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Die Reformation
1490 - 1700
Aus dem Englischen von Helke Voß-Becher, Klaus Binder und Bernd Leineweber
Diarmaid MacCulloch
Deutscher Taschenbuch Verlag
EAN: 9783423346535 (ISBN: 3-423-34653-1)
1056 Seiten, paperback, 14 x 21cm, 2010, Mit s/w-Abbildungen
EUR 29,90 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Die Reformation prägte die Geschichte Europas wie kein anderes Ereignis der Neuzeit. In diesem Standardwerk bietet der renommierte Rirchenhistoriker Diarmaid MacCulloch eine faszinierende Gesamtschau der politischen Ereignisse und der sozialen, geistesgeschichtlichen und kulturellen Entwicklungen. Er erklärt die zentralen Gedankengänge und Motive der Akteure und beschreibt sehr plastisch, wie die Umwälzungen den Alltag veränderten.
»MacCulloch schreibt genau und lebendig zugleich, mit Sinn für Stil und Witz. Ein außerordentliches Buch, stoffreich, elegant und nachdenklich.«
Prof. Dr. Kurt Flasch
»Eindrücklicher kann die europaweite, ja weltweite Dimension dessen, was vor 500 Jahren in Wittenberg begann, nicht vorgeführt werden.«
Süddeutsche Zeitung
Deutscher
Taschenbuch
Verlag
Rezension
Was hebt diese Darstellung der Reformation von den vielen anderen, schon auf dem Buchmarkt erhältlichen Beschreibungen ab? Zunächst einmal das Äußerliche: Ein voluminöses Werk mit ca. 1000 S., das die Reformation umfassend begreift und den Gesamtzeitraum 1490 - 1700 (Untertitel!) darstellt, also nicht nur wenige zentrale Jahrzehnte z.B. von 1520-1555, als Taschenbuch im günstigen Preis-Leistungsverhältnis. Sodann die innere Struktur: eine Gesamtschau der politischen, sozialen und kulturellen, - also nicht nur kirchenhistorischen oder nur politischen - Veränderungen in Europa und darüber hinaus; denn auch die Wirkungsgeschichte ist mit einbezogen, wenn der Zeitrahmen bis 1700 abgesteckt wird. Selbstverständlich werden die zentralen Gedankengänge der Reformatoren und ihrer Gegner dargestellt, aber der Autor beschreibt eben auch den Alltag, etwa wie in den verschiedenen Konfessionen Zeit, Leben und Tod, Liebe und Sex verstanden und erlebt wurden - und hebt sich damit erfreulich von anderen Darstellungen der Reformationsepoche ab.
Thomas Bernhard, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Eine revolutionäre Epoche
Enorm kenntnisreich und zugleich sehr anschaulich entwirft Diarmaid MacCulloch eine faszinierende Gesamtschau der politischen, sozialen und kulturellen Veränderungen in Europa und darüber hinaus, erklärt die zentralen Gedankengänge der Reformatoren und ihrer Gegner und beschreibt sehr plastisch den Alltag, etwa wie in den verschiedenen Konfessionen Zeit, Leben und Tod, Liebe und Sex verstanden und erlebt wurden.
Diarmaid MacCulloch, geb. 1951, ist Professor für Kirchengeschichte an der Universität von Oxford und Fellow der British Academy. Sein Werk über die Reformation wurde mehrfach ausgezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 13
TEIL I
EINE GEMEINSAME KULTUR
1 DIE ALTE KIRCHE, 1490-1517 27
Erlösung in der Kirche rinden 27
Die erste Säule: Messe und Fegefeuer 34
Betende Laien 41
Die zweite Säule: Der Primat des Papstes 54
Eine Säule wankt: Politik und Papsttum 64
Kirche kontra Gemeinwesen? 75
2 HOFFNUNGEN UND ÄNGSTE, 1490-1517 87
Grenzverschiebungen 87
Die Ausnahme Iberien 93
Das iberische Verdienst: Der Export der Westkirche 102
Neue Möglichkeiten: Papier und Buchdruck 109
Der Humanismus: Eine neue Welt aus Büchern 116
Erneuerung in der Praxis 131
Reform oder das Ende aller Tage? 139
Erasmus: Erfüllte Hoffnungen, gestillte Ängste? 143
3 EIN NEUER HIMMEL: EINE NEUE ERDE, 1517-1524 155
Im Schatten Augustins 155
Der gute Mönch Luther, 1483-1517 166
Eine zufällige Revolution, 1517-1521 176
Wessen Revolution? 1521-1522 188
Evangelische Herausforderungen: Zwingli und der Radikalismus, 1521-1522 194
Zürich und Wittenberg, 1522-1524 204
Die Jahre des Karnevals, 1521-1524 213
4 WERBEN UM WELTLICHE HERRSCHER, 1524-1540 221
Europas größte Rebellion, 1524-1525 221
Fürstenkirche oder christliche Aufspaltung, 1525-1530 226
Die Geburt der Protestantismen, 1529-1533 237
Straßburg: Das neue Rom oder das neue Jerusalem? 249
Könige und Reformatoren, 1530-1540 261
Ein neuer König David? Münster und seine Folgen 281
5 DIE VERTAGTE WIEDERVEREINIGUNG: KATHOLIKEN UND PROTESTANTEN, 1530-1560 291
Wiederbelebung im Süden 291
Ignatius von Loyola und die frühen Jesuiten 297
Hoffen auf eine Verständigung: Die Krise 1541-1542 307
Ein Konzil in Trient: Die erste Sitzungsperiode, 1545-1549 317
Calvin in Genf: Die Antwort der Reformierten auf Münster 322
Calvin und die Eucharistie: Die endgültige protestantische Spaltung 335
Der reformierte Protestantismus: Alternativen zu Calvin, 1540-1560 341
6 DIE VERWORFENE WIEDERVEREINIGUNG, 1547-1570 362
Die Krise der Habsburger, 1547-1555 362
1555: Ein erschöpfter Kaiser und ein besessener Papst 370
Eine katholische Rückeroberung: England, 1553-1558 375
1558-1559: Wendepunkte für Dynastien 383
Die letzte Sitzungsperiode des Konzils von Trient, 1561-1563 405
Protestanten unter Waffen: Frankreich und die Niederlande, 1562-1570 408
TEIL II
DIE TEILUNG EUROPAS, 1570-1619
7 DIE DEFINITION DES NEUEN EUROPAS, 1569-1572 421
Die Religion des Südens und des Nordens 421
Tridentinische Erfolge 427
Die katholische Verteidigung des Christentums, 1565-1571 437
Militante Protestanten im Norden, 1569-1572 440
Das Massaker der Bartholomäusnacht, 1572 447
Polen 1569-1576: Eine Alternative für die Zukunft? 451
Protestantismus und Vorsehung 455
8 DER NORDEN: PROTESTANTISCHE HOCHBURGEN 459
Die Definition des Luthertums: Der Weg zur Konkordienformel 459
Die »Zweite Reformation« in Deutschland 467
Religiöse Kämpfe im Baltikum: Polen-Litauen und Skandinavien 473
Die nördlichen Niederlande: Sieg der Protestanten 484
Die nördlichen Niederlande: Die arminianische Krise 493
Ein Erfolg der Reformierten: Schottland 500
Das elisabethanische England: Eine reformierte Kirche? 504
Irland: Auf dem Weg zur Gegenreformation 520
9 DER SÜDEN: KATHOLISCHE HOCHBURGEN 528
Italien: Das Herz der Gegenreformation 529
Spanien und Portugal: König Philipps Kirche 550
Die Gegenreformation als Weltmission 562
10 MITTELEUROPA: DIE UMKÄMPFTE RELIGION 581
Das Reich und die Habsburgischen Lande: Eine zerrüttete Kirche 581
Habsburger, Wittelsbacher und eine katholische Rückeroberung 590
Siebenbürgen: Ein reformiertes Israel 600
Frankreich: Der Zusammenbruch eines Königreichs, 1572-1598 609
Frankreich: Eine späte Gegenreformation 622
11 1618-1648: ENTSCHEIDUNG UND ZERSTÖRUNG 636
12 CODA: EIN BRITISCHES ERBE, 1600-1700 655
Neuenglische Anfänge: Richard Hooker und Lancelot Andrewes 656
Das frühe Stuart-England: Ein Goldenes Zeitalter der Kirche? 667
Krieg in drei Königreichen, 1638-1660 677
Ein Spektrum von Protestantismen, 1660-1700 687
Amerikanische Anfänge 693
TEIL III
LEBENSMUSTER
13 ZEITENWANDEL 713
Das Ende der Zeiten 714
Gottes Stimme 721
Kampf gegen den Antichrist: Götzenbilder 724
Kampfgegenden Antichrist: Hexen 730
14 TOD, LEBEN UND DISZIPLIN 746
Verhandlungen um Tod und Magie 746
Verkündigung des Wortes 755
Gottesfürchtige Disziplin 765
Aus dem Geist des Protestantismus? 775
15 LIEBE UND SEX: WAS BLIEB, WIE ES WAR 784
Ein gemeinsames Erbe 784
Die Familie in der Gesellschaft 793
Die Angst vor Sodomie 799
16 LIEBE UND SEX: WAS SICH VERÄNDERTE 8ll
Die »Reformation der Sitten« 811
Katholizismus, Familie und Zölibat 819
Protestantismus und Familie 832
Wahlmöglichkeiten in der Religion 851
17 FOLGEN 857
Kriege der Reformation 859
Toleranz 865
Gegenströmungen: Humanismus und Naturphilosophie 871
Gegenströmungen: Judentum und Zweifel 882
Die Aufklärung und darüber hinaus 894
Nachwort zur deutschen Ausgabe 907
Appendix 909
ANHANG
Anmerkungen 917
Literaturempfehlungen 970
Verzeichnis der Abbildungen, Illustrationen und Karten 976
Register 979
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