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Amerikas Demokratie
Eine kurze Geschichte von der Unabhängigkeit bis Donald Trump
Manfred Berg
Klett-Cotta
EAN: 9783608989090 (ISBN: 3-608-98909-9)
240 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 13 x 21cm, Mai, 2026
EUR 25,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Der Weg der USA vom bewunderten Vorbild der Demokratie in die Tyrannei
Amerikas Demokratie ist die älteste der modernen Welt und weist eine beeindruckende Kontinuität auf – doch mit der Präsidentschaft Donald Trumps ist sie in eine existenzielle Krise geraten. Manfred Berg zeichnet in seinem glänzend geschriebenen Buch die wechselvolle und faszinierende Geschichte der amerikanischen Demokratie von ihren Ursprüngen bis in unsere durch extreme Polarisierung der Politik und Gesellschaft geprägte Gegenwart nach.
Die amerikanische Demokratie ist das historische Herzstück freiheitlicher Werte – ihr Mut zur Selbstbestimmung inspiriert bis heute Demokratien weltweit. Von der kolonialen Selbstregierung bis zur unmittelbaren Gegenwart unter Trump zieht Manfred Berg eine kritische Bilanz der amerikanischen Demokratiegeschichte. Einer der besten Kenner der USA zeigt, wie sich Amerikas Demokratie zwischen Anspruch und Realität, Selbstbild und globaler Wirkung entfaltete – und wie sie heute unter Druck steht. Er beleuchtet Widersprüche, Mythen und globale Auswirkungen eines politischen Modells, das zwischen Vorbild und Warnung schwankt. Ein historisch fundierter Blick auf die politische Krise der Gegenwart, die auch Europa betrifft, und eine erste Bestandsaufnahme der zweiten Amtszeit Donald Trumps.
Manfred Berg, geboren 1959, ist seit 2005 Professor für Amerikanische Geschichte an der Universität Heidelberg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung, die Rassenbeziehungen in den USA, Lynchjustiz und Mobgewalt sowie die Geschichte der US-Außenpolitik und die Politikgeschichte der USA. Er ist Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und schreibt regelmäßig für die ZEIT.
Rezension
Nur wer Geschichte kennt, kann Gegenwart deuten - das gilt auch für diese umfassende Darstellung der Geschichte der USA. Am 4. Juli 2026 hat sich der Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten von Amerika zum 250. Mal gejährt; Die USA feierten sich als einzigartige Nation, deren Geschichte ein fortwährender Triumphzug von Freiheit und Demokratie ist. So jedenfalls lautet die Erzählung des American Exceptionalism, also die Vorstellung von einer welthistorischen Sonderstellung Amerikas, die bis heute das populäre Selbstbild der Amerikaner prägt, - leider unter einem Präsidenten Donald Trump, der zwar vorgibt, "America great again" zu machen, de facto aber viele Ideale und Wahrheiten der US-amerikanischen Verfassung und Geschichte verrät. Der American Exceptionalism hat sich als Kampfbegriff der amerikanischen Rechten etabliert und die Trump-Administration arbeitet daran, ihn zur Staatsideologie zu machen. Die dunklen Seiten der US-amerikanischen Geschichte werden ausgeblendet: die Sklaverei, der Rassismus und die Massaker an den Ureinwohnern. Dass sich die Vereinigten Staaten auf repräsentative Institutionen gründen und lange vor Europa eine demokratisch-egalitäre Kultur ausbildeten, hat den Glauben an den amerikanischen Exzeptionalismus maßgeblich geprägt. Mit der Unabhängigkeitserklärung sagten sich die Gründerväter politisch wie moralisch von Europa los und verkündeten ein neues Zeitalter.
Dieter Bach, lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Schlagworte:
amerikanische Verfassung
Amerikanischer Bürgerkrieg
Donald J. Trump
Geschichte Sachbuch
Politische Ideologien und Bewegungen
Politische Strukturen / Systeme: Demokratie
Verfassung: Regierung und Staat
Wahlen und Volksabstimmungen / Wahlrecht
Inhaltsverzeichnis
Einleitung 7
1. Self-Government: Selbstregierung als Wurzel der amerikanischen Demokratie 17
Ursprünge und Praxis der Selbstregierung in der
Kolonialzeit 20
No Taxation Without Representation 29
»We the People of the United States« 36
2. Massenpolitik: Die entfesselte Demokratie, 1790–1860 43
Federalists vs. Republicans: Die Ursprünge des
amerikanischen Parteiensystems 44
Jacksonian Democracy 53
Demokratie, Sklavereifrage und Sezession 60
3. Wer ist das Volk? Demokratie nicht mehr nur für weiße Männer, 1861–1914 69
Bürgerkrieg und Reconstruction 71
Demokratie und weiße Vorherrschaft 79
Der Kampf für das Frauenwahlrecht 84
Progressivismus und Demokratie 88
4. Safe for Democracy: Die US-Demokratie im Zeitalter der Weltkriege 93
Wilsonianism: Idee und Praxis der liberal-
demokratischen Weltordnung 95
Die Demokratie an der Heimatfront 100
Von der Normalität zum New Deal 104
Demokratie in der Festung Amerika? 111
Die Demokratie und der Good War 116
5. Blütezeit und Zerfall der Konsensdemokratie, 1945 – 1975 123
Der liberale Konsens: Wirklichkeit und Mythos 124
Der Oberste Gerichtshof und die Rights Revolution 130
Demokratie in den Sixties 136
Die Watergate-Affäre: Krise oder Bewährung der Demokratie? 145
6. Die neoliberale Demokratie, 1976 – 2015 149
Das Jahrzehnt des Missvergnügens 151
Neoliberalismus und Plutokratie 155
Demografie und Demokratie 161
The Big Sort 165
Der Global War on Terror 169
7. Die Demokratie im Zeitalter Donald Trumps 177
Die Obama-Koalition und die Verheißung
der multiethnischen Demokratie 179
Das blockierte System 185
Donald Trump und die populistische Revolte 191
Trumps Kampf um die Macht 194
Epilog: Auf dem Weg in die Präsidialdiktatur?
Amerikas Demokratie am Scheideweg 205
Anmerkungen 222
Verzeichnis der zitierten und verwendeten Literatur 228
Personenregister 237
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