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Die Philosophie der monotheistischen Weltreligionen im frühen und hohen Mittelalter
Markus Enders, Bernd Goebel (Hrsg.)
Reihe: Fuldaer Studien
Herder Verlag
EAN: 9783451386237 (ISBN: 3-451-38623-2)
408 Seiten, hardcover, 18 x 25cm, 2019, Leinen
EUR 55,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Mit Beiträgen von Musa Bağraç, Michael Borgolte, Olivier Boulnois, Rémi Brague, José Costa, Markus Enders, Emery de Gáal, Gerhard Gäde, Bernd Goebel, Jakob Georg Heller, Katrin König, Maria Lissek, Jörn Müller, Jonas Narchi, Matthias Perkams, Richard Schenk, Luca Vettorello
Rezension
Der Band versammelt Beiträge einer internationalen Tagung "Zur Philosophie in den monotheistischen Weltreligionen im frühen und hohen Spätmittelalter", die 2018 an der Universität Freiburg (i. Br.) stattgefunden hat. Der Band ist in die folgenden Sektionen gegliedert: I. Vergleiche und Überblicke, II. Jüdische und islamische Perspektiven auf das Christentum, III. Anselm im Gespräch mit dem Judentum und Islam, IV. Vernunft und interreligiöser Dialog in der Theologie des frühen 12. Jahrhunderts, V. Heidnische Religionen aus der Sicht christlicher Theologen des 13. Jahrhunderts. Abgerundet wird der Band, der übrigens sehr edel in Leinen gebunden ist, durch ein umfangreiches Namenregister sowie durch das Verzeichnis der Autorinnen und Autoren. Die Beiträge liegen in deutscher, französischer und englischer Sprache vor.
Insgesamt kann man den Band, der ein echtes Desiderat der religionsphilosophischen Forschung in den Blick nimmt, nur in den höchsten Tönen loben: Die Beiträge sind von hoher wissenschaftlicher Qualität und äußerst originell, sodass man am Ende nur das Prädikat "hervorragend" vergeben kann.
S. Düfel, Lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Die Beiträge analysieren Texte von Autoren aus der Zeit von Anselm von Canterbury bis Raimundus Lullus, die mit philosophischen Argumenten christliche Glaubensüberzeugungen gegen jüdische und islamische Einwände verteidigen, und stellen diese in ihren historischen Kontext. Auch kommen jüdische und islamische Religionsphilosophen zur Sprache, die für die Wahrheit zentraler Überzeugungen ihrer jeweiligen Religion rational argumentieren.
Prof. DDr. Markus Enders, Jahrgang 1963, studierte Philosophie, katholische Theologie und Religionswissenschaft an den Universitäten Freiburg i.Br. und München. Dort promovierte er 1991 in Philosophie, habilitierte sich in diesem Fach 1997 und promovierte 1999 in katholischer Theologie. Seit 2001 ist er Ordinarius für Christliche Religionsphilosophie in der Fakultät für Katholische Theologie der Universität Freiburg i.Br.
Bernd Goebel, geb. 1967, Dr. phil., Professor für Philosophie und Geschichte der Philosophie an der Theologischen Fakultät Fulda
Inhaltsverzeichnis
Vorwort und Einleitung der Herausgeber
Die monotheistische Trias des Mittelalters im welthistorischen Vergleich
Michael Borgolte, Berlin
Monolog als Dialog, Dialog als Monolog
Rémi Brague, Paris
Métaphorologie et théologie
Olivier Boulnois, Paris
Logik und Religion: Entstehungsbedingungen autonomer Philosophiebegriffe im lateinischen und im syrisch-arabischen Raum (6.−12. Jh.)
Matthias Perkams, Jena
Göttlicher Messias und Inkarnation: Die Rolle der rabbinischen Überlieferungen in der Disputation zu Barcelona
José Costa, Paris
Andersgläubige in der Religionsphilosophie von Maturidi
Musa Bağraç, Hamm
Mehr als genug. Anselm von Canterburys Versöhnungslehre als philosophischer Beitrag in frühen interreligiösen Begegnungen
Katrin König, Tübingen
Anselm und der Islam
Emery de Gaál, Chicago
Das Schlusskapitel von "Cur Deus homo" und seine Relevanz für eine heutige Theologie der Religionen
Gerhard Gäde, München
Saint Anselm and a New Perspective on the Doctrine of the Incarnation
Luca Vettorello, Mailand
Menschwerdung und Dämonologie. Der dem Wilhelm von Champeaux zugeschriebene "Dialogus inter Christianum et Iudaeum de fide Catholica" vor dem Hintergrund von Anselms "Cur deus homo"
Bernd Goebel, Fulda
Interreligiöses Gespräch oder philosophischer Dialog? Eine Relektüre von Gilbert Crispins "Disputatio Christiani cum Gentili"
Jörn Müller, Würzburg
„... unter Anwendung der Vernunft ...“. Zur Funktion der Vernunft im Dialogus des Petrus Alfonsi
Maria Lissek, Bern
„nichil illi simile“ – Die philosophische Gotteslehre im "Dialogus contra Iudaeos" des Petrus Alfonsi
Jakob G. Heller, Freiburg
Peter Abaelards philosophisches Trinitätsargument als Ziel des unvollendeten "Dialogus inter Philosophum, Iudaeum et Christianum": Ein Rekonstruktionsversuch
Jonas Narchi, Heidelberg
Zur intellektuellen Auseinandersetzung des Thomas von Aquin mit dem Islam in der "Summa contra Gentiles" und in seinem Traktat "De rationibus fidei"
Markus Enders, Freiburg i.Br.
„Fœdera pluries“ und „Gnade gefunden ... vom Anbeginn der Welt“. Vorabrahamitische Religionen aus der Sicht der Dominikanertheologie vor 1280
Richard Schenk OP, Freiburg i.Br.
Namenregister
Verzeichnis der Autorinnen und Autoren
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