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Der wichtigste Satz der Geschichte
Walter Isaacson
Random House
EAN: 9783759904386 (ISBN: 3-7599-0438-6)
96 Seiten, Hörbuch, 12 x 19cm, Juni, 2026
EUR 11,95 alle Angaben ohne Gewähr
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Rezension
250 Jahre Vereinigte Staaten von Amerika
Das Entstehen der amerikanischen Nation basiert auf der Unabhängigkeitserklärung des Jahres 1776. Thomas Jefferson, Benjamin Franklin und John Adams haben den entscheidenden Satz fomuliert und überarbeitet, der als Basis auch modernen demokratischen Verfassungen zugrunde liegt:
»We hold these truths to be self-evident, that all men are created equal, that they are endowed by their Creator with certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness.«
(Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet wurden, wozu Leben, Freiheit und das Streben nach Glück gehören.«).
Für Walter Isaacson ist es der zentrale Satz der Geschichte. Deshalb wird die Entstehung der Vereinigten Staaten im Hörbuch auch nicht als Abfolge von Ereignissen dargeboten, sondern im Sinne der Väter der Verfassung, als gesellschaftliche Auseinandersetzung um Freiheit, Macht, Wissenschaft und gesellschaftlichen Wandel.
Wort für Wort wird dieser zentrale Satz seziert und in den Kontext der Geschichte gestellt. Es wird deutlich, dass demokratische Entwicklung und Fortschritt keinem geradlinigen Verlauf folgen, sondern vielmehr das Ergebnis eines fortwährenden Ringens um Konsens sind. IIsaacson zeichnet zugleich ein Bild der Menschen hinter den historischen Entwicklungen – mit ihren Stärken, Schwächen und inneren Konflikten.
Die Fülle an Namen, Zahlen und Fakten verlangt beim Zuhören allerdings ein hohes Maß an Konzentration. Für die historisch Interessierten bietet sich aber ein anregender Zugang zu den Grundlagen der jungen amerikanischen Demokratie.
Dabei wird deutlich, wie unterschiedlich bereits die Vorstellungen von einer demokratischen Gesellschaft waren – und wie anspruchsvoll es sich gestaltete, diese in der Unabhängigkeitserklärung zusammenzuführen.
Gerade angesichts der aktuellen politischen Spannungen in den USA lohnt der Blick auf jene demokratischen Prinzipien, an denen sich das Land bis heute messen lassen muss.
Dietmar Langusch, Lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Zum 250. Jahrestag der USA – Der Satz, der die amerikanische Demokratie zum Leben erweckte und der heute so wichtig ist wie nie zuvor
Bestsellerautor Walter Isaacson unternimmt eine faszinierende Tiefenbohrung in die Entstehung eines der revolutionärsten Sätze der amerikanischen Geschichte: »Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet wurden, wozu Leben, Freiheit und das Streben nach Glück gehören.« Im Sommer 1776 von Thomas Jefferson formuliert und dann von Benjamin Franklin und John Adams überarbeitet, bildet dieser Kernsatz der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung das Fundament der jungen amerkanischen Republik.
Wort für Wort legt Isaacson die Genialität dieses Satzes frei und beleuchtet die damals radikalen Ideen, die ihm zugrunde liegen. Brillant erklärt er, wie dieser Satz entworfen wurde und wie er über die nächsten Jahrhunderte Einheit, Gleichheit und das fortdauernde Versprechen Amerikas inspirierte. Anlässlich des 250. Jahrestages der Amerikanischen Unabhängigkeitserklärung zeigt einer der profiliertesten Kenner der amerikanischen Geschichte, welche Kraft noch immer in diesen Worten und Werten liegen. Und er macht deutlich, warum sie gerade jetzt unverzichtbar sind.
Walter Isaacson, geboren 1952, ist Journalist und Schriftsteller. Er begann seine Karriere bei der Sunday Times, bevor er zum Time Magazine wechselte, dessen Herausgeber er 1996 wurde. In der Zeit nach den Anschlägen vom 11. September 2001 war er als Vorstand bei CNN tätig, bis er 2003 die Leitung des Aspen Institute übernahm, die er bis 2018 innehatte, um sich danach einer Geschichtsprofessur an der Tulane University zu widmen. Neben seiner journalistischen und akademischen Tätigkeit gilt Walter Isaacson als einer der renommiertesten Biografen unserer Zeit und ist als Autor mit Büchern über Benjamin Franklin, Henry Kissinger, Leonardo da Vinci und Jennifer Doudna hervorgetreten — wobei »Steve Jobs. Die autorisierte Biografie des Apple Gründers« zum Weltbestseller avancierte und allein in Deutschland über 900.000 Exemplare verkaufte. Isaacson wurde 2021 mit der National Humanities Medal ausgezeichnet.
Frank Arnold, Regisseur, Schauspieler und Dramaturg, studierte Schauspiel an der Hochschule der Künste in Berlin. Er arbeitete u. a. mit Dieter Dorn, Luc Bondy, George Tabori und Peter Stein zusammen. Der beliebte Sprecher hat zahlreiche Hörbücher von Bestsellerautoren wie Haruki Murakami, Walter Isaacson, Stephen Hawking, Robert Harris oder Christopher Clark eingelesen und ist in den Kultursendungen »aspekte« und »ttt« zu hören. 2014 wurde er mit dem Deutschen Hörbuchpreis als Bester Interpret ausgezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis des Buches (Hardcover):
1776 7
Wir 11
Ausgemachte Wahrheiten 15
Alle Menschen 19
Gleich erschaffen 23
Ihr Schöpfer 31
Gewisse unveräußerliche Rechte 35
Leben, Freiheit und das Bestreben
nach Glückseligkeit 37
Gemeinsame Grundlage 39
Der amerikanische Traum 45
In Zukunft 53
Anhang 57
Der Weg zum Entwurf 59
Aus: John Locke,
Zwei Abhandlungen über die Regierung, 1690 65
Aus: Jean-Jacques Rousseau,
Der Gesellschaftsvertrag, 1762 69
Aus: Grundrechteerklärung von Virginia, Juni 1776 71
Jeffersons »ursprünglicher Entwurf«
der Unabhängigkeitserklärung, Juni 1776 73
Die Unabhängigkeitserklärung, 4. Juli 1776 85
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