Erfolgsformel in den Parlamenten 42
Das Target der AfD: Geschlechterforschung 57
Verschiebung des Diskurses nach rechts: »Gendersprache« 76
Ausblick 101
Anmerkungen 107
Quellen 125
Literaturverzeichnis 130
Über die Autorin 141
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