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Der Nachfolge-Gedanke Dietrich Bonhoeffers und seine Potentiale in der Gegenwart
Bernd Liebendörfer
Kohlhammer
EAN: 9783170319202 (ISBN: 3-17-031920-5)
400 Seiten, paperback, 17 x 24cm, 2016
EUR 55,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
Nachfolge ist ein Begriff des Glaubens, der viele Menschen gleich in seinen Bann zieht. Doch oft bleibt diffus, was er meint. Diese Arbeit will zur Klärung beitragen. Den Einstieg hierzu bietet Dietrich Bonhoeffers Werk "Nachfolge" - bis heute das herausragende Buch zum Thema. Seine Grundgedanken werden freigelegt und auf ihre Zeitgebundenheit überprüft. Anschließend wird nach den Potentialen des Nachfolgegedankens in der heutigen Zeit gefragt. Der Weg dazu führt über eine metapherntheoretische Untersuchung, aufgrund derer Verknüpfungen zu zentralen Themen der systematischen Theologie hergestellt werden. Schließlich wird dargestellt, wie die so gewonnene Vorstellung von Nachfolge praktisch gelebt werden kann. Das Buch zeichnet diesen Spannungsbogen nach und schlägt in verständlicher Sprache eine Brücke von biblischen Grundlagen über akademische Theologie bis hin zum praktischen Leben.
Dr. Bernd Liebendörfer ist Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Böblingen.
Rezension
Die Nachfolge des Herrn Jesus Christus ist im christlichen Glauben fest verankert und in der Bergpredigt (Mt 5-7) begründet. Nachfolge hat die Kirchengeschichte immer wieder geprägt, z.B. bei Franz von Assisi. Im 20. Jhdt. ist Bonhoeffers Nachfolge-Interpretation herausragend: Die Bergpredigt-Auslegung, die Dietrich Bonhoeffer 1934 in London schrieb, und alle neutestamentlichen Vorlesungen, die er in Finkenwalde hielt, waren dem Ruf in die Nachfolge Jesu Christi gewidmet. Der Titel »Nachfolge«, 1937 erstmals veröffentlicht, galt im Dritten Reich als authentische Bezeugung christlichen Glaubens und daher als Kampfschrift gegen die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft. Dietrich Bonhoeffers "Nachfolge" ist religionspädagogisch in doppelter Hinsicht relevant: zum einen als kirchengeschichtliches Zeitzeugnis im Kontext von "Kirche und Nationalsozialismus", zum anderen als Zeugnis der Auslegungsgeschichte der Bergpredigt im 20. Jhdt. Dietrich Bonhoeffers Werk "Nachfolge" ist bis heute das herausragende Buch zum Thema und ein Schlüsselbegriff in Bonhoeffers Verständnis des Christentums. Seine Grundgedanken werden in der hier anzuzeigenden Darstellung umfassend freigelegt und auf ihre Zeitgebundenheit überprüft. Anschließend wird nach den Potentialen des Nachfolgegedankens in der heutigen Zeit gefragt.
Thomas Bernhard für lehrerbibliothek.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort 5
0. Einleitung 21
I. Hauptteil
Bonhoeffers Nachfolge-Gedanke 25
1. Vorüberlegungen zum I. Hauptteil 27
1.1 Methodische Vorentscheidung 27
1.2 Skizze des Vorgehens 28
1.3 Das Gesamtkonzept im Überblick 29
2. Systematisch-theologische Grundlinien 32
2.1 Zu Beginn die Gnadenlehre 32
2.1.1 Beobachtungen bei Bonhoeffer 32
2.1.1.1 Die billige Gnade 32
2.1.1.2 Die teure Gnade 33
2.1.2 Diskussion und Reflexion 34
2.1.2.1 Gnade nicht nur im Akt der Rechtfertigung 34
2.1.2.2 Gnadenlehre als Kernstück reformatorischer Theologie 34
2.1.2.3 Festhalten an der zuvorkommenden Gnade 35
2.1.2.4 Das Missverständnis bekämpfen 37
2.1.2.5 Gnadenerfahrung als Einladung in die Gottesgemeinschaft 37
2.1.2.6 Die Gnade ist gratis und immer wertvoll 38
2.2 Christozentrik 38
2.2.1 Nachfolge braucht eine Leitfigur 38
2.2.2 Beobachtungen bei Bonhoeffer 39
2.2.2.1 Die zentrale Rolle Christi 39
2.2.2.2 Zwei Extrempunkte der Wirksamkeit Christi 40
2.2.2.2.1 Christus und das Beten 40
2.2.2.2.1.1 Christus und das Gebet der Juden 41
2.2.2.2.1.2 Christen und das Gebet zum Vater 42
2.2.2.2.2 Christus und Abraham 42
2.2.2.2.2.1 Abraham und die Nachfolge 43
2.2.2.3 Betonung der Bindung an Christus allein 44
2.2.2.4 Christozentrik auf Kosten des Heiligen Geistes 44
2.2.3 Diskussion und Reflexion 45
2.2.3.1 Konzentration auf Christus in der Nachfolge vermittelt Konkretheit 45
2.2.3.2 Suche nach trinitarischer Ausgewogenheit 46
2.2.3.3 Gottesebenbildlichkeit und Christusgleichheit 46
2.2.3.4 Christusgleichheit ereignet sich noch nicht in der Nachfolge 47
2.3 Theologia crucis 48
2.3.1 Beobachtungen bei Bonhoeffer 48
2.3.1.1 Das Bild des leidenden Christus 49
2.3.1.2 Göttliche Notwendigkeit 49
2.3.1.3 Selbstverleugnung 50
2.3.1.4 Sein Kreuz auf sich nehmen – das individuelle Maß 50
2.3.1.5 Nachfolge führt in den Tod 50
2.3.1.5.1 Der Tod durch den Eintritt in die Nachfolge 51
2.3.1.5.2 Der Tod durch die Taufe 51
2.3.1.5.3 Wahrhaftes Leiden bis zum Martyrium – Ziel der Nachfolge? 51
2.3.1.6 Der tägliche Kampf gegen das Böse 52
2.3.1.7 Die Jünger als die Allerärmsten 52
2.3.1.8 Leiden als Verworfen-Sein 53
2.3.1.9 Keine Suche des Martyriums 53
2.3.1.10 Die Lasten anderer tragen 53
2.3.1.11 Das Kreuz als Gnade 54
2.3.2 Diskussion und Reflexion 55
2.3.2.1 Das Christusbild 55
2.3.2.2 Tatsächlich göttliche Notwendigkeit? 56
2.3.2.3 Differenzierungen bei der Rede vom Kreuz 57
2.3.2.3.1 Selbstverleugnung 57
2.3.2.3.2 Verzicht 57
2.3.2.3.3 Hingabe 58
2.3.2.3.4 Leidvolle Erfahrungen 59
2.3.2.3.5 Wahrhaftes Leiden 59
2.3.2.3.6 Die Jünger aber waren nicht die Allerärmsten 59
2.3.2.3.7 Gottverlassenheit 60
2.3.2.3.8 Gottes Gnade sogar noch im Kreuz 61
2.3.2.4 Keine Suche nach dem Martyrium 61
2.3.2.5 Tod und Kreuz oder Leidensbereitschaft? 62
2.4 Soteriologie 63
2.4.1 Beobachtungen bei Bonhoeffer 63
2.4.2 Diskussion und Reflexion 64
2.4.2.1 Zentrale Stellung in der reformatorischen Theologie 64
2.4.2.2 Zentrale Stellung für den Gläubigen 65
2.4.2.3 Soteriologie, Doxologie oder Gemeinschaft zwischen Gott und Mensch 65
2.4.2.4 Theozentrik in Nachfolge und Nachfolge als Doxologie 66
2.5 Die Heiligung 66
2.5.1 Beobachtungen bei Bonhoeffer 66
2.5.1.1 Heiligung als Bewahrung der Heiligen 67
2.5.1.2 Heiligung als dynamischer Prozess 68
2.5.1.3 Heiligung der Gemeinde – Abgrenzung von der Welt 68
2.5.1.4 Heiligung als Kampf der Kirche um ihren Platz in der Welt und ihre Abgrenzung von der Welt 69
2.5.1.5 Der Wandel der Heiligen 69
2.5.1.6 Heiligung zur Christusgleichheit 69
2.5.1.7 Das Ziel der Christusgleichheit – noch in diesem Leben 70
2.5.1.8 Heiligung als Werk Christi 71
2.5.1.9 Zusammenfassung 72
2.5.2 Diskussion und Reflexion 72
2.5.2.1 Heiligung als Werk des Heiligen Geistes 73
2.5.2.2 Das Wirken des Heiligen Geistes 73
2.5.2.3 Heiligung als dynamischer Prozess 74
2.5.2.3.1 Dynamik des Geistes 74
2.5.2.3.2 Die Mitwirkung des Menschen 75
2.5.2.3.3 Der Heilige Geist als Lehrer 76
2.5.2.4 Der Kampf gegen das Böse 78
2.5.2.5 Heiligung der Gemeinde – nicht als Abgrenzung von der Welt 78
2.5.2.6 Das Ziel der Heiligung 79
2.5.2.7 Vollendung erst im Eschaton 80
2.6 Systematisch-theologische Verortung 81
2.6.1 Versuch einer Einordnung von Bonhoeffers „Nachfolge“ 81
2.6.1.1 Aspekte einer ethischen Nachfolge 82
2.6.1.1.1 Nachweis des ethischen Grundinteresses 82
2.6.1.1.2 Grenzen des ethischen Interesses 82
2.6.1.2 Aspekte einer soteriologischen Nachfolge 83
2.6.1.3 Aspekte einer christologischen Nachfolge 84
2.6.1.4 Aspekte einer anthropologischen Nachfolge 84
2.6.1.5 Aspekte einer ekklesiologischen Nachfolge 85
2.6.1.6 Nachfolge als Beitrag zur Glaubenslehre 85
2.6.2 Ergebnis 86
3. Prägende Faktoren 87
3.1 Anliegen, Adressaten, zentrale Intentionen und mehr 87
3.2 Frühere Denkformen 88
3.2.1 Sorge um die Kirche 88
3.2.1.1 Romreise 1924 88
3.2.1.2 Dissertation „Sanctorum Communio“ 1927 89
3.2.1.3 Barcelona 1928 90
3.2.1.4 Studienbericht über den USA-Aufenthalt 1931 90
3.2.1.5 Briefe von 1931 90
3.2.1.6 Vorlesung „Die Geschichte der systematischen Theologie des 20. Jahrhunderts“ 1931/32 91
3.2.1.7 Vorlesung „Das Wesen der Kirche“ 1932 91
3.2.1.8 Vortrag „Zur theologischen Begründung der Weltbundarbeit“ 1932 92
3.2.1.9 Reformationsfest Berlin 1932 92
3.2.1.10 Rede „Kirche und Völkerwelt“ 1934 92
3.2.1.11 Briefe 1933–1936 93
3.2.1.12 Zusammenfassung 94
3.2.2 Christozentrik 94
3.2.2.1 Studium 94
3.2.2.2 Dissertation „Sanctorum Communio“ 1927 95
3.2.2.3 Habilitationsschrift „Akt und Sein“ 1930 95
3.2.2.4 Predigt über 2. Chr. 20,12 vom 08.05.1932 96
3.2.2.5 Vorlesung „Das Wesen der Kirche“ 1932 96
3.2.2.6 Vortrag „Zur theologischen Begründung der Weltbundarbeit“ 1932 96
3.2.2.7 Vorlesung „Schöpfung und Fall“ 1932/33 97
3.2.2.8 Übung „Theologische Psychologie“ 1932/33 97
3.2.2.9 Vorlesung „Christologie“ 1933 97
3.2.2.10 Zusammenfassung 98
3.2.3 Einfältiger Gehorsam 98
3.2.3.1 Studium: „Exegese und Predigt über Jak 1,21–25“ von 1926 98
3.2.3.2 Dissertation „Sanctorum Communio“ 1927 99
3.2.3.3 Barcelona 1929 100
3.2.3.4 Habilitationsschrift „Akt und Sein“ 1930 100
3.2.3.5 Vortrag „Zur theologischen Begründung der Weltbundarbeit“ 1932 100
3.2.3.6 Vortrag „Christus und der Friede“ 1932 101
3.2.3.7 Vorlesung „Schöpfung und Fall“ 1932/33 101
3.2.3.8 Übung „Theologische Psychologie“ 1932/33 102
3.2.3.9 Rundfunkvortrag „Der Führer und der Einzelne in der jungen Generation“ vom 01.02.1933 102
3.2.3.10 Rede „Kirche und Völkerwelt“ 1934 103
3.2.3.11 Zusammenfassung 103
3.2.4 Drängen zum Konkreten 103
3.2.4.1 Studium: „Exegese und Predigt über Jak 1,21–25“ von 1926 104
3.2.4.2 Dissertation „Sanctorum Communio“ 1927 104
3.2.4.3 Barcelona 1928 104
3.2.4.4 Barcelona 1929 105
3.2.4.5 Social Gospel 1930/31 105
3.2.4.6 Vorlesung „Die Geschichte der systematischen Theologie des 20. Jahrhunderts“ 1931/32 105
3.2.4.7 Seminar „Gibt es eine christliche Ethik?“ 1932 106
3.2.4.8 Vortrag „Zur theologischen Begründung der Weltbundarbeit“ 1932 106
3.2.4.9 Brief 1932 106
3.2.4.10 Briefe 1934–1935 107
3.2.4.11 Zusammenfassung 108
3.2.5 Dualismus Ganz oder Garnicht 108
3.2.5.1 Erste Predigt 1925 108
3.2.5.2 Examenspredigt 1927 109
3.2.5.3 Barcelona 1928 109
3.2.5.4 Habilitationsschrift „Akt und Sein“ 1930 109
3.2.5.5 Vortrag „Zur theologischen Begründung der Weltbundarbeit“ 1932 109
3.2.5.6 Jahresbericht 1933/34 der Deutschen Evangelischen Gemeinde London-Sydenham 110
3.2.5.7 Rede „Kirche und Völkerwelt“ 1934 110
3.2.5.8 Briefe 1934–1935 110
3.2.5.9 Zusammenfassung 111
3.2.6 Gottes Anspruch und Gnade 111
3.2.6.1 „Exegese und Predigt über Jak 1,21–25“ 1926 111
3.2.6.2 Barcelona 1928 111
3.2.6.3 Predigt über Jer 20,7 in London 1934 112
3.2.6.4 Zusammenfassung 112
3.2.7 Bergpredigt 113
3.2.7.1 Barcelona 1929 113
3.2.7.2 Amerika 1930/31 113
3.2.7.3 Seminar „Gibt es eine christliche Ethik?“ 1932 113
3.2.7.4 Vortrag „Zur theologischen Begründung der Weltbundarbeit“ 1932 114
3.2.7.5 Briefe 1934–1936 114
3.2.7.6 Zusammenfassung 115
3.2.8 Menschenbild 115
3.2.8.1 Dissertation „Sanctorum Communio“ 1927 115
3.2.8.2 Übung „Theologische Psychologie“ 1932/33 116
3.2.8.3 Zusammenfassung 116
3.2.9 Zwischenergebnis 116
3.2.10 Katechese zu Lk 9,57–62 1926 117
3.2.10.1 Kurzwiedergabe 117
3.2.10.2 Zusammenfassung 118
3.2.11 Vortrag „Christus und der Friede“ 1932 119
3.2.11.1 Kurzwiedergabe 119
3.2.11.2 Zusammenfassung 120
3.2.12 Zwischenergebnis 120
3.3 Die Adressaten der „Nachfolge“ 121
3.3.1 Die Adressaten I: Alle Welt 121
3.3.2 Die Adressaten II: Die Kirche 122
3.3.3 Die Adressaten III: Die Seminaristen 125
3.3.4 Adressat IV: Bonhoeffer selbst 127
3.4 Bonhoeffers zentrale Intentionen 129
3.4.1 Die theologische Intention 130
3.4.2 Die programmatische Intention 130
3.5 Bonhoeffers Hermeneutik 132
3.5.1 Hat Bonhoeffer die akademische Sphäre verlassen? 132
3.5.2 „Referat über historische und pneumatische Schriftauslegung“ 1925 132
3.5.3 Theologische Auslegung in der Vorlesung „Schöpfung und Fall“ 1932/33 133
3.5.4 Christologie-Vorlesung Sommer 1933 135
3.5.5 Vortrag „Vergegenwärtigung von NT-Texten“ 1935 135
3.5.6 Weitere Arbeit im wissenschaftlichen Raum 136
3.5.7 Kritische Würdigung 137
3.6 Der Kirchenkampf als zeitgeschichtliche Rahmenbedingung 140
3.7 Ergebnis 141
4. Geprägte Faktoren: Ausgeprägte Charakteristika 143
4.1 Der Stil: Große Wucht und Wirkungskraft 143
4.1.1 Beobachtungen bei Bonhoeffer 143
4.1.1.1 Die Wucht kommt aus den Anliegen 143
4.1.1.2 Die Wucht kommt aus der politischen Situation 144
4.1.1.3 Ein Werk mit Leidenschaft 144
4.1.1.4 Bonhoeffers Sprachstil – Wucht und Leidenschaft zeigen Wirkung 145
4.1.1.5 Die Wucht prägt den Inhalt des Werkes 146
4.1.2 Diskussion und Reflexion 147
4.2 Nachfolge als einzige Form des Glaubens 147
4.2.1 Beobachtungen bei Bonhoeffer 147
4.2.2 Diskussion und Reflexion 148
4.2.2.1 Gnade nicht nur durch die Nachfolge 148
4.2.2.2 Glaube nicht nur als Gehorsam 148
4.2.2.3 Der neutestamentliche Befund 150
4.2.2.3.1 Jesus ruft Einzelne 150
4.2.2.3.2 Jesus erkennt Glaube ohne Nachfolge an 151
4.2.2.3.3 Jesus weist allgemein auf Nachfolge hin 152
4.2.2.3.4 Die Bitte um den Ruf in die Nachfolge 152
4.2.2.4 Zusammenfassung 153
4.3 Der Ruf Christi, das klare Wort 154
4.3.1 Beobachtungen bei Bonhoeffer 154
4.3.2 Diskussion und Reflexion 155
4.3.2.1 Unterscheidung zwischen Ruf in die Nachfolge und Weisung in der Nachfolge 155
4.3.2.2 Die Weisung in der Nachfolge 155
4.3.2.3 Bonhoeffers biographische Erfahrungen 156
4.3.2.4 Zusammenfassung 158
4.4 Der einfältige Gehorsam 158
4.4.1 Beobachtungen bei Bonhoeffer 159
4.4.1.1 Die Grundsätzlichkeit der Gehorsamsforderung 159
4.4.1.2 Die Forderung des permanenten und strikten Gehorsams 159
4.4.2 Diskussion und Reflexion 161
4.4.2.1 Der Ruf in die Nachfolge 161
4.4.2.2 Die Gefahr der Flucht vor dem konkreten Gehorsam 162
4.4.2.3 Die Freiheit der Mitarbeiter Christi 162
4.4.2.4 Einfältiger Gehorsam gegen actus directus 163
4.4.2.5 Der ethische Konflikt 164
4.4.2.6 Nachfolge ist mehr als einfältiger Gehorsam 165
4.4.2.7 Zusammenfassung: einfältiger und qualifizierter Gehorsam 166
4.5 Die Bergpredigt 166
4.5.1 Beobachtungen bei Bonhoeffer 167
4.5.1.1 Zum Verhältnis von Bergpredigt und Nachfolge 167
4.5.1.2 Bonhoeffers Methodik 168
4.5.1.3 Die Adressaten-Frage bei der Bergpredigt 168
4.5.1.4 Die Christus-Bindung als Schlüssel zum Verständnis der Bergpredigt 169
4.5.2 Diskussion und Reflexion 170
4.5.2.1 Die Christus-Bindung als Schlüssel für die Nachfolge 170
4.5.2.2 Die Adressaten-Frage 170
4.5.2.3 Kritik an Bonhoeffers Hermeneutik 171
4.5.2.4 Ein anderes Verhältnis von Bergpredigt und Nachfolge 173
4.5.2.5 Zusammenfassung 173
Exkurs: Zur Hermeneutik der Bergpredigt 174
Geschichtliche Skizze 174
Bergpredigt wörtlich genommen 174
Ernst nehmen statt wörtlich nehmen 175
Übertreibung als seriöses Stilmittel 177
Übertreibungen in der Bergpredigt 177
„Zuspitzung“ und „Überspitzung“ bei Luz 179
Bedeutung der Übertreibung als seriöses Stilmittel 180
Der Ertrag der Übertreibung 181
4.6 Das Außerordentliche 182
4.6.1 Beobachtungen bei Bonhoeffer 182
4.6.1.1 Das Christliche hängt am Außerordentlichen 182
4.6.1.2 Das Außerordentliche ist das Kreuz, ein Leben in Superlativen 183
4.6.1.3 Das Außerordentliche ist nicht das Ziel 183
4.6.2 Diskussion und Reflexion 183
4.6.2.1 Das Außerordentliche und das Christliche 184
4.6.2.2 Das Außerordentliche ist nicht nur das Kreuz 185
4.6.2.3 Das Außerordentliche ist kein notwendiges Kriterium für Nachfolge 185
4.6.2.4 Das Außerordentliche kann im Kleinen liegen 187
4.6.2.5 Ekklesiologische Konsequenzen aus dem Außerordentlichen 188
4.6.2.6 Zusammenfassung 188
4.7 Der Dualismus „Ganz oder Garnicht“ 189
4.7.1 Beobachtungen in der „Nachfolge“ 189
4.7.2 Diskussion und Reflexion 190
4.7.2.1 Biblische Beobachtungen 191
4.7.2.2 Die Christozentrik und das „Ganz oder Garnicht“ 191
4.7.2.3 Zusammenfassung 193
4.8 Die strenge praxis pietatis 194
4.8.1 Beobachtungen bei Bonhoeffer 194
4.8.2 Diskussion und Reflexion 195
4.9 Ekklesiologische Konsequenzen: Die „kleine Schar“ 195
4.9.1 Beobachtungen bei Bonhoeffer 195
4.9.1.1 Christozentrik und Christusgemeinschaft 196
4.9.1.2 Gemeindezucht 196
4.9.1.3 Absonderung von der Welt 196
4.9.1.4 Kirche für die Brüder 197
4.9.1.5 Kirche als die „kleine Schar“ 198
4.9.2 Diskussion und Reflexion 199
4.9.2.1 Kirche in der Welt 199
4.9.2.2 Kirche für die Welt 200
4.9.2.3 Kirche mehr als die „kleine Schar“ 201
4.9.2.4 Zusammenfassung 203
5. Gesamtergebnis zur „Nachfolge“ 204
6. Bonhoeffers Nachfolge-Gedanke außerhalb der „Nachfolge“ und nach 1937 206
6.1 Hinweise aus der Zeit des Predigerseminars und der Sammelvikariate 206
6.1.1 Die Zeit des Predigerseminars in Finkenwalde 206
6.1.1.1 Erster Kurs Juli 1935: Homiletische Übung zu Gal 6,14 206
6.1.1.2 August 1935: Vortrag über Vergegenwärtigung neutestamentlicher Texte 207
6.1.1.3 Zweiter Kurs November 1935: Homiletische Übung zu 1. Kor 15,12–19 207
6.1.1.4 Zweiter Kurs 1935/1936: Vorlesung „Sichtbare Kirche im neuen Testament“ 207
6.1.1.5 Zweiter Kurs 1935/1936: Vorlesung Homiletik 208
6.1.1.6 Zweiter Kurs 1935/1936: Vorlesung Katechetik 208
6.1.1.7 Zweiter Kurs 1935/36: Vorlesung Seelsorge 208
6.1.1.8 Oktober 1936: Freizeit des zweiten Kurses Konfirmandenunterrichtsplan 209
6.1.1.9 Dritter Kurs 1936: Seelsorge 209
6.1.1.10 Dritter Kurs 1936: Das neue Leben bei Paulus 209
6.1.1.11 Dritter Kurs 1936: Homiletische Übungen 210
6.1.1.12 Vierter Kurs 1936/1937: Lehrveranstaltung zur Beichte 210
6.1.1.13 Jahresbericht 1936 210
6.1.1.14 Zusammenfassung 211
6.1.2 Die Zeit der Sammelvikariate 211
6.1.2.1 Äußerungen zur „Nachfolge“ 211
6.1.2.2 Äußerungen zum Thema Nachfolge 212
6.1.2.3 Zusammenfassung 214
6.1.3 „Gemeinsames Leben“ 215
6.1.3.1 Gemeinschaft 216
6.1.3.1.1 Kurzdarstellung 216
6.1.3.1.2 Referenzthemen zur „Nachfolge“: Kirche, zuvorkommende Gnade und Dank 218
6.1.3.2 Der gemeinsame Tag 219
6.1.3.2.1 Kurzdarstellung 219
6.1.3.2.2 Referenzthema zur „Nachfolge“: Lesungen der Heiligen Schrift 221
6.1.3.3 Der einsame Tag 221
6.1.3.3.1 Kurzdarstellung 221
6.1.3.3.2 Referenzthemen zur „Nachfolge“: Klarheit von Gottes Wort, Elemente für eine Nachfolge 222
6.1.3.4 Der Dienst 223
6.1.3.4.1 Kurzdarstellung 223
6.1.3.4.2 Referenzthemen zur „Nachfolge“: Psychologie des Dienens, detaillierte praxis pietatis 223
6.1.3.5 Beichte und Abendmahl 223
6.1.3.5.1 Kurzdarstellung 223
6.1.3.5.2 Referenzthemen zur „Nachfolge“: Gleiche Begriffe, aber anders gefüllt, sowie Beichte und die wiederholte Chance 224
6.1.3.6 Zusammenfassung 226
6.1.3.6.1 Kirche als Kernthema 226
6.1.3.6.2 Bleibende Grundlinien und neue Akzente 226
6.1.3.6.3 Weniger Gewicht auf der theologia crucis 227
6.1.3.6.4 Ausgang ist die zuvorkommende Gnade Gottes 227
6.1.3.6.5 Klarheit muss erbeten werden 227
6.1.3.6.6 Der Christ in der Welt 227
6.1.3.6.7 Es gibt mehrere Chancen 228
6.1.3.6.8 Interpretation der Unterschiede 228
6.2 Zwischenergebnis 229
7. Spätere Spuren des Nachfolge-Gedankens 232
7.1 Schreibverbot 1941 232
7.2 Bonhoeffers Brief an Eberhard Bethge 1942 232
7.3 Ethik 233
7.3.1 Ein unvollendetes Werk 233
7.3.2 Die Unterschiedlichkeit der einzelnen Manuskripte 234
7.3.3 Stil und Charakter des Werkes 235
7.3.4 Zielgruppe des Werkes 235
7.3.5 „Ethik“ und das Thema der Nachfolge 235
7.3.5.1 Einfalt – nicht psychologisch verstanden 236
7.3.5.2 Christusnachfolge als dunkles Rätsel 236
7.3.5.3 Verzicht nicht als neue Wertetafel in der Nachfolge 236
7.3.5.4 Kirche in doppelter Stellvertretung ist Nachfolgerin Jesu 236
7.3.5.5 Nachfolge ist nur Thema im Hintergrund 237
7.3.6 „Ethik“ und „Nachfolge“ 237
7.3.6.1 Multiple Referenzen zur „Nachfolge“ 237
7.3.6.2 Referenzthemen zur „Nachfolge“ 239
7.3.6.2.1 Gnadenlehre 239
7.3.6.2.2 Christozentrik 240
7.3.6.2.3 Theologia crucis 241
7.3.6.2.4 Soteriologie 242
7.3.6.2.5 Heiligung 243
7.3.6.2.6 Ruf Christi 245
7.3.6.2.7 Einfalt 245
7.3.6.2.8 Ganz oder Garnicht 247
7.3.6.2.9 Praxis pietatis 248
7.3.7 Zusammenfassung 249
7.4 „Nach zehn Jahren“ und „Primus usus legis“ 250
7.4.1 „Nach zehn Jahren“ 250
7.4.2 „Primus usus legis“ 251
7.5 „Widerstand und Ergebung“ und „Nachfolge“ 251
7.5.1 Spuren des Nachfolge-Gedankens in „Widerstand und Ergebung“ 253
7.5.1.1 Der Brief vom 05.12.1943 253
7.5.1.2 Gedanken zum Tauftag von Dietrich W. R. Bethge Mai 1944 254
7.5.1.3 Der Brief vom 18.07.1944 255
7.5.1.4 Der Brief vom 21.07.1944 257
7.5.2 Zusammenfassung 258
7.6 Zwischenergebnis 259
8. Gesamtergebnis zu Bonhoeffers Nachfolge-Gedanken 260
II. Hauptteil
Potentiale des Nachfolge-Gedankens in der Gegenwart 261
Vorüberlegungen zum II. Hauptteil 263
1. Nachfolge als Metapher 265
1.1 Zur Semantik des deutschen Nachfolge-Begriffs 265
1.2 Metapher in Theologie und Rhetorik 266
1.2.1 Metapher in der Rhetorik 267
1.2.2 Metapher in der exegetischen Diskussion 269
1.2.3 Metapher in der Systematischen Theologie 273
1.3 Entfaltung der Metapher „Nachfolge“ 276
2. Systematisch-theologische Grundlinien – theologische Intention 279
2.1 Vorbemerkung 279
2.2 Gotteslehre 279
2.2.1 Gott in der Geschichte 279
2.2.2 Gott sucht und bietet Gemeinschaft 281
2.2.3 Gott drängt sich nicht auf 283
2.2.4 Gott sitzt im Regimente 284
2.2.5 Gott nachfolgen – Nachfolge im Alten und im Neuen Testament 284
2.3 Christologie 286
2.3.1 Jesus Christus nachfolgen 286
2.3.2 Christus praesens 287
2.3.3 Christus gewährt Freiheit 287
2.3.4 Gemeinschaft mit Christus 288
2.3.5 Christus setzt sein Werk fort 288
2.4 Pneumatologie 289
2.4.1 Heiligung als Werk des Heiligen Geist 289
2.4.2 Sich vom Heiligen Geist leiten lassen 290
2.5 Trinitätslehre 290
2.6 Anthropologie 291
2.6.1 Auf Gott hin geschaffen 291
2.6.2 Sehnsucht nach Gott 291
2.6.3 Selbstverwirklichung 292
2.6.4 Offenheit für Gott 292
2.6.5 Mündigkeit des Menschen 293
2.6.6 Individuum und soziales Wesen 296
2.6.7 Der Mensch mit Verantwortung für andere 296
2.6.8 Die Vernunft und andere Gaben Gottes 297
2.6.9 Nachfolge für unterschiedlich Begabte 298
2.6.10 Des Menschen Wille 299
2.7 Soteriologie und Gnadenlehre 300
2.7.1 Soteriologie 300
2.7.2 Gottes zuvorkommende Gnade – gratia praeveniens 301
2.7.3 Sola gratia und Quietismus 303
2.7.4 Weder Quietismus noch Synergismus 303
2.7.5 Die doppelte Verheißung Jesu 304
2.7.6 Die beiden salvatorischen und beneficatorischen Gnadenaspekte 304
2.7.7 Zum Verhältnis von beneficatorischem und salvatorischem Gnadenaspekt 305
2.8 Hamartiologie 306
2.9 Glaubenslehre: Die Vielfalt gelebten Glaubens und die Redeweise von der Nachfolge 307
2.9.1 Die Notwendigkeit einer Verhältnisbestimmung 307
2.9.2 Glaubensvielfalt in den Evangelien 309
2.9.2.1 Die Seligpreisungen 309
2.9.2.2 Dein Glaube hat dir geholfen 310
2.9.2.3 Pharisäer und Zöllner 311
2.9.2.4 Werden wie die Kinder 311
2.9.2.5 Zachäus 311
2.9.2.6 Marta, Maria und Lazarus 312
2.9.2.7 Der Übeltäter am Kreuz 312
2.9.2.8 Großer und kleiner Glaube 312
2.9.2.9 Auswertung 313
2.9.3 Positionen aus der Theologie 314
2.9.3.1 Kirchenväter und Mittelalter 314
2.9.3.2 Imitatio Christi 314
2.9.3.3 Martin Luther 316
2.9.3.4 Das quietistische Missverständnis 317
2.9.3.5 Bonhoeffer 317
2.9.3.6 Neuere Theologie 317
2.9.3.7 Auswertung 320
2.9.4 Glaubensvielfalt in der Gegenwart 320
2.9.4.1 EKD-Kirchenmitgliedschaftsuntersuchungen 320
2.9.4.2 Ergänzende Beobachtungen aus der Praxis 324
2.9.5 Zusammenfassung 326
2.9.6 Der Sinn der Redeweise von Nachfolge als gelebtem Glauben 326
2.9.6.1 Nachfolge als Redeweise über den Glauben 326
2.9.6.2 Nachfolge im Vergleich zu anderen Redeweisen 327
2.9.6.3 Die Bedeutung von Nachfolge als Redeweise über den Glauben 329
2.10 Ekklesiologie 332
2.10.1 Kirche mit einer Vielfalt gelebten Glaubens 332
2.10.2 Kirche für die Welt 333
2.10.3 Der Auftrag der Kirche für die Welt: Mission und Diakonie 333
2.10.4 Nachfolge und die Gemeinschaft 333
2.10.5 Nachfolge als Provokation in der Kirche und für die Kirche 334
2.10.6 Kirche als Lerngemeinschaft 335
2.10.7 Kirche in Bewegung 335
2.10.8 Nachfolge und evangelische Ekklesiologie 335
2.11 Ethik 336
2.11.1 Nachfolge ist mehr als Ethik 336
2.11.2 Notwendigkeit der Ethik 336
2.11.3 Grenzen der Ethik 337
2.11.4 Ethik und das spezifisch Christliche 337
2.12 Ergebnis 339
3. Nachfolge als gelebter Glaube – programmatische Intention 341
3.1 Vorbemerkungen 341
3.2 Beginn der Nachfolge 342
3.2.1 Neue Existenz 342
3.2.2 Der Ruf Christi 343
3.2.3 Nachfolge nicht allein durch Taufe 343
3.2.4 Die Bitte um die Aufnahme 344
3.2.5 Allgemeine Einladung Jesu 344
3.2.6 Ein Anstoß ist nötig 345
3.2.7 Motive der Nachfolge 345
3.3 Nachfolge leben 346
3.3.1 Propria der Nachfolge 346
3.4 Ein auf Gott ausgerichtetes Leben 349
3.5 Gestaltwerden des Glaubens 350
3.5.1 Ein individueller Weg 350
3.5.2 Gemeinschaft leben 350
3.6 Spiritualität und praxis pietatis 351
3.7 Sich führen lassen 353
3.8 Aufbruch ins Ungeahnte 355
3.9 Individualität und Sozialität 356
3.10 Der individuelle Weg 357
3.11 Gottes Weisungen sind vielfältig 357
3.11.1 Beispiele für Gottes Vielfalt 358
3.11.2 Gefahren der Geschichtsdeutung 359
3.11.3 Bibel als maßgebliches Kriterium 360
3.12 Nachfolge kann schon im Kleinen beginnen 361
3.13 Das Außerordentliche 362
3.14 Der Bruch 363
3.15 Einsamkeit in der Nachfolge 364
3.16 Die Gemeinschaft der Gläubigen 365
3.17 Selbsthingabe und Kreuz tragen 367
3.17.1 Verzicht 367
3.17.2 Leidvolle Erfahrungen 368
3.17.3 Leiden 369
3.17.4 Martyrium 369
3.17.5 Sein Kreuz auf sich nehmen 369
3.17.6 Christus hilft tragen 371
3.17.7 Kraft aus der Nachfolge 371
3.18 Nachfolge ist Gnade, Freude und Erfüllung 372
3.19 Suche des Gebotenen 373
3.19.1 Der doppelte Dialog 374
3.19.2 Der vertikale Dialog 374
3.19.3 Der horizontale Dialog 375
3.20 Schritte des Vertrauens wagen 377
3.20.1 Wagnis und Abenteuer 377
3.20.2 Verantwortung wahrnehmen 377
3.20.3 Pecca fortiter 378
3.20.4 Kein geradliniger Weg 380
3.20.5 Vertrauen wächst 380
3.21 Gehorsam und Heiligung 381
3.21.1 Einfältiger Gehorsam 381
3.21.2 Qualifizierter Gehorsam 381
3.21.3 Gott will mehr als Gehorsam 382
3.21.4 Einwilligung 382
3.21.5 Willensgleichheit 383
3.21.6 Heiligung 384
3.21.7 Nachfolge bleibt vielfältig 385
3.21.8 Der gesegnete Weg ins Heil und die unermessliche Freude 386
4. Schlusswort 387
Literaturverzeichnis 389
Personenregister 397
Verzeichnis der Bibelstellen 398
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