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Beethoven Welt Bürger Musik
Beethoven
Welt Bürger Musik



Wienand Verlag & Medien GmbH
EAN: 9783868325553 (ISBN: 3-86832-555-7)
264 Seiten, Festeinband mit Schutzumschlag, 24 x 31cm, Dezember, 2019

EUR 39,80
alle Angaben ohne Gewähr

Umschlagtext
Beethoven

Welt Bürger Musik

Wienand

Bundeskunsthalle BTHVN 2020 Beethoven-Haus Bonn
Rezension
Das Jahr 2020 ist nicht nur das Hölderlin- und das Hegel-Jahr, sondern auch das Beethoven-Jahr. Der 250. Geburtstag des weltweit bekannten Musikgenies wird im deutschsprachigen Raum mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. Was verbindet den philosophierenden Dichter und den Philosophen des Deutschen Idealismus mit Ludwig van Beethoven (1770-1827)? Alle drei haben durch ihre Werke einen Beitrag zur kulturellen Vielfalt der modernen Welt geleistet. Man denke nur an die international bekannten Kompositionen von Beethoven: die Europahymne, seine „Ode an die Freude“ (1824), seine „Mondscheinsonate“ (1801), seine Klaviersonate „Pathétique“ (1799), sein Klavierstück „Für Elise“ (1810), seine „Missa solemnis in D-Dur“ (1823), seine 5. Sinfonie („Schicksalssinfonie“) (1808), seine „6. Sinfonie („Pastorale“) (1808), sein Violinkonzert D-Dur (1806) oder seine Ouvertüre zu „Egmont“ (1809). Beethoven bildete zusammen mit Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart das Dreigestirn der Wiener Klassik. Obwohl er in den letzten Lebensjahren fast taub war, komponierte er weiterhin musikalische Meisterwerke. Schon zu Lebzeiten war der in Bonn aufgewachsene Komponist eine Ikone der Musik.
Davon kann sich jeder überzeugen, der die von Agnieszka Lulińska und Julia Ronge kuratierte Ausstellung „Beethoven. Welt. Bürger. Musik“ in der Bundeskunsthalle in Bonn besucht. In dieser wird Beethoven und sein Werk anhand internationaler Originalexponaten und Porträts historisch kontextualisiert und differenziert gewürdigt. Zu dieser sehenswerten Ausstellung ist im Kölner Wienand Verlag ein überaus gelungener Bildband erschienen, der eine hervorragende Einführung in den Kosmos des Musikers bietet. Das Buch enthält fachwissenschaftliche Beiträge, welche sehr gut die biographischen Stationen des Welt-Bürgers und die Rezeption seines Œuvres aus musikwissenschaftlicher und kulturhistorischer Perspektive beleuchten. Die Begleitpublikation zeichnet sich zudem durch ihre zahlreichen Illustrationen aus. Lehrkräfte des Faches Musik erhalten durch das ästhetisch gelungene Buch zahlreiche Anregungen, um sich fundiert mit Schülerinnen und Schülern im Unterricht mit Leben und Werk des Ausnahmekünstlers auseinanderzusetzen.
Fazit: Der opulent illustrierte Band „Beethoven. Welt. Bürger. Musik“ empfiehlt sich zur Anschaffung für alle Beethoven-Begeisterten.

Dr. Marcel Remme, für lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Beschreibung
Ein Genie wird lebendig! 2020 jährt sich der Geburtstag des großen Ludwig van Beethoven zum 250. Mal. Schon immer feiert die Welt seine kompositorischen Meisterwerke und deren epochale Bedeutung. Der nun vorliegende Katalog würdigt den genialen Visionär und Revolutionär der Musik auf bisher ungesehene Weise. Einzigartige Originalexponate, ikonische Porträts und ein spannender kulturhistorischer Ansatz lassen den Leser eintauchen in den Kosmos Beethovens und bringen den Menschen mit all seinen Facetten hinter dem Mythos hervor. Ein faszinierender neuer Blick auf seine Lebensstationen, Freundschaften und Sichtweisen, in Verbindung gebracht mit seinen musikalischen Werken.

A genius is brought to life! 2020 marks the 250th anniversary of the birth of Ludwig van Beethoven. The world has always celebrated his masterpieces. The present catalogue pays tribute to this brilliant visionary and revolutionary of music in a way never before seen. Unique objects and documents, iconic portraits and an exciting cultural-historical approach allow readers to immerse themselves in Beethoven’s cosmos and reveal the man behind the myth.
Inhaltsverzeichnis
Grußwort des Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel
Grußwort der Staatsministerin Monika Grütters
Vorwort der Direktoren Rein Wolfs und Malte Boecker
Einführung der Kuratorinnen Lulinska und Julia Ronge

Chronologie
Julia Ronge

I. Bonn - Beruf Musiker 1770-1792
Beethovens frühe Prägung - Die Residenzstadt Bonn 23
Norbert Schloßmacher
Näher als (vielleicht) gedacht: Die politischen und kulturellen Beziehungen zwischen Wien und Bonn in den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts
Ingrid Bodsch 36
Beethoven als Mitglied einer Hofmusikerfamilie 44
John D. Wilson
Roll over Beethoven!
Barbara Vinken 51

II. Wien - Neue Horizonte 1792-1801
Beethoven in der Musikmetropole Wien - Erfolge, Förderer, Publikum
Otto Biba 63
Beethoven und das Klavier
Barry Cooper 76
Prometheus auf der Tanzbühne
Agnieszka Lulinska 84
Beethoven und die Suche nach dem Anfang
Alan Gosman 90

III.Wege zum Erfolg 1802-1812
Immer das Ganze vor Augen - Abläufe in Beethovens
»Componir cabinet«
Julia Ronge 105
»Ueberall Einkerkerung und verfolgte Liebe«: Musiktheater in Wien in den Jahren des Fidelio
Steven M Whiting 118
Hart im Raume aneinandergestoßen und doch gedanklich
gar nicht so weit auseinander gewohnt: Goethe und Beethoven
Julia Cloot 128
Beethoven als Patient in ärztlicher Behandlung
William Meredith 136

IV. Der Ruhm und sein Preis 1813-1818
Beethoven: Revolutionär oder politischer Opportunist?
William A. Kinderman 151
Napoleon, ein vergöttlichter Herrscher
Adam Zamoyski 168
»Ich bin in gröster Geldverlegenheit« - Beethoven und der schnöde Mammon
Verena Großkreutz 176
Der Blick der Anderen - Komponisten des frühen 19. Jahrhunderts über Beethoven
Karl Traugott Goldbach 186


V. Beethoven grenzenlos 1819-1827
Grenzüberschreitungen. Beethoven 1819-1827
Ulrich Konrad 201
Die Missa solemnis: »das gröste Werk, welches ich bisher geschrieben«
Jan Caeyers 214
Ein »künstlerisches Meisterstück« - Joseph Karl Stielers Beethoven-Porträt
Silke Bettermann 222
Friedrich Schillers OdeAn die Freude - Intention und Rezeption
Norbert Oellers 228
»Mitfreuden eil ich dem Tode entgegen « Sterben und Tod
im frühen 19. Jahrhundert am Beispiel Beethovens
Daniel Schäfer 236
Der »Pastorale«-Bilderzyklus im Musikzimmer der Villa Scheid in Wien
llona Sarmany-Parsons 244

Auflösung der Literatursiglen 257
Verzeichnis der Leihgeber 257
Personenregister 259
Abbildungsnachweis 263
Impressum 264