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William Kentridge: Listen to the Echo
Steidl
EAN: 9783969994764 (ISBN: 3-9699947-6-4)
304 Seiten, hardcover, 25 x 29cm, September, 2025
EUR 38,00 alle Angaben ohne Gewähr
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Umschlagtext
William Kentridge is one of the world’s most engaging contemporary artists, renowned for exploring the essence of humanity through both historical and everyday themes. This book invites readers to “listen to the echo”—to engage with the resonance of Kentridge’s multidisciplinary practice. Spanning more than four decades, it presents works ranging from his early printmaking and drawings, which laid the foundation for his animated film series “Drawings for Projection,” to recent installations confronting apartheid, colonialism, social upheaval, and collective memory.
Major works such as the panoramic video installation More Sweetly Play the Dance and the woodcut series “Triumphs and Laments” use the motif of the procession as a powerful metaphor for change. The book also features The Centre for the Less Good Idea, a Johannesburg-based performance incubation space co-founded by Kentridge and Bronwyn Lace, which takes its impulse from Kentridge’s experimental and open-ended approach to making. With recent works like the three-channel film installation To Cross One More Sea and new sculptures from the series “Paper Procession,” this volume captures the breadth and depth of Kentridge’s practice—at once critical, poetic, personal, and always profoundly collaborative.
Rezension
„Black Box/Chambre Noire“(2005), „Oh To Believe in Another World (Studio Still Life)“ (2022), „Triptrope of Our Hope“(2023), „Self-Portrait as a Coffee-Pot“(2024). Diese Werke zählen zu den bekanntesten des südafrikanischen Künstlers William Kentridge (*1955). Sein Œuvre umfasst u.a. Kohle-Zeichnungen, Animationsfilme und Bühnenbilder. In seinen Arbeiten problematisiert Kentridge insbesondere Ausbeutung sozialer Gruppen, Kolonialismus, Rassismus und soziale Ungerechtigkeiten. Von der Vielfalt seines künstlerischen Gesamtwerks konnte man sich überzeugen in der ihm zum 70. Geburtstag gewidmeten Ausstellung „William Kentridge. Listen to the Echo“, die vom 4.9.2025 bis zum 18.1.2026 im Museum Folkwang in Essen zu besucht werden konnte. Außerdem waren in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Albertinum vom 6.9.2025 bis zum 4.1.2026 und im Kupferstich-Kabinett vom 6.9.2025 bis zum 15.2.2026 Arbeiten zu sehen. In der Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlung Dresden können seine Bühnenprojekte seit dem 6.9.2025 noch bis zum 26.6.2026 bestaunt werden.
Zu diesen Ausstellungen erschien bei Steidl eine Begleitpublikation in deutscher und englischer Sprache. Das Konzept des Buches stammt von dem Kurator der Grafischen Sammlung des Museum Folkwang, Tobias Burg. Die deutsche Ausgabe ist mittlerweile vergriffen, die englische noch erhältlich. Der Ausstellungskatalog gibt einen hervorragenden Überblick über die Arbeiten des Künstlers. Einzelne von ihnen sowie Werkgruppen werden in dem Band sehr gut kunsthistorisch analysiert. So erfährt man fachlich fundierte Informationen zu den zahlreichen historischen Anspielungen im Œuvre von Kentdridge. Lehrkräfte der Fächer Bildende Kunst, Geschichte, Geographie und Englisch werden durch die vorliegende Publikation motiviert, Kunstwerke von Kentridge produktiv im Unterricht einzusetzen. Diese bieten aufgrund ihrer historischen Vielschichtigkeit produktive kritische Reflexionsanlässe.
Fazit: Der Ausstellungskatalog „William Kentridge: Listen to the Echo“ verdient einen Platz in der Bibliothek aller an moderner Kunst Interessierten. Das Œuvre des großen Geschichtenerzählers Kentridge leistet einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Gedächtnis Südafrikas.
Dr. Marcel Remme, für lehrerbibliothek.de
Verlagsinfo
Zu seinem 70. Geburtstag widmen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Essener Museum Folkwang dem interdisziplinär arbeitenden William Kentridge eine große Doppelausstellung. Werke aus vier Jahrzehnten werden gezeigt: frühe Grafikserien zur Apartheid und ihrem Ende, aber auch Zeichnungen und Filme der berühmten Serie »Drawings for Projection« (1989–2020), in der Kentridge die Geschichte seiner Heimatstadt Johannesburg anspricht. Die Bedeutung der Prozession in seinem Werk spiegeln die monumentale Videoinstallation »More Sweetly play the Dance« (2015) und die großformatige Holzschnittserie »Triumphs and Laments« (2016–2019).
Besonders wichtig in Kentridges Arbeit ist seine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus, aber auch mit gesellschaftlichen Utopien und ihrem Scheitern am Beispiel des sowjetischen Sozialismus. Jüngste Arbeiten aus dem Kontext von »The Great Yes, The Great No« (2024), einer Kammeroper, die in Kooperation mit dem von Kentridge gegründeten »Centre for the Less Good Idea« in Johannesburg entstand, zeigen einmal mehr die enorme künstlerische Bandbreite seines künstlerischen Schaffens.
Ausstellungen
4. September 2025 bis 18. Januar 2026
Museum Folkwang, Essen
6. September 2025 bis 15. Februar 2026
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Herausgegeben von Museum Folkwang Essen und Staatliche Kunstsammlungen Dresden
304 Seiten, 439 Abbildungen
Fester Einband
24.5 x 28.5 cm
Deutsch
ISBN 978-3-96999-476-4
1. Auflage 09/2025
Vergriffen
€ 38.00 inkl. MwSt.
Kostenloser Versand
Inhaltsverzeichnis
6 Foreword
9 Opening words of the Kulturstiftung des Bundes
10 Opening words of the RAG-Stiftung
11 Opening words of Sparkassen-Finanzgruppe
14 Listen to the Echo in Dresden and Essen
William Kentridge in conversation with Stephanie Buck, Tobias Burg, Mailema Mallach, and Hilke Wagner
22 The Pit – Printmaking between theatre and film
Mailena Mallach
40 Ubu Tells The Truth – Beyond unambiguity
Stephanie Buck
62 Collobration and process. Charakteristics of William Kentridge`s printmaking
Tobias Burg and Mailena Mailach
68 Mine – Social disruptions
Tobis Burg
82 More Sweetly Play the Dance – Processions between triumph and lamentation
Stephanie Buck and Mailena Mallach
124 Knowing ans seeing. On the echo of art history in William Kentridge`s work
134 City Deep – Undermined Society
Tobias Burg
164 Black Box/Chambre Noire – The reckoning
Elvira Dyangani Ose
194 The full stop swallows the sentence. Putting colonialim under erasure
Ashraf Jamal
202 Oh To Believe in Another World – The limited shelf life of utopias
Mathias Wagner
224 Where Shall Wie Place our Hope? – Memory and fate
Martin Buhlig
250 Self-Portrait as a Coffee-Pot – In the studio
Carolyn Christov-Bakargiev
278 Find the Less Good Idea
Bronwyn Lace in conversation with Kathi Loch
285 Biography of William Kentridge
288 Works in the exhibition
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