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Caspar David Friedrich Der Landschaftsmaler
Caspar David Friedrich
Der Landschaftsmaler




Frank Richter

Michael Imhof Verlag GmbH & Co. KG
EAN: 9783731914433 (ISBN: 3-7319-1443-3)
544 Seiten, hardcover, 24 x 30cm, September, 2024

EUR 99,00
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Mit Hilfe von mehr als 1700 Abbildungen verfolgt Frank Richter das Leben, die Zeichen- und die Malkunst des bedeutendsten Malers der deutschen Romantik – Caspar David Friedrich (1774–1840). Er analysiert seine Reisen und legt die Standorte fest, von denen aus Friedrich zeichnete, dabei zugleich den heutigen Zustand im Vergleich im Foto dokumentierend. Darüber hinaus gelang ihm die Identifizierung zahlreicher Motive aus den Skizzenbüchern in Friedrichs Gemälden. Auch hier machte er bislang unpublizierte Entdeckungen.

Richters Vorgehensweise der Entdeckung von Friedrichs Landschaftskunst ist außergewöhnlich. Nach jahrzehntelangen Studien konnte er durch Wanderungen und Reisen auf den Spuren des Malers dessen Werk erschließen.

Das Buch ist vermutlich der innovativste und umfangreichste Beitrag zum Friedrich-Jubiläum 2024. Er regt auch zum Bereisen der Orte an, die mit Friedrich in Verbindung stehen.
Rezension
„Kreuz im Gebirge(~1812), „Zwei Männer am Meer“(1817), „Kreidefelsen auf Rügen“(1818), „Das Eismeer“(1823/24), „Der Watzmann“(1824/25), „Zwei Männer betrachten den Mond“(1825/30) und „Lebensstufen“(~1830). Alle diese weltberühmten Werke stammen von dem bekanntesten deutschen Repräsentanten der Romantik in der Kunst, von Caspar David Friedrich (1774-1840). Angesichts seines 250. Geburtstags wird das Œuvre des Künstlers, das erst 1906 mit der „Jahrhundertausstellung deutscher Kunst“ in der Berliner Nationalgalerie von der deutschen Öffentlichkeit entdeckt wurde, derzeit in großen Ausstellungen und mit zahlreichen Publikationen gewürdigt.
Aufschluss über seine Kunsttheorie gibt Friedrich in seinem Manuskript „Äusserungen bei Betrachtung einer Sammlung von Gemälden von größtenteils noch lebenden und unlängst verstorbenen Künstlern“(~1830). Dort schreibt der Künstler: „Die Kunst tritt als Mittlerin zwischen die Natur und den Menschen. […] Der edle Mensch (Maler) erkennt in allem Gott, der gemeine Mensch (auch Maler) sieht nur die Form, nicht den Geist.“ Demnach lassen sich seine Werke deuten als Visualisierung der Sakralisierung der Natur. An anderer Stelle heißt es zur Genese von Kunstwerken bei Friedrich: „Die einzig wahre Quelle der Kunst ist unser Herz, die Sprache eines reinen kindlichen Gemütes.“
Einen hervorragenden Überblick über sein vielfältiges Œuvre bot die Ausstellung „Caspar David Friedrich. Unendliche Landschaften“, welche vom 19.4. bis zum 4.8.2024 in der Alten Nationalgalerie zu Berlin besucht werden konnte. Im September erschien im Michael Imhof Verlag das Buch „Caspar David Friedrich. Der Landschaftsmaler“ von Frank Richter, Mitarbeiter im Nationalpark Sächsische Schweiz und Fotograf. In dem chronologisch angelegten Werk werden Motive des Malers aktuellen Fotos des Autors von den Naturvorbildern Friedrichs gekonnt gegenübergestellt. Das Verfahren ist nicht neu, man kennt es u.a. von Kalendern, auf denen das Gemälde des Künstlers und das Motiv in einer Fotografie parallelisiert werden. Richter gelang es in einer fast 30 Jahre umfassenden Recherche von Friedrich gezeichnete und gemalte Landschaften und sogar einzelne Pflanzen in der Natur zu identifizieren, u.a. in der Sächsischen Schweiz, im Riesengebirge, auf Rügen oder in Böhmen. Anschaulich bestätigt Richter durch die mehr als 1700 Abbildungen die bekannte kunsthistorische Erkenntnis, dass Friedrich in seine Landschaftsbilder einzelne Bestandteile der Natur wie Bäume, Berge oder Steine aus anderen Regionen transferierte, um das für ihn vollkommene Bild der Natur zu schaffen. Dieses offenbart sich zum Beispiel in seinen berühmten Gemälden „Kreuz im Gebirge“ und „Der Watzmann“. So ist beispielsweise auf Friedrichs klassischem Werk zu den Berchtesgadener Alpen der Trudenstein im Harz verewigt. Lehrkräfte des Faches Bildende Kunst werden durch die in exzellenter Druckqualität vorliegende Publikation motiviert, sich in ihrem Unterricht mit den vielfältigen Arbeiten und der Kunsttheorie des Großkünstlers auseinanderzusetzen.
Fazit: Das auch ästhetisch überaus gelungene Buch „Caspar David Friedrich. Der Landschaftsmaler“ von Frank Richter kann allen an Landschaftsmalerei Interessierten als Einführung in das Leben und das faszinierende Werk des Jahrhundertkünstlers empfohlen werden.

Dr. Marcel Remme, für lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Caspar David Friedrich: Der Landschaftsmaler
Das wohl innovativste Buch zu Caspar David Friedrich im Jubiläumsjahr!
Mit Hilfe von mehr als 1700 Abbildungen verfolgt Frank Richter das Leben, die Zeichen- und die Malkunst des bedeutendsten Malers der deutschen Romantik – Caspar David Friedrich (1774–1840). Er analysiert seine Reisen und legt die Standorte fest, von denen aus Friedrich zeichnete, dabei zugleich den heutigen Zustand im Vergleich im Foto dokumentierend. Darüber hinaus gelang ihm die Identifizierung zahlreicher Motive aus den Skizzenbüchern in Friedrichs Gemälden. Auch hier machte er bislang unpublizierte Entdeckungen.
Richters Vorgehensweise der Entdeckung von Friedrichs Landschaftskunst ist außergewöhnlich. Nach jahrzehntelangen Studien konnte er durch Wanderungen und Reisen auf den Spuren des Malers dessen Werk erschließen.
Das Buch ist vermutlich der innovativste und umfangreichste Beitrag zum Friedrich-Jubiläum 2024. Er regt auch zum Bereisen der Orte an, die mit Friedrich in Verbindung stehen.
Inhaltsverzeichnis
Einführung 4
1 Künstlerische Anfänge und Studium 7
Greifswald, Kopenhagen
2 Die ersten Dresdner Jahre 19
Vom künstlerischen Umfeld in Dresden bis zur ersten Studien
3 Krisenzeit 65
Kleines Mannheimer Skizzenbuch, Teil 1 - Ruinen
4 Rückzug in die pommersche Heimat 75
Kleines Mannheimer Skizzenbuch, Teil 2 - Krisenbewältigung,
Die ersten Rügenwanderungen
5 Neuanfang in Dresden und künstlerischer Durchbruch 123
Der Zeitenzyklus
Das Karlsruher Skizzenbuch
6 Die Napoleonzeit I 181
Zwischen Bangen und Hoffen – 4. Rügenreise
7 Friedrich beginnt mit der Ölmalerei 233
Die ersten Gemälde – Landschaften als Sinnbilder
8 Zwischen Trauer und Selbstvergewisserung 271
Neubrandenburg/Breesen
9 Aufstieg in die erste Reihe der deutschen Künstlerschaft 285 Friedrichs Reisen und Kunstwanderungen 285
Die zehn Gebote der Kunst - Riesengebirgswanderung - Biografische Daten 539
Ein Bilderpaar macht in Berlin Furore
10 Der erste Gipfel seiner Meisterschaft 323
Fünf Gemälde für Weimar - Friedrichs Riesengebirgslandschaften - Die Harzwanderung - Friedrichs zweite Begegnung mit Goethe und ihre Folgen - 1812 Unsichere Zeiten – Neue Naturstudie
11 Kriegszeiten 355
Rückzug in die Sächsische Schweiz - Patriotische Bilder
12 Nachkriegszeit 375
5. Rügenreise - Schaffenskrise und ihre Überwindung
13 Neue Freunde und Heirat 397
Altarentwürfe - Carl Gustav Carus - Caroline Bommer - Johan Christian Dahl - 6. Rügenreise
14 Zwischen Aufschwung und unsicheren Verhältnissen 413
Frauenbilder - Gebirgsbilder - Die Malerfreunde im geistigen Austausch
15 Krankheit und Krise 1825-1830 461
7. Rügenreise - Böhmenwanderung
16 Künstlerischer Ausklang 1830-1835 487
Veränderungen - Gebirgsbilder - Alterswerke
17 Die letzten Jahre 1835-1840 513
Schlaganfall - Kurreisen nach Teplitz - Abschiedsbilder
Anhang 531
Abkürzungen/Hinweis 531
Ausgewählte Literatur 532
Personen 534
Orte 536
Friedrichs Reisen und Kunstwanderungen 538
Biografische Daten 539
Bildnachweis 542
Abgebildete Gemälde 543